Sonntag, 28. Mai 2017

Saftfasten Tag 18

Das Saftfasten selbst klappt weiterhin wunderbar.
Nur das "selbst Saft Machen" und/oder dann auch noch "darüber Schreiben" klappt wohl eher selten.

Außerdem erlebe ich eine Art Phänomen, das mich nicht recht begeistert.
Seit dem 20.05.17 grüßt mich täglich - nein, kein Murmeltier - dafür aber die 91 auf der Waage.
Am 20.05. war ich bei 91,7 bei 46,1% Fett.
Am 23.05. begann ich dann intensiver damit, mich zu bewegen, um nicht irgendwann nur noch aus Fett zu bestehen ... aber ich gebe zu, ich rechnete nebenbei auch mit einem gleichzeitig (drastischer) abschmelzdenden Gewicht.
Pustekuchen:
Seit Mittwoch konstant 91,2
Pöh ... Lediglich mein Fettgehalt sank von Sahnetorte auf Cremetörtchen ...
45,8 auf 44,1
Glaubt mir, es ist doch irgendwo unbefriedigend, ausschließlich Saft (und Kaffee ...) zu trinken und sein Gewicht (auf derart hohem Niveau) zu halten.

Dabei fällt mir das Fasten aber immer leichter.
Freitag habe ich spontan mein Töchterlein besucht und ihr eine Pizza spendiert, die ich durchaus mit Interesse beguckt habe, aber es reizte mich nicht im Geringsten, sie ihr zu entreißen - und ich liebe Pizza.
Gestern hat jemand in meiner Gegenwart eine Dose Fisch geöffnet und da ist mir sogar leise schlecht geworden, da es nun einmal fischig roch.

Apropos "riechen" - sobald ich unter Menschen komme, zücke ich jetzt umgehend mein Mundspray, denn:
leerer Magen "duftet"

Das war doch heute mal ein richtig langweiliger Beitrag mit vielen Zahlen ... aber ich wollte doch mal ein Lebenszeichen geben.


Dienstag, 23. Mai 2017

Saftfasten Tag 11

Die Sache mit dem Körperfett ...
bzw. grüner Tee, scharfe Gewürze und Bewegung

Meine tolle App hatte mir etwas Seltsames mitgeteilt:
mein Körperfettanteil stieg, während ich gemütlich strickend das Wochenende vertrödelt hatte.
Mein Gewicht war zwar minimal gesunken, der Körperfettpegel dafür aber gestiegen.
Nach schlauen Tabellen, habe ich den idealen Fettanteil für eine Sahnetorte.
Ein guter Körperfettanteil für Frauen meines Alters liegt bei 27,3 - 29,7%
Meiner lag gestern bei 47%
Zu Beginn des Saftfastens war er mit 44,9% eigentlich doch schon (zu) hoch genug.
Also habe ich gestern das Thema "Bewegung" in meinen Tag integriert.
Tschö Bett, Strickzeug und Topmodels ...
Ich war vormittags 100 Minuten auf dem Laufband (wobei ich dort bei 5kmh gehe) und nachmittags habe ich den Hunden ihre Lieblingsrunde an einigen Waldseen vorbei gegönnt.
Meine Hunde schwimmen für ihr Leben gern.
Dabei habe ich dann auch prompt gesündigt und versehentlich eine Mücke verschluckt.
Glaubt mir, ich habe versucht, dies zu verhindern.
Nach der Hunderunde war ich so platt, dass der Saft wieder aus dem TetraPak kam.

Heute Morgen habe ich die Waage dann etwas ungläubig angestarrt.
Zum einen, weil meine dusslige demente Katze sie wieder für ein Katzenklo gehalten hatte.
Ja, so ist das, wenn die Kinderlein groß werden, ausziehen und Mutti mit einem Haustier-Altersheim zurücklassen.
Wenn ich die Badezimmertür nicht schließe, hält die dumme Katze die Waage für ein Katzenklo.
(oder sie ist eine wiedergeborene Feministin ... - immerhin hat sie mir auch mal in einen BH gepinkelt (nicht, während ich ihn trug - er lag auf dem Wäschekorb))

Aber auch später, blitzblank sauber, blieb mein Starren ungläubig, denn ich habe gestern gerade mal 300 Gramm eingebüßt.
Immerhin ist der Körperfettanteil auf 46,5% gesunken.
Hey, nur noch 10,3 Prozentpunkte und er ist mit 36,2% offiziell zu hoch für Frauen eines Alters, das ich in weniger als 2 Monaten erreiche.

Dabei geht es mir übrigens nicht so sehr um die Optik, sondern um Gesundheitsrisiken wie Schlaganfall und ähnliches.
Insgesamt möchte ich gern, dass mich meine Knie wieder besser tragen können und mein Blutdruck wieder Blutspenden zulässt.

Ein wenig Recherche ergaben, dass Ingwer, Grüntee, Chili und Cayennepfeffer beim Fettschmelzen helfen.
Dazu noch Bewegung - ok, hier steht, dass man spurten soll, aber ich bin mehr für lange und langsam zu haben.

Tag 11 in Zahlen
22.059 Schritte insgesamt (14,58 km)
7,61 kn Hunderunde
7,3 kg sind nun (wieder) weg
18,4 kg leichter, seit Juli '16
Körperfett 46,5%
Gewicht 91,6 kg (seufz)





Montag, 22. Mai 2017

Saftfasten Tag 10

Dem Versumpfen ein Ende ...

Samstag wachte ich auf und wollte endlich wieder selbst Saft machen, Sport treiben, Sozialkontakte pflegen, putzen.
Ich kam nur bis zum Briefkasten, fischte dort einen unschönen Behördenbrief raus und begann ganz bitterlich zu weinen.
Behördenbriefe betreffen übrigens meinen Job und nicht mich persönlich und zu diesem Brief habe ich eine ganz einfache Routine.
Weshalb ich derart übermäßig emotional wurde, weiß ich nicht, aber ich tat das einzig Richtige:
ich nahm mein Strickzeug, mein IPad und verkrümelte mich 2 Tage lang in mein Bett.

Natürlich genoss ich das gute Wetter dennoch und ließ das Schlafzimmerfenster weit offen.

