Freitag, 14. Oktober 2016

Kürbissaft selbstgemacht

Kann man Kürbisse entsaften?

Ja, kann man - noch dazu ganz einfach!


In den letzten Tagen sah ich immer öfter, dass die amerikanischen Saft-Fans Kürbissaft präsentierten.
Erst noch dachte ich, es ginge um die Farbe, Halloween und sei mehr ein Gag - auch bei Harry Potter wurde viel Kürbissaft getrunken und hey, das war gar kein Märchen :)
Nein - man kann Kürbisse entsaften!

Heute habe ich das dann einfach auch mal probiert.
Ich liebe Kürbisse - am liebsten ist mir dabei der Hokkaido Kürbis, da man ihn mit Schale zubereiten kann.
Genau das habe ich jetzt beim Kürbis Entsaften auch getan.

600 Gramm Hokkaido Kürbis grob in Stücke geschnitten und durch den Entsafter geschubst, ergeben immerhin 300 ml Kürbissaft!
Wenn man nur den Saft haben möchte, einfach den Kürbis waschen, in Stücke schneiden und samt Schale und Kernen entsaften.
Allerdings kann man den Kürbis-Trester, der beim Entsaften entsteht ganz wunderbar verbrauchen und so lohnt es sich, erst einmal Kürbis ohne Kerne zu entsaften, den Trester zu entnehmen und beiseite zu stellen und dann die Kerne und weitere Saftzutaten in den Entsafter zu geben. (und wenn ich sage, die Kerne, meine ich auch das ganze Drumherum)



Kürbistrester kann man mit einer Zwiebel in Butter dünsten, mit Gemüsebrühe aufgießen und sich eine leckere Suppe daraus kochen.
Oder man verwendet den Kürbistrester in Kürbisbrot, Kürbiskuchen ... was immer man mit sehr fein geraspeltem Kürbis anfangen möchte.

Der Kürbissaft schmeckt erdig (mehlig), süß und schwer.
Man kann ihn so trinken - ich hatte nicht das Bedürfnis, ihn ganz schnell wieder auszuspucken, aber schierer Kürbissaft schmeckt nicht soooooo irre gut, dass man gleich noch ein Glas davon trinken möchte.
Er soll ja sehr gesund sein - Leute, die sich nach den 4 Elementen ernähren (Ayurveda) singen webweit begeiserte Loblieder, dass Kürbissaft alle drei Vitalkräfte Vata, Pitta und Kapha ausgleicht - und ich Banause weiß noch nicht mal, was das ist.
Aber auch anderswo liest man: Kürbissaft ist ein echtes Superfood - und so einfach zu machen, wenn man denn einen Entsafter hat!

Ein besteht unter der harten Schale hauptsächlich aus Wasser, weshalb er beim Entsaften echt ergiebig ist.
Im Kürbis enthaltene Carotinoide, machen Kürbis für die Augen so wertvoll, wie Karotten.
Auch Antioxidantien sind im Kürbis enthalten und schützen vor freien Radikalen.
Kürbissaft steht im Ruf, Krebs, Rheuma und Alzheimer vorzubeugen.
Kalium im Fruchtfleisch wirkt zudem harntreibend und hilft gegen Nierenleiden.
und und und ...
(wenn man das alles so liest, fragt man sich fast, wie Menschen überleben können, die keinen Kürbissaft trinken :)

Und da für mich der Kürbis im Rahmen einer Saftkur ins Glas kommt, habe ich ihn folgerichtig geschmacklich mit "leicht, fruchtig und säuerlich" kombiniert.
Also, Apfel, Ananas, Zitrone ... Orangen ...

Was die Saftausbeute, den Nutzwert des Tresters und den Geschmack angeht, kann ich allen nur empfehlen, bei Gelegenheit mal einen Hokkaido Kürbis zu entsaften!





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