Mittwoch, 10. Februar 2016

Joe & The Juice

Meinen Ausflug nach Hamburg habe ich gestern gleich einmal genutzt um mir eine (nur für mich) neue Saftbar anzuschauen.
Gestern war ich bei Joe & The Juice.
Große Bleichen - eh eine sehr nette Stelle in Hamburg.
Man ist umgeben von der unerschwinglichen, aber optisch sehr ansprechenden Glitzerwelt.
Der Teil Hamburgs in dem einem bisher wunderschöne Stiefel, plötzlich irgendwie alt und schäbig erscheinen und man angelockt von einem "jetzt 70% reduziert!" nur noch 400,- Euro für eine Strickjacke zahlen müsste ...
Für so einen Bummel braucht man entweder die richtige Kreditkarte oder den passenden, schrägen Humor.

Ok, zurück zu Joe & The Juice.
Die Saftbar lädt auf jeden Fall zu längerem Verweil ein.
Man kann dort sehr gemütlich sitzen und bekommt auch umgehend das WLan-Passwort.



Die Saftkarte ist gut mit lecker klingenden Säften bestückt.
Leider sind die Säfte nicht nummeriert.
Mir wäre es viel lieber "ich hätte gern Saft Nr. 5!" zu sagen, als zu grübeln, wie man jetzt "Veggie Focus" korrekt ausspricht oder einen Kellner im Alter meiner Tochter zu "sex me up!" aufzufordern.
Ok, ich verlangte einen "Veggie Focus" aber leider gab es keine Karotten.
(man versprach Karotten für den Abend)
Also doch "Sex me up"
höhöhö
(übrigens so gar nicht mein Humor ...)
Der Saft war lecker - und mit knapp 5,- Euro der große Becher auch erschwinglich.
Allerdings sind kleine, knallharte Passionsfruchtkernstückchen darin, so dass man spätestens beim Schaum gern ein kleines Sieb hätte.
Man bekommt den Saft auch dann im Plastikbecher, wenn man im Cafe sitzt und gar keine ToGo-Version braucht.

Dennoch gefiel es mir so gut, dass ich später, bevor ich mein Auto für schlappe 15,- Euro aus dem Parkhaus holte, mal schaute, ob es wieder Karotten gab und mir auch noch den Veggie Focus gönnte.
Auch den fand ich sehr lecker.
Ich halte mich mit den Saftbeschreibungen immer etwas vage, denn gekaufte Säfte sind durchweg immer deutlich süßer als das, was ich mir daheim zubereite.

Auf der Straße hatte ich eine nette Marktforscherin getroffen, die mich zu einem Käsetest überreden wollte.
Da ich diesen Grusel-Job selbst mal ausprobiert habe, bin ich zu den Umfragedamen immer sehr nett und ich war auch schon bereit, mich von ihr zur Umfrage verschleppen zu lassen, als sie eben erwähnte, dass ich Käse probieren müsste.
"Oh, geht nicht, ich bin gerade beim Saftfasten!"
Sie erklärte mich nicht für verrückt, sondern entpuppte sich selbst als gelegentliche Saftfasterin.
Sie empfahl mir dringend, Grünkohl eine Chance zu geben.
Boah, ich hasse Grünkohl ... aber sie meinte, der Saft habe keine Ähnlichkeit mit dem gekochten "Pampf".
Also ... beim nächsten Einkauf werde ich Grünkohl "shoppen"


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