Donnerstag, 15. September 2016

60 Tage Saft

Eigentlich wäre gestern meine 60 Tage Saftkur vorüber gewesen, denn gestern war dann Tag 61 meiner Saftkur.

Mein Sohn hatte beim Abschied - er guckt sich gerade Neuseeland an - ein Foto von mir gemacht.
(Ich hatte ganz viele Fotos von ihm gemacht, denn mit der Kamera vor der Nase, sah er meine Tränen nicht und konnte mich nicht auslachen :)
Gestern kam meine Tochter aus Oslo zurück, stieg auf einen Hocker (damit der Winkel der Aufnahme ähnlich wird) und machte dann ein 60 Tage später Foto von mir.


Seht Ihr, was ich sehe?
Nein, ich meine nicht, dass ich auf dem Nachher-Bild übermüdet aussehe - und es auch bin ... - sondern, dass es kein "Vorher-Nachher-Foto" ist, sondern eindeutig ein "Vorher - Zwischendurch"-Foto.

Um die Rückkehr meiner Tochter gebührend zu feiern, hatte ich Tag 60 meiner Saftkur in der Küche verbracht und dabei einen leckeren Lachsauflauf vorbereitet.
Lachsröllchen, einen Thunfischsalat und einen Himbeertraum.
Dabei fiel mir auf, dass mir das sehr leicht fiel - ok, ich habe ein Stück Lachs genascht, aber mir genügte das Geschmackserlebnis dabei.
Ich merkte erneut, wie gut ich einfach im Gemüsesaftfasten drin bin.
Warum also jetzt aufhören?
Meine Waage und mein Spiegel geben mir Recht
Mach doch noch ein wenig weiter!

Saftfasten hat nichts mit Hungern zu tun.
Vermutlich liegt es nicht jedem - aber mir auf jeden Fall und auch für Joe Cross* war es DIE Lösung.
*Durch seinen Film "fat, sick and nearly dead" kam ich zum Saftfasen.

Es ist einfach - im Sinne von simpel.
Entweder mache ich mir täglich Gemüsesaft oder ich kaufe mir Gemüsesaft - praktisch, wenn ich unterwegs bin.
Was habe ich schon für Diäten ausprobiert ... so einfach, preiswert und "unpeinlich" wie das Saftfasten war noch keine - und mehr Erfolg hatte ich auch noch nie.
Mit "unpeinlich" meine ich, dass man nirgends seltsame Produkte kaufen/bestellen oder zu irgendwelchen Gruppen gehen muss.

Und es hat etwas "Heroisches" - da sitze ich, ein kleines Kugelweib ... und Leute bewundern meine Disziplin, Ausdauer und staunen "das könnten sie nie!".
Bei BCM und anderem Pulver, habe ich auch gut abgenommen, wurde aber mit meinen Pulverdosen leise belächelt und dazu war das Zeug auch noch teuer und irgendwann stieß mich der Geruch beim Öffnen der Dosen so ab, dass ich einfach aufhören musste.

Gemüse riecht gut - wenn mich ein Gemüse nicht anspricht, nehme ich einfach ein anderes.
Joe Cross liebt Mangold - habe ich probiert - igitt! - den fertigen Saft habe ich mit viel Wasser und Ananassaft trinkbar gemacht und Mangold kam nie wieder in meinen Entsafter.

Und was würdet Ihr im Supermarkt lieber zur Kasse schieben:
einen Einkaufswagen voller Gemüse oder einen Wagen voll Pulvermampf-Dosen?!
Zudem ist das Gemüse auch noch viel billiger.

Viele Saftzutaten finde ich auch in meinem Garten oder unterwegs.
Äpfel, Birnen, Hagebutten, Quitten, Holunder, Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Brombeeren ...
Klar, wenn ich zu viel Obst nehme, wird der Saft recht zuckrig und der Gewichtsverlust verlangsamt sich.
Ich habe sehr viel Obst genommen, da mein Garten kiloweise Äpfel produziert - und so habe ich in den 60 Tagen glatt 16 kg abgenommen.
Andere nehmen in der Zeit sehr viel mehr ab - die haben keine Apfelbäume :)
Und außerdem habe ich gerade "Knie" und kann keinerlei Sport treiben.

Und 16 kg ändern schon sehr viel.
Meine Lebensqualität ist deutlich höher, als noch im Juli, als ich den Entsafter vom Dachboden holte.

Mit 16 kg weniger Gewicht, ist natürlich alles schon mal weniger anstrengend.
Aber das Saftfasten brachte noch einen Schwung Vorteile, mit denen man jetzt nicht unbedingt rechnet:

- ich habe keine Kopfschmerzen mehr

- meine Haut ist so schön, dass ich mich derzeit meist gar nicht schminke

- ich brauche deutlich weniger Schlaf
- Schlafen ist so überhaupt kein Problem mehr

- meine Hände und Füße raffen kein Wasser mehr an sich

- meine Kurzatmigkeit ist weg - ich kann sogar wieder singen ohne einen Hustenanfall zu bekommen
(ok, das sieht mein Umfeld nicht unbedingt als Vorteil, denn man bekommt vom Saftfasten keine Singstimme mitgeliefert, die schöner ist, als die Singstimme, die man immer schon hatte :)

Und was die Kopfschmerzen und Schlafprobleme angeht:
das war schon nach 1 Woche Saftfasten spürbar anders!

Und darum ist das hier nur ein Zwischenfazit - meine Saftkur geht weiter.

Wie heißt es so schön?!
Stay tuned!




Und das ist das, was ich jetzt nicht mehr mit mir herumschleppe:

Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis. Ich beneide dein Durchhaltevermögen, ich schaffe nicht mal den Anfang.
    Hattest du am Anfang Hunger , was hast du gegen die Esslust getan?
    Weiterhin viel Erfolg und ich freue mich schon auf das nächste Foto

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  2. Hallo Liebe Carola.

    Ich habe mir gestern die Doku von Joe Cross angesehen und es war faszinierend!!!!!!
    Habe allerdings gelesen das man diese Kur OHNE ärztliche Untersuchungen nicht länger wie eine Woche machen soll ..... Stimmt das? Bzw wie war das bei dir ?
    Ich fange heute damit an und freue mich schon tierisch auf den Erfolg !!!

    Grüße Denise

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  3. Hallo Denise,
    zu jeder Ernährungsumstellung, Diät, Fastenkur ... findet man die Empfehlung, dies mit seinem Hausarzt abzusprechen. Ich rate auch dazu.
    Bei einer Fastenkur fühlt man sich öfter mal "anders" und es ist immer gut, wenn einem der Arzt des Vertrauens regelmäßig Bescheid gibt, ob einem die Saftkur gut tut oder nicht.

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  4. Ich habe gesteen zufällig den Film von Joe Cross gesehen und war ebenfalls sofort hin und weg.

    Ich habe mit danach sofort auf die suche nach Erfahrungsberichgen gegeben, ubd bin bei dir gelandet.

    Fu hast meinen vollen Respekt , diese Leistung ist der Wahnsinn. Und du siehst toll aus!!!

    Danke für deine Seite und weiterhin alles alles gute

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