Während ich so vor mich hin strickte, sah ich mir die komplette erste Staffel von Germanys next Topmodel an, was genau so hohl war, wie es klingt.
Ich fürchte, ich habe genau das gebraucht.
Immerhin hatte ich vorher hinreichend Saft im TetraPak gekauft (und Katzenfutter)
Nicht für mich - für die Katzen.
Die Hunde tummelten sich im Garten und mein Nervenkostüm restaurierte sich, während ich einen wunderschönen Loop und eine warme Mütze für meine Tochter strickte.
(genau das, was man für einen Sommer in Hamburg braucht ...)

Eine Panne passierte:
ich hatte beim letzten Einkauf einen neuen Tee entdeckt.
Schweineteuer, nett verpackt - mitgenommen.
Als ich ihn gestern auspackte, entpuppte sich der Tee als eine Packung Schokotrüffel in Kakao gewälzt.
Doch ja, ohne Brille kann so etwas bei dicken Damen Ü40 passieren.
Und natürlich habe ich die Schokolade ... inhaliert.
Warum stellen die Schokotrüffel in dem Gang mit Tee auf?
Egal.

Die Waage meinte dennoch, ich hätte seit Freitag noch mal 300 Gramm abgenommen.
Trotz meiner Regungslosigkeit und der Trüffel.

Jetzt sitze ich hier übrigens schon im Sportzeug und mein T-Shirt tut, was es eigentlich auch tun soll:
es umspielt meinen Körpber, statt sich panisch festzuklammern.
Den Haushalt habe ich bereits aus dem Schmutz gezogen und nachher gedenke ich aus dem Kompost in meinem Kühlschrank einen frischen Saft zu pressen.
Aber erst gehe ich aufs Laufband ...
... ich habe da was gut zu machen ...

Tag 10 in Zahlen
5.058 Schritte insgesamt (3,34 km)
7 kg sind nun (wieder) weg
18,1 kg leichter, seit Juli '16




Freitag, 19. Mai 2017

Saftfasten Tag 7

Gestern spielte das Saftfasten so gar keine Rolle und lief völlig selbstverständlich nebenbei.
Lustig.
Klar, Saft aus dem TetraPak, weil ich morgens früh das Haus verlief und erst pünktlich zur Schlafenszeit nach hause kam.
Und heute wird es kaum anders laufen ...

Darum auch nur kurz:

Tag 7 in Zahlen
12.080 Schritte insgesamt (7,98 km)
6,7 kg sind nun (wieder) weg
17,8 kg leichter, seit Juli '16


Am Wochenende werde ich mich dann endlich wieder in aller Ruhe meinem Unkraut und dem Entsafter widmen :)


Donnerstag, 18. Mai 2017

Saftfasten Tag 6

Wie war Tag 6?
Sagen wir mal:
Tag 7 und Tag 8 werden hektisch und so muss ich mich hiermit schon beeilen ...
Gestern war mein Bürotag, an dem ich nicht raus unter Menschen musste und prompt hatte ich ihn so voll gepackt, dass ich allein für den Vormittag 12 Stunden gebraucht hätte.
Putzen wollte ich, die Ablage machen, etwas im Garten werkeln, eine besonders lange Hunderunde, Sirup einkochen ...
Im Endeffekt schaffte ich tatsächlich etwas Hausputz und versank dann im Ablagekörbchen, damit ich alle Formulare und Anträge für heute und morgen parat habe.
Danach entdeckte ich mit einem entsetzten Quieken, dass schon 19 Uhr war und verschwand mit den Hunden auf den Feldern.
Aber nicht weit.
Ach, und der Saft ... kam wieder aus dem TetraPak.
Ich war hochmotiviert in die Küche gegangen um den Entsafter anzuwerfen, aber ... elende Konzentrationsaussetzer, nahm ich stattdessen versehentlich die Kaffeemaschine.

Nach der Hunderunde drehte ich noch eine Runde durch die Ablage und plumpste dann ins Bett.
Ja, so war das.

Was ich toll finde:
bis auf den Kaffee und dass ich zu viel fertigen Saft trinke, bin ich diesmal wirklich beim Saft.
Keine Mandeln, keine Avocados, kein Tofu, sondern echt Saft.
Beim letzten Mal habe ich kaum richtig ins Saftfasten gefunden - diesmal bin ich wohl drin, habe aber nicht so viel Zeit ernsthaft darüber nachzudenken. Ich merke nur, dass ich Verlockungen sehr gut widerstehen kann, weil mir die Tatsache, dass ich gerade faste einen ziemlichen Schub in Sachen Selbstvertrauen gibt, den ich dann auch beruflich wieder sehr gut brauchen kann.
Ein wenig so:
hey, ich kann X Tage nur Saft trinken - dann schaffe ich auch das ...
Denn man mag noch so wehrhaft sein, insgeheim übernimmt man das schräge Weltbild, dass man als dicker Mensch ja schon irgendwie ein disziplinloser Versager ist.
So eine Saftkur kann einem da ganz nett das Gegenteil zeigen.

Tag 6 in Zahlen
2,64 km Hunderunde
9.011 Schritte insgesamt (5,96 km)
6,1 kg sind nun (wieder) weg
17,2 kg leichter, seit Juli '16



Mittwoch, 17. Mai 2017

Saftfasten Tag 5

Meeting in der Würstchenbude.
Gestern brauchte ich ein wenig "Netzwerken" und meine Wunschpartnerin schlug ein Treffen in einer Würstchenbude vor, in der sie zwischen 2 Terminen zu essen gedachte.
Es war Nachmittag, ich hatte meinen Arbeitstag nun hinter mir und stand grübelnd vor einem Zelt mit einem Imbisswagen.
Wtf?
Es regnete und an den Tischen dieser Bude bekam man den einen oder anderen Regentropfen ab während man in einer Dunstmischung aus Frittenfett, Bratwurst und knuspriger Hühnerhaut saß.
"Haben!" jaulte mein Magen und irgendwo grübelte es in mir, ob das Frittenfett selbst evtl. in irgendeiner Form als Gemüsesaft durchging. Immerhin rein pflanzlich und aus irgendeinem Gewächs gepresst, oder?
Vordergründig grübelte ich aber eher, ob ich was falsch verstanden hatte:
wer trifft sich in einem verregneten Frittenzelt mit lauter ... ach so ... Rauchern.
Meine Netzwerkerin raucht.
Ich faste.
Aber:
ich wurde mit einer großen Portion fundiertem Wissen belohnt und der Kaffee vom Würstchenmann war erstaunlich lecker.
Außerdem konnte ich mir den restlichen Tag auf die Schultern klopfen, wie ungemein diszipliniert es von mir war, der Frau nicht ihr halbes Hähnchen oder doch zumindest dessen Haut zu entreißen.

Insgesamt bekamen die Hunde und ich gestern aber viel zu wenig Bewegung und der Saft kam aus dem TetraPak

Tag 5 in Zahlen
6.902 Schritte insgesamt (4,56 km)
5,9 kg sind nun (wieder) weg
17 kg leichter, seit Juli '16



Dienstag, 16. Mai 2017

Saftfasten Tag 4

Oh, das Einkaufen war nicht einfach.
Ich bin mir nie sicher, ob da gerade mein inneres Kinder herumplärrt, zu dem man bekanntlich nett sein soll, oder ob es schlicht mein verfressener, innerer Schweinehund ist, der meint, dass die letzten Jahre doch super gelaufen sind und wütend Pizza-Nachschub fordert.
Auf dem Weg vom Supermarkt nach hause, sind jedenfalls die Weintrauben, die ich für einen Saft vorgesehen hatte, "verschwunden".
Ungewaschen ...

Eines ist mir klar:
ich sollte auf jeden Fall vormittags einkaufen und keinesfalls am frühen Abend nach der Arbeit.
Überhaupt ist dieses "nach der Arbeit nach hause"-Kommen ein Wahnsinns "Fressi-Anlass".
Da ist ein ganz starker "immer um mich herum futtern"-Impuls, wenn ich durch die Haustür komme.
Überhaupt lernt man beim Fasten seine ganzen Ess-Reflexe kennen.
Das fühlt sich überzeugend nach Hunger an, ist aber nichts als Gewohnheit.

Heute bin ich wieder nur unterwegs, aber während ich gestern zu den dicken Innocent Smoothies griff, habe ich heute den Edeka Bio Gemüsesaft im Gepäck. Ich erwähne den Saft nicht um Werbung zu machen - Edeka zahlt mir nichts, sondern nur weil ich froh war, ihn gefunden zu haben.
Der Saft kommt nämlich ohne Salz daher und ist damit für eine Saftkur tauglich.
Allerdings ist der Fruchtanteil recht hoch.

Jetzt noch schnell:

Tag 4 in Zahlen
6,18 km Hunderunde
13.561 Schritte insgesamt (8,96 km)
5,3 kg sind nun (wieder) weg
16,4 kg leichter, seit Juli '16


Da kann man schön die Auswirkungen von Smoothies und Weintrauben sehen - nur 200 Gramm an Tag 4 :)


Montag, 15. Mai 2017

Saftfasten Tag 3

Klasse!
Wenn ich über Tag 3 schreibe, heißt das ja, dass die schlimmen ersten 3 Tage bereits hinter mir liegen!
Ich bemerke auch prompt, dass ich wieder konzentriert und zügig arbeiten kann.
Zumindest jetzt gerade - schauen wir mal, wann ich wieder abbreche
Gestern Abend attestierte ich einem meiner Mündel gute Sprachvortschritte in einem Bericht und wusste:
"jetzt ist es wohl an der Zeit, den Feieraben einzuleuten."

Ja, das sollte man beim Saftfasten berücksichtigen:
man hat so seine Konzentrationslücken ... ich zumindest.
Also alles lieber doppelt kontrollieren.
Da man aber auch viel weniger Schlaf braucht, schafft man das.

Ich stehe nun morgens etwas früher auf, beginne früher zu arbeiten und sehe dann einem verfrühten Ermüden etwas gelassener entgegen. So langsam darf ich mich schon auf die Fastenhochs freuen.
Bei den letzten Saftkuren hatte ich zwischendurch wahre Energieschübe, mit denen ich mal eben das komplette Haus putzte, Schränke entrümpelte oder meine Steuerunterlagen sichtete.

Mit dem Verlauf dieser Saftkur bin ich bisher sehr zufrieden, denn ich halte mich wirklich an Saft, Wasser, Tee und Kaffee. Ja, Kaffee - da ich kein Detox-Gläubiger bin trinke ich auch beim Saftfasten eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Besser wäre es vermutlich, auf den Kaffee zu verzichten, aber ...
Aber bisher habe ich in keiner Form herumgenascht.
Das war aber auch recht einfach, da ich mich von allen Versuchungen fernhalten konnte.
Heute geht es wieder raus in die freie Wildbahn, vorbei an Burger Kings, Bäckereien und netten "nur ein Stück, das schadet doch nicht!"-Offerten.
Noch dazu muss ich tatsächlich einkaufen, da ich nur noch einen Eisbergsalat im Haus habe.
(und jede Menge Wildgemüse drumherum)

Ok:

Tag 3 in Zahlen:
5,64 km Hunderunde
13.612 Schritte insgesamt
5,1 kg sind nun (wieder) weg
16,2 kg leichter, seit Juli '16



Tomaten-Karottensaft mit Günsel

Gestern habe ich aus den Resten im Kühlschrank einen Tomaten-Karottensaft zusammengestellt und weil er gerade so schön zu blühen beginnt, Günsel dazu getan.
Günsel hilft - unter anderem - gegen Sodbrennen und bei Schlafstörungen, da er insgesamt beruhigend wirkt.
Nicht, dass ich an Sodbrennen oder Schlafstörungen leide, aber jetzt im Mai wuchert der Günsel so nett in meinem Garten und schreit regelrecht "ernte mich!"


Nachdem ich die Mischung auf dem Foto durch den Entsafter gescheucht hatte, war mir zu wenig Saft in der Kanne.
So ca. 1 Liter sollte es schon sein - und so kamen noch 3 Äpfel mit zum Einsatz.
Der fertige Saft war lecker - er schmeckte sehr nach Tomate, mit einer herben Note im "Abgang".
Die obligatorische Zitrone fehlt, weil ich keine mehr im Haus hatte.



Sonntag, 14. Mai 2017

Saftfasten Tag 2

Nachdem ich mich gestern erst am Nachmittag aufraffen konnte, von meinem ersten Fastentag zu schreiben, ist heute fast noch Vormittag. 11.41 Uhr - doch ja, Vormittag.
Insbesondere, wenn man nicht kochen muss.

Gestern Abend waren von jetzt auf gleich meine Lippen trocken.
Aber wie!
Seither liegt meine Lippencreme immer in Reichweite.
Ob da ein Trick meines Körpers ist, an Fett zu kommen?
Auch mein Gesicht tat vorhin recht geschickt so, als hätte es seine tägliche Ration Tagescreme noch nicht bekommen.
Also:
beim Saftfasten für genügend Lippenbalsam, Creme und Körpermilch sorgen
Auch ein Atemspray ist kein Fehler, wenn man unter Menschen geht, denn ein leerer Magen "duftet".
Wenn man Saft getrunken hat, sollte man, dem Zahnschmelz zuliebe, 30 Minuten warten, bevor man sich die Zähne putzt.

Abends wollte ich eigentlich baden gehen, landete aber stattdessen schon frühzeitig im Bett.
Oh, Schlafen ist herrlich beim Fasten - tief und erholsam.
Wer Schlafprobleme hat oder morgens gern mit rasenden Kopfschmerzen aufwacht, sollte einer Saftkur eine Chance geben.
Bei meiner ersten Saftkur konnte ich es nicht fassen, denn nach 2 Tagen Saft waren Kopfschmerzen oder auch leichte Migräne kein Thema mehr.
(ich habe so selten eine schwere Migräne, dass ich einfach nicht behaupten kann, dass das Fasten dagegen hilft - aber ich habe schon des öfteren von Migränepatienten gehört, die darauf schwören)
Vor meiner ersten Saftkur habe ich viel probiert.
Spezielles Nackenkissen, Hopfen- und sonstige Duftkissen - ich dachte schon über den Kauf einer neuen Matratze nach, verbrachte einige Nächte eher im Sitzen, als im Liegen ... so war es dann doch ein krasser Unterschied, als ich dann abends einfach schlafen ging und am nächsten Morgen erholt aufwachte.
Von heute auf morgen, sozusagen.
Irgendwann räumte ich die immer griffbereiten Kopfschmerztabletten ins Medizinschränkchen.
Als ich sie dort letzten Monat wieder herausholte, freute ich mich schon auf die Saftkur - und tatsächlich:
das Wunder wiederholt sich auch diesmal und ich schlafe problemlos ein und wache völlig (kopf)schmerzfrei auf.
Auch über den Tag - keine Kopfschmerzen.

Ok, was für einige interessanter ist:
Gewicht - 4,3 kg sind weg

Sport - gestern war ich 30 Minuten auf meinem Minitrampolin
ich springe nicht darauf herum, sondern schwinge nur.
(im September '16 hat mich ein Auto auf einem Zebrastreifen angefahren. Die Wunden heilten recht schnell, aber ich habe wegen der Verletzungen wohl die eine oder andere ungute Schonhaltung eingenommen. Jedenfalls habe ich seither Probleme mit Knie, Schultern ... allem ... und so sind Sachen wie Joggen oder Trampolin-Springen derzeit nicht drin. Montag musste ich feststellen, dass auch Schwimmen ein Problem ist - aber die Trampolin-Schwingerei kann ich nur empfehlen.

Das 5-Minuten-Trampolin-Training: In 4 Wochen mehr Energie für Körper und Seele, Schwingübungen für das Mini-Trampolin: Give me five: Inkl. kostenlosem Online-Video-Coaching

Es gibt dazu auch eine Gratis-App: GM5 Trampolin
(also auch für Leute, die das Buch nicht kaufen ist die App gratis)
Ich wiederhole immer und immer wieder Übungen aus der 1. Woche und kann mittlerweile Treppen wieder freihändig und wie eine Große runter gehen, statt mich ans Geländer zu klammern und immer mit dem gleichen Bein voran zu höppeln.

Außerdem bin ich dann noch sagenhafte 2,58 km mit den Hunden draußen gewesen.
(es war spät und sah sehr überzeugend nach Gewitter aus)
(ich bin im App-Rausch und Runtastic zeichnet brav meine Hunderunden auf)

Von Fitbit weiß ich, dass ich gestern insgesamt 9.994 Schritte gegangen bin.
Hätte ich das gestern noch gesehen, wäre ich wohl noch 6 Schritte mehr gegangen ...

So, künftig liste ich das etwas "knackiger" auf.

Von Freunden weiß ich, dass das mit dem App-Wahn irgendwann wieder nachlässt.






Spargelsaft

Gestern habe ich mir wieder einen Spargelsaft gemacht.
Wenn man den Spargel vor dem Entsaften putzt, kann man aus dem Trester noch ein schönes Spargelcremesüppchen kochen.
Wer den Spargel nicht putzt und einen etwas schwacheren Entsafter hat, schneidet ihn besser in Stücke, damit der holzigere Spargelanteil sich nicht verwickelt.
Das ist übrigens bei allem so, das man in den Entsafter steckt - bei Brennnesseln sollte man auch die Stiele entweder raus lassen oder in kurze Stücke schneiden, sonst bekommt der Entsafter schnell Probleme.


In meinen Spargelsaft von gestern habe ich noch eine "ich muss schleunigst weg!"-Gurke, ein paar Äpfel und die obligatorische Zitrone gegeben.
Dazu noch zwei Handvoll Löwenzahnblüten.
Ich könnte jetzt nachschlagen, was genau an Löwenzahnblüten jetzt so gesund ist (oder ob ...) aber ich gebe zu, es ist mir ziemlich egal (und hält auch zu lange auf).
In den letzten Jahren habe ich viele Wildkräuter und Wildgemüse (sprich "Unkraut") in meinen Speiseplan eingebaut und so erkenne ich vieles, von dem ich immerhin sicher sagen kann: "nicht giftig"
(oder zumindest nicht sehr)
Und so kann ich mir spontan noch das eine oder andere mitbringen.


Der Spargelsaft von gestern war lecker.
(nicht zum Niederknien, aber sehr trinkbar)





Übrigens:
wer vor einer Party noch schnell ein Pfund fürs schicke Kleid loswerden möchte, dem sei Spargelsaft empfohlen, denn er entwässert ganz gut.

Samstag, 13. Mai 2017

Saftfasten - Tag 1

Interessant am Saftfasten ist, dass es immer komplett anders läuft.
Obwohl das nun schon meine 4. Saftkur ist, könnte ich nicht sagen, "Saftfasten, das läuft so ... ab!"
Insgeheim habe ich mit Hunger, übler Laune und humoriger Improvisation dabei gerechnet, mich selbst von der Nahrungssuche abzuhalten. Bei einer anderen Saftkur habe ich stundenlang übel gelaunt im Bett gesessen und mit mir selbst verhandelt nur mal ein wenig in den Kühlschrank zu gucken. Nur gucken!

Diesmal habe ich etwas anderes:
ich verliere Zeit.
Schon gestern war ich fasziniert, wie die Zeit raste.
Dabei fühlte ich mich aber auch etwas ... verpeilt.
Dauernd stand ich herum und grübele entweder, was ich eigentlich gerade tun wollte - oder stand nur interessiert davor, statt loszulegen.
Vor dem Spülbecken zB.
Als ich dann endlich abwusch, war das Wasser kalt, obwohl ich es heiß eingelassen und doch nur kurz davor gestanden hatte.
Und wenn ich dann eine Aufgabe mühsam bewältigt hatte, fehlte mir der Impuls, mich der nächsten Aufgabe zuzuwenden.
Wie eine Katze sich in solchen Momenten plötzlich putzt, neige ich wohl dazu, mal eben eine Pizza herunterzuschlingen und dann weiterzumachen.
Nicht zu essen, bringt mich diesmal schlicht aus dem Konzept.

Heute dachte ich, die Sache sei ausgestanden und das Saftfasten liefe prima, aber sagen wir es so:
ich wähnte mich im Vormittag - und niemand könnte fassungsloser eine Uhr anstarren, die 16.09 Uhr anzeigt.
Ich wollte nur kurz schauen, ob die Post noch auf hat.
Wohl eher nicht.
Immerhin ist noch Samstag!

Soviel also zu meinem Vorsatz, nun jeden Vormittag über den letzten Fastentag zu schreiben.

In der Nacht habe ich sehr gut geschlafen und mich heute Morgen um 5.20 Uhr gleich wieder über das kleine Wunder gefreut, dass man beim Fasten viel besser schläft und gleichzeitig viel weniger Schlaf braucht.
Frösteln oder so, habe ich noch nicht.
Aber ich muss mir jetzt schleunigst einen Saft machen, sonst ist das hier kein Saftfasten, sondern hungern.
(ich habe heute schon ein großes Glas gekauften Gemüsesaft und einiges an Wasser getrunken)


Freitag, 12. Mai 2017

Gurken-Brennnesselsaft mit Spargel und Zitrone

Ok, im Titel habe ich die Äpfel unterschlagen.
Aber dafür sieht man sie auf dem Foto.


In dem Bild kann man weiter klicken und dann sieht man auch, einmal alle Zutaten auf dem Tablett und dann, wie ich den Saft mit einer Fettkanne vom Schaum trenne - sehr praktisch :)

Für meinen ersten Saft habe ich im Garten einen Schwung Brennnesseln geerntet.
Brennnesseln sind echtes Powerfood, das begeistert und kostenlos in meinem Garten wuchert.
Ich ernte immer nur die oberen ca 8 Blätter. Wenn man zu weit unten die Stiele mit abschneidet, wird es für den Entsafter nämlich zu schwer. In einem Sieb wasche ich die Brennnesseln, tropfe sie kurz ab und gebe sie dann mit 2 Gabeln - nicht mit den Fingern - in den Entsafter. Der Saft brennt nicht, hilft aber prima beim Entschlacken und strotzt vor Eisen, Kalzium und Kalium, Kieselsäure, Vitamin A und C ...
Die Gurken waren im Angebot und geben zuverlässig Saft von eher unaufdringlichem Geschmack.
Zitrone macht fast alles lecker und die Äpfel sorgen dann für ein wenig Süße.
Der Spargel war schlicht noch im Kühlschrank - morgen entsafte ich den Rest.
Mit etwas Zitrone und Apfel ist Spargelsaft übrigens lecker und aus dem Trester kann man dem Rest der Familie noch eine leckere Suppe kochen, wenn man ihn vorher putzt.

Fazit: kann man trinken
nicht zum Niederknien lecker, aber angenehm


60 Tage Saftfasten - 2017

Asche auf mein Haupt (oder vielleicht lieber Trester?)

Ich hatte den Beginn dieser Saftkur groß für den 01. Mai angekündigt und ihn dann klammheimlich auf heute verschoben.
Heute passt es eigentlich auch gar nicht (sagt mein innerer Schweinehund ...),
aber ich habe soeben den Entsafter wieder vom Dachboden in die Küche geschleppt und hatte auch in den letzten Tagen vorbereitet, dass heute Tag 1 dieser Saftkur wird.

Meine Vorbereitung auf das Saftfasten sieht übrigens immer so aus, dass ich konsequent alles aufesse oder verschenke, was während einer Saftkur eine Verlockung darstellt und nicht entsaftet werden kann.
Jetzt ist nur noch eine Packung Linsennudeln und ein Beutel Kartoffeln im Haus und wartet auf einen Abnehmer.

Andere stimmen sich durch Entlastungstage, in denen sie weniger essen, auf eine Saftkur vor, aber das bringt mir persönlich gar nichts. Die ersten drei Tage einer Saftkur sind gern böse, weil man Hunger hat.
Mir hilft es nichts, wenn ich vorher schon ein paar Tage mit ein wenig Hunger und leichter Kost hinter mir habe.

Darum war mein letztes Mahl gestern noch ein Schokopudding.
Und heute sichte ich das Gemüse, das ich noch im Haus habe und überlege, was ich kombinieren kann.
Da Frühling ist, reizt es mich, mir Wildgemüse (andere nennen es Unkraut) aus dem Garten dazu zu holen.
Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Knoblauchsrauke, Taubnesseln, Günsel ... mal schauen.

Noch fühle ich mich herzlich "normal".
Mein Körper (und damit meine ich in erster Linie meinen Magen) hat noch gar nicht mitbekommen, was ich wieder so vorhabe.

Mit meinem neuen Job habe ich herzlich viel zu tun.
Ich liebe die Arbeit, aber sie könnte dazu führen, dass ich nicht ganz so oft blogge, wie ich das gern würde.
Theoretisch sollten sich hier in den nächsten 60 Tagen Fotos/Rezepte meiner Zutaten und Säfte finden - und tiefschürfende Erkenntnisse, Erfahrungen und Tipps.




I do my very best!
Versprochen!

Samstag, 8. April 2017

Nächste Saftkur im Mai - 01.05.2017

Na, das war ja gelungen ...
Zwar habe ich meine Saftkur leidlich über die Bühne gebracht, aber ich habe es kaum geschafft, meine Säfte zu fotografieren, die Rezepte aufzuschreiben oder gar etwas aus dem Trester zu machen.
Geschweige denn, meinen Blog hier zu führen.
Das lag daran, dass ich mich zeitgleich in einen neuen Job eingearbeitet habe.
Mein Gewichtsverlust war auch nicht umwerfend hoch, da ich rund um mich herum genascht habe.
Vieles, was eigentlich zu Saft werden sollte, verschwand ohne den Umweg über den Entsafter in meinem Mund.
Trauben, Mangos, Ananas, Avocado ... und Mandeln (bei denen selbst ich mir nicht einreden konnte, dass die je in den Entsafter sollten ...)

Fazit:
ich bin weiterhin - wieder ... - noch ... - 20 kg leichter als am 25.07.2016, als ich meinen Sohn zum Flughafen brachte.

Aber anders als nach den Herbst-Winter-Saftkuren, kann ich mittlerweile wieder mehr Sport treiben und ich ziehe seit dem 01.04. eine klare Low-Carb-Ernährung durch, damit ich dann im Mai nicht all das wieder abnehme, was ich im April wieder zugenommen habe, sondern mich in völlig neue Bereiche vorarbeite :)

Bisher klappt das sehr gut.

Mein Einkaufswagen sieht aus wie bisher - fast - da ich mich hauptsächlich mit Obst und Gemüse eindecke.
Dazu kommt ein wenig Fisch, Feta, Quark, Milch und Frischkäse.

Und ich probiere geheimnisvolle Schlankmacher aus - nein, nicht aus der Apotheke.
Derzeit bin ich bei Ananaswasser.
Mehr dazu im nächsten Beitrag.




Übrigens:
ich bin komplett ohne Grippe, Erkältung, Schnupfen oder sonstiges durch den Winter gekommen.
Soviel zu der gern gestellten Frage, ob das Saftfasten denn gesund sein kann.

Mittwoch, 1. März 2017

Oster-Saftkur Tag 1

Heute hatte ich so unglaublich viel um die Ohren,
dass mein größtes Problem bei der Saftkur darin bestand,
nicht zu vergessen, dass ich übrigens Saft faste ...

Glücklicherweise hatte ich gestern hinreichend Obst/Gemüse eingekauft und dann auch vormittags den Entsafter angeworfen, noch bevor das Chaos hier losbrach




Zwar hatte ich mal wieder die Zitronen vergessen, aber durch Ananas und Orangen kam hinreichend Säure mit in den Saft.
Ein Tipp:
eine halbe Zitrone sollte man fast immer mit entsaften, denn dadurch bekommen die meisten Säfte erst ein wenig Pepp.

Mein Saft heute war sehr lecker:

1/3 Ananas
1/4 Hokkaido Kürbis
1 rote Spitzpaprika
3 etwas ältere Orangen
1 Süßkartoffel
1 Pastinake
3 leicht angeschrumpelte Äpfel

Die Orangen habe ich geschält, die Ananas auch - der Rest ging gewaschen aber ansonsten nur grob zerkleinert in den Entsafter.

Danach habe ich den Saft in meine Fettkanne umgefüllt, gewartet, bis sich der Schaum nach oben absetzte und dann hatte ich einen knappen Liter sehr leckeren Saft für mich.

Der wirklich harte Teil liegt noch vor mir:
abends erwacht bei mir erst der wahre Hunger ... ich halte mit viel ungesüßtem Tee dagegen ...




Dienstag, 28. Februar 2017

Fastenzeit - her mit dem Entsafter -> Ostersaftkur

Glaubt mir, das ist Zufall, passt aber doch grandios:

morgen beginnt meine neue Saftkur und geht dann Mitte April.
Also faste ich ganz katholisch von Aschermittwoch bis Ostern :)

Wie gesagt, das ist ein Zufall, denn ich hatte mir den 01.03. notiert und gerade hat sich mein Töchterlein für Ostern hier eingeladen und ich weiß aus Erfahrung, dass ich ihre Besuche gern als Ausstieg aus der Saftkur nehme.

Wer mitmachen möchte, ist hiermit herzlich eingeladen.

Wer neu beim Thema Saftfasten ist und arbeitet, sollte lieber den Freitag als Einstieg zur Saftkur nutzen, denn dann liegen die schwierigen Anfangstage am Wochenende.
In den ersten Tagen hungert man, bis sich der Körper auf das Fasten eingestellt hat.
Das heißt, in den ersten Tagen ist man hungrig, gern etwas unkonzentriert und sollte besser nichts mit Kollegen, Kunden und Vorgesetzten zu tun haben - falls man am Job hängt.

Ideal ist es, wenn man alle Nahrungsmittel, die nicht zum Entsaften taugen, aus dem Haus schafft,
sich dafür aber mit zB schönem Badeöl, Mundspray (der Saftmagen duftet gern etwas), warmen Socken, einem Lippenfettstift und Cremes eindeckt, denn während des Fastens fröstelt es einem gern etwas und ich weiß nicht, wie es bei Euch aussieht, aber meine Haut schreit dauernd "Eincremen!"

Ob da mein Magen hintersteckt und auf perfide Art für Fettzufuhr sorgt, weiß ich nicht ;-)

Wer nebenbei seine Familie bekochen muss:
viel Glück!
Es ist mir einmal gelungen - vermutlich war mein Wille zum Fasten da einfach stark genug - aber einfacher ist es, seit mein Nachwuchs nicht mehr im Kinderzimmer wohnt und ich mich hier einigeln kann.

Allerdings habe ich nun auch einen neuen Job und darf gespannt sein, wie sich das mit dem Saftfasten verträgt.

Wünscht mir Glück!




Freitag, 27. Januar 2017

Wintersaft

Da immer alle Rezepte haben wollen, schreibe ich brav einmal wieder meine Zutaten auf.

Man liest oft und gern, dass beim Saftfasten die grünen Zutaten überwiegen sollen, man möglichst nur grünen Saft trinken soll.
Von den gleichen Leuten liest man dann wenig später, dass sie nieeeee wieder saftfasten wollen und eine Saftkur nicht durchzuhalten sei.

Ich entsafte weiterhin immer genau das, worauf ich Lust habe und was ich noch im Haus habe.
Jetzt im Winter ist das viel Wurzelgemüse.
Karotten, Pastinaken, Peterslienwurzeln ...

aber auch anderes Wintergemüse.
Mein Magen und ich sind dabei keine großen Fans von rohem Kohl
Sellerie vertrage ich gut, aber er ist von der Farbe her eher hell und lässt sich farblich schnell wieder von den anderen Zutaten dominieren.
Mit anderen Worten, wenn meine Säfte derzeit nicht rot oder orange sind, sind sie gerne schlammgrau.
Grün eher nicht.
Das könnte auch daran liegen, dass ich derzeit einen ausgesprochenen Appetit auf rote Bete habe, die ich im Sommer so gar nicht mochte. Ich bilde mir ein, dass mein Körper weiß, was er will.



Außer er fordert Schokolade.
Wenn er nach Schokolade schreit, bin ich skeptisch ... und vermute, dass gerade mal wieder mein innerer Schweinehund versucht das Ruder zu übernehmen.

Obwohl ich nun schon seit bald 4 Wochen tüchtig Saft trinke, bin ich übrigens noch immer (bzw. nach dem Weihnachtsessen ... wieder) bei meinem "unter 90 kg Erfolg".
Ich müsste längst viel leichter sein, aber ich kompensiere mal wieder tüchtig mit Mandeln.

Gut, aber hier mein Saft von heute.
Er schmeckt mild, süßlich - ein wenig nach Banane, obwohl keinerlei Banane enthalten ist.



Stattdessen habe ich folgendes entsaftet:

1 kleiner Hokkaido
vor dem Entsaften schaden, vierteln und den Strunk abschneiden
Karotten in 3 verschiedenen Farben
1 Pastinake
2 Hand voll Trauben mit Kernen
1 Grapefruit
1 Süßkartoffel
2 Äpfel



Da Traubenkernöl gesund ist, sollte man zum Entsaften immer möglichst Trauben mit Kern nehmen - und die Trauben gründlich waschen.
Statt der Grapefruit, kann man auch gut eine Zitrone nehmen - etwas Saures muss mit ran, sonst schmeckt so ein Saft schnell langweilig.


Sonntag, 22. Januar 2017

Philips HR1921/20 Entsafter im Test

Wer einen Saft-Blog schreibt, bekommt ununterbrochen Entsafter-Werbung gezeigt.
Und obwohl ich mit meinem Entsafter zufrieden bin, weckt Werbung doch gewisse Sehnsüchte.
Der "Neue" ist noch vieeeel einfacher zu reinigen und macht klaren Saft!

Mein 1. Entsafter war damals der Philips HR1869/01
Es ist wohl wie mit dem 1. Auto - man idealisiert es rückblickend ein wenig.
Nervige Macken sind irgendwann charmant und man trauert ihm, dem Ersten immer ein wenig nach.

Als mir nun also immer und immer wieder die Philips Werbung unter die Nase gehalten wurde, verlockte mich der Umstand mit den Testwochen dann doch zum Kauf.
Man könne gewisse Philips-Produkte testen und bei Nichtgefallen zurückgeben.
Wer jetzt nicht alles lesen möchte: genau das habe ich im Endeffekt auch getan.


Ich bestellte den Philips HR1921/20 Entsafter und musste ein wenig lachen, als meine Postbotin sich mit dem Riesenpaket abmühte.
War der HR1869/01 Entsafter auch im Umzugskarton geliefert worden, oder war der weniger riesenhaft verpackt gewesen?

Da ich derzeit viel um die Ohren habe, dauerte es einige Tage, bis ich dann endlich dazu kam, den Neuen auszupacken.
Mir war mittlerweile ziemlich klar, dass ich ihn behalten würde.
Warum nicht auch mal ein wenig leichtsinnig sein?
Das Ding war ja immerhin schon bezahlt und so viel, wie ich entsafte, da kann man sich doch auch mal ein schnittiges, neues Gerät gönnen.

Ich packte den Neuen aus und setzte ihn zusammen.
Das war für mich ziemlich selbsterklärend - aber ...
... mir gefiel nicht, was ich da auspackte.

Das Material fühlte sich nicht besonders robust an, sonder eher spröde.
Ich bekam umgehend Angst, dass mir der Trester-Behälter herunterfallen könnte, denn ich war sicher, dass er umgehend reißen würde.

Und dann waren da ein paar Neuerungen, die ich echt doof fand.
Die Tülle, aus der der Saft in die Kanne läuft, ist nicht mehr gerade, sondern hat einen Knick - das soll ein Tropfschutz sein.
Wer braucht einen Tropfschutz?
Wenn ich die Kanne wegnehme, stelle ich ein Glas hin.
Da kann dann gerne noch Saft reintropfen.
Stattdessen habe ich jetzt ein fummeliges, geknicktes Dings, was im krassen Gegensatz zu dem "leichter zu reinigen"-Versprechen steht.
Auch hat die Kanne nun einen Deckel, der die halbe Kanne offen lässt.
Der neuartige Deckel soll beim Gießen wohl den Schaum zurück halten.
Das funktioniert, wenn überhaupt, eh nur beim jeweils ersten Glas aus der Kanne.
Danach ist der Schaum dann so weit unten in der Kanne, dass dieser Deckel keine Funktion mehr hat.
Und wer diese Funktion wünscht, kann beim Gießen einfach einen Esslöffel nehmen und den Schaum damit etwas zurück halten.
Dieser halb offene Deckel führt jetzt nämlich dazu, dass beim Entsaften der Schaum schon sehr schnell aus der Kanne heraus sprüht, wenn die Kanne noch längst nicht voll ist - so dass man zwischendurch Saft umfüllen muss, wenn man ohne große Wischerei der Arbeitsplatte, eine ganze Kanne Saft machen möchte.
Praktisch ist anders ...

Beim Zusammenbau fiel mir noch eine nekische kleine "steck mich ineinander" Spielerei an der Seite des Tresterbehälters auf.
Keine Ahnung, welchen Sinn sie haben soll - außer sich schwer reinigen zu lassen ...

Der Sinn der Vorspülfunktion hat sich mir dann gar nicht erschlossen.
Man soll in den noch zusammengebauten Entsafter Wasser geben?
Warum?
Was soll das denn erleichtern?
Sauber ist der Entsafter danach noch nicht - man muss ihn dennoch auseinander bauen und jedes einzelne Teil abspülen.
Ich fand das sehr unsinnig.

Aber:
da war ja noch immer die grandiose neue Funktion, dass man zwischen klarem Saft und "Fiber Boost" wählen kann.
Beherzt wählte ich also "klarer Saft" und bekam ... ganz ehrlich:
genau den schaumigen Saft, den man vorher auch bekam.
Neu ist also höchstens der "Fiber Boost".
Nun ja ... Geschmackssache - Fiber Boost kam mir vor, als hätte jemand Wasser in den Trester Behälter gekippt und das Ganze als Smoothie serviert.

Ich habe den "klaren Saft" dann wie gewohnt in meine Fettkanne gegeben:


Der Schaum setzte sich dann wieder nach oben ab, wie man auf dem Foto schön sehen kann.

Ja, und danach habe ich den Entsafter wieder ganz ganz sauber gewaschen und getupft.
Aufgepasst, dass bloss nichts hinfällt und dann alles wieder eingepackt.

Vielen Dank für die Möglichkeit mit den Testwochen - ich bin sehr froh, dass ich ihn einfach zurückgeben kann.
Wie dieser Entsafter diese vielen, völlig begeisterten Rezensionen bekommen konnte, ist mir echt ein Rätsel.
Mich hat er wirklich so gar nicht überzeugen oder begeistern können.


Sonntag, 15. Januar 2017

klarer Saft Dank einer Fettkanne

Bisher habe ich meine Säfte immer durch ein in ein Sieb gelegtes Tuch gefiltert, wenn ich einen klaren Saft haben wollte.

Dann habe ich einfach mal ausprobiert, ob der Schaum der sich bei einem selbstgemachten Saft bildet,
auch bei einer Fettkanne oben schwimmt, wenn man den Saft entnimmt.

Tut er!

Das klappt wirklich wunderbar!


Jetzt fülle ich meinen Saft einfach in die Fettkanne um und während ich meinen Entsafter nach dem Entsaften reinige, setzt sich der Schaum wunderbar nach oben ab.
Wenn man sich nun ein Glas Saft nach dem anderen einschenkt, bleibt der Schaum in der Kanne.
An der Gießtülle kann man super sehen, wann sich der klare Saft durch den Schaum eintrübt und es Zeit ist, das Eingießen zu beenden.

Den allerersten Schluck - auch in der Tülle setzt sich der Schaum nach oben ab - kann man entweder abgießen oder als kleinen Schaumrest in Kauf nehmen.

Den Schaum ... je nachdem wie ich gelaunt bin, löffel ich den abends - oder gieße ihn mit heißem Wasser auf und genieße ihn als Gemüsesuppe - oder er kommt in den Kompost.


Die Fettkanne lässt sich viel einfacher ausspülen als die Tücher, die ich bisher zum Filtern genommen habe.

Ich finde mich sehr genial!

Montag, 9. Januar 2017

Die ersten Tage sind hart

Mittlerweile sind die ersten Tage meiner Saftkur geschafft und ich kann die Vorzüge genießen.
Ich brauche viel weniger Schlaf und habe gleichzeitig so viel Energie, wie selten.
Aber Vorsicht:
mit einem *Rumms* verpufft das nachmittags irgendwann und ich kann mich gerade noch an den Computer schleppen und einen Beitrag über das Saftfasten tippen ...

Die ersten Tage einer Saftkur sind dafür so hart, dass die meisten Kuren wohl nach 2-3 Tagen abgebrochen werden.
Viele nehmen sich von vornherein nur ein Fastenwochenende vor und verpassen damit den grandiosen 4. Tag.
(der gelegentlich auch mal auf den 5. oder 6. Tag fällt ...)

In den ersten Tagen hat man Hunger, gern auch mal Kopfschmerzen, Hunger, überhaupt keine Lust auf Gemüsesaft, Hunger, man friert, Hunger, kalte Füße und schlechte Laune.
Ach, erwähnte ich den Hunger?

Mir kommt auch meine Vergesslichkeit in die Quere und so marschiere ich in den ersten Tagen gern in die Küche um mir etwas Leckeres zu essen zu machen, bis mir wieder einfällt, dass ich gerade nicht esse.

Aber nach diesen ersten Tagen, ist das mit dem Hunger ausgestanden.
Nicht, dass man keinen Appetit hätte, aber der bohrt und quengelt nicht so.

Wie ich die ersten Tage überstehe?
Ich koche mir große Mengen heißes Wasser, dass ich entweder über Teebeutel kippe oder nehme um einen Schluck Gemüsesaft zu verlängern.
Manchmal trinke ich auch einfach heißes Wasser - oder heißes Wasser mit einem Stück Ingwer und Zitrone.
Das heiße Wasser besänftigt den Magen und mindert das Fröstelgefühl.
Der eigene Körper hat bemerkt, dass Hunger herrscht, darum fährt er die körpereigene Heizung runter und man kann nur mit warmen Socken, einem Tuch und viel Tee gegensteuern.
Auch Schaumbäder kommen sehr gut.
Nirgends fühlt man sich so geborgen, