Mittwoch, 12. Oktober 2016

FAQ - das Familie Bekochen während der Saftkur

Ich habe derzeit den großen Vorteil, dass ich alle Verlockungen aus dem Haus räumen konnte,
was es natürlich leichter macht, der Saftkur die Treue zu halten,
wenn alte "Freunde", wie der abendliche Heißhunger, Schokogier und der süße Zahn sich zusammenrotten um einem das Leben ganz schön schwer zu machen.

Letzte Woche war meine Tochter zu Besuch und ich durfte noch einmal erleben, wie schwer es ist, eine Saftkur durchzuziehen, wenn man von normal essenden bzw. hungrigen Personen umgeben ist, leckere Sachen im Kühlschrank stehen und man auch dabei sitzt, wenn andere essen.

Es ist machbar!

Meine erste Saftkur habe ich auch durchgezogen, als meine Kinder noch im Haus waren.
(große Kinder)

Meine Tipps:

erste Tage
Wenn möglich, sollte man die ersten Saftkur-Tage allein verbringen.
Nach den ersten 4 Tagen, ist man eigentlich "drin".
Der Hunger ist vorbei - man befindet sich im Fastenmodus.

Vormittags kochen/einkaufen
Ich persönlich kann dann vormittags völlig gleichgültig mit Lebensmitteln umgehen.
Gleichgültig ist falsch - ich habe eher eine seltsame Lust, andere sehr schmackhaft zu bekochen, ohne aber selbst essen zu wollen.
Natürlich schmecke ich das Essen (vorsichtig) ab.
Es gibt keinen Grund, Fleisch zu probieren - das Abschmecken bezieht sich ausschließlich auf Suppen/Soßen/Dips.
Einerseits schmeckt man viel sensibler als sonst - ich habe sehr salzarm gewürzt.
Es ist aber für die Familie kein großes Problem, nachzuwürzen.
Lustig war, dass meine Tochter, die sonst gerne scharf isst, ein paarmal das Gefühl hatte, Feuer spucken zu können - was Chili angeht, bin ich derzeit wohl sehr unempfindlich.
Darum habe ich meiner Tochter das Abschmecken hier dann lieber selbst überlassen.
Jedenfalls hat es für mich am besten funktioniert, alle Mahlzeiten vormittags vorzubereiten:
Suppen, Aufläufe, Dips ...
... was der Rest der Familie dann über den Tag verteilt gegessen hat.

Auch das Einkaufen lege ich komplett auf den Vormittag.
Letzte Woche bin ich einmal abends in einen Supermarkt gegangen und regelrecht wieder geflohen, als ein Nutella-Glas offensiv zu flirten begann ...


Appetitbremse
Wenn ich merkte, dass mich der Anblick und Geruch von Speisen zu arg beschäftigt hat, habe ich mich nicht dazu gesetzt - oder ich habe mir selbst meine 1Liter-Tasse mit 200 ml passierten Tomaten, 1 Teelöffel Sambal Olek und kochendem Wasser gefüllt.
Das ist jetzt nicht wirklich Gemüsesaft, aber sehr nahe dran und für mich eine wunderbare Heißhunger-Bremse.

Mich überfällt der Appetit immer gern abends.
Plötzlich habe ich bunte Bildchen dessen vor Auge, was da alles Leckeres im Kühlschrank steht.
Es war für mich wirklich schwer, diszipliniert zu bleiben, wenn die Kinder im Bett waren.
Wenn es keiner sieht, hat man es auch nicht gegessen, richtig?!
So albern es klingt und vielleicht auch ist:
mir half ein Fahrradschloss am Kühlschrank.
Ich habe eine offene Küche - andere können einfach die Küchentür abschließen ...

Das ist natürlich albern ... total albern ... regelrecht lächerlich!
Aber es hilft :)

(nehmt eines mit einem Zahlenschloss, damit schusslige Kinder morgens nicht grübeln müssen, wo der Schlüssel vom Fahrradschloss abgeblieben ist ...)

Ohne hungrigen Nachwuchs im Haus, ist es natürlich viel einfacher diszipliniert zu sein.
Als gestern Abend der vertraute Heißhunger um die Ecke kam, hatte er die Wahl, zwischen 1 kg gut gekühlter Tomaten, Karotten, Salatgurke, Sellerie ... nichts davon wollte der Heißhunger haben und darum trollte er sich wieder.
Und selbst wenn er gewonnen hätte - ein "Fressanfall", bei dem man ein paar Karotten wegknabbert, hat einen ganz eigenen Charme ...

Falls der Heißhunger heute vorbeikommt, erwartet ihn diese "Bremsspur" :)







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