Mittwoch, 30. März 2016

Das Juice-Camp - Saftfasten mit Freunden

Ich wollte Euch doch noch erzählen, wie das Saftfasten mit meiner Freundin lief.
Als Saftfasten-Fan, war ich von der Idee, jemanden beim Saftfasten zu coachen schnell zu begeistern.
Im Vorfeld kaufte ich Gemüse und machte mir einen kleinen Plan, wann ich welchen Saft anbieten könnte.
Zudem versuchte ich möglichst flexibel zu sein, um auf den Geschmack und die Bedürfnisse meiner Freundin eingehen zu können.

Es würde ganz toll werden!
Und am Ende der Woche wäre sie wunderbar entgiftet, rebootet und auch Fan des Saftfastens - ganz bestimmt!

Sagen wir mal:
es kam anders!

Meine Freundin ist immer schon gewohnt, das Zepter an sich zu reißen und die Richtung zu bestimmen, auch wenn sie gerade gar nicht so genau weiß, wo es hingehen soll.
So hatte sie ein Sonderangebot genutzt und brachte einen erstaunlichen Vorrat von "Hohes C" in absolut allen Geschmacksrichtungen mit. In irgendeinem Saft waren sogar ein paar Karotten, in einem anderen Rote Bete.
Aber ansonsten: fertiger Obstsaft.

Am ersten Tag bereitete ich uns einen wundervollen Saft zu ... aus dem sie umgehend den Stangensellerie herausschmeckte.
So konnte ich diesen Saft bis auf ein Glas allein trinken und sie trank Obstsaft.
Und wurde ziemlich aktiv.
Vormittags machten wir einen Spaziergang mit den Hunden und mittags dann gleich noch eine lange Runde um einen See - ca. 10 km.
Wenn sie nichts essen konnte, musste sie herumlaufen um sich abzulenken!
Am Ende war ich am Ende ... und sie trank noch mehr Obstsaft und dann noch eine große Tasse von meinem Lieblings-Abendgetränk:
passierte Tomaten mit heißem Wasser vermischt.
Von dem vielen Herumlaufen war ich doch etwas fertig und mehr, als kochend Wasser auf passierte Tomaten zu gießen, wollte ich auch nicht mehr tun.


Am nächsten Tag machte ich uns einen wirklich leckeren Saft ... den ich bis auf ein Glas wieder allein trinken konnte, da auch dieser Saft ihr nicht schmeckte. Sie trank Hohes C und dann fuhren wir ans Meer, wo wir eine Art Marathon-Strandspaziergang machten. Natürlich hatte ich uns Saft eingepackt!

Wieder hatte meine Freundin einen ganz erstaunlichen Bewegungsdrang, der nicht recht zu meinem Bedürfnis passte, mich in die Sonne zu setzen, an meinem Gemüsesaft zu nippen und aufs Meer zu gucken.
Wir liefen und liefen ... der Sandstrand von Sankt Peter-Ording bietet dafür hinreichend viel Platz.

Zum Abschluss der Lauferei, gingen wir in eine Strandbar mit wundervollem Blick aufs Wattenmeer.
Ich bestellte ein Wasser und schleppte mich zur Toilette.
Irgendwann, als ich wieder am Tisch saß, brachte der Kellner ein Glas Wasser und eine Portion Pommes Frites mit Trüffelöl.
Lachend winkte ich ab - energisch griff meine Freundin zu.


Das war es dann also mit ihrem Saftfasten.
Auf dem Rückweg zum Auto entdeckte sie noch einen Stand, an dem man Nudeln kaufen und an Holztischen im Freien verspeisen kann ...
Ich hielt noch bis zum nächsten Tag durch, bis sie das Haus mit Avocados, Räucherlachs, großen Bechern mit Ben & Jerry und sehr vielen Ostersüßigkeiten füllte.

Ok, ich weiß, wann ich geschlagen bin.
So verbrachten wir die restliche Zeit und die Feiertage also kochend, schlemmend und plaudernd.




Vorgestern winkte ich ihr zum Abschied hinterher - und heute morgen, sagte ich mit festem Blick in den Spiegel:

Tag 1!
Von heute und meinem Saft berichte ich dann morgen.

PS übrigens würde ich mich durchaus noch einmal als Saft-Coach zur Verfügung stellen, aber dann bitte für jemanden, der vorher ein wenig mit Gemüsesäften herum experimentiert hat und weiß, ob dass er/sie Gemüsesaft mag.

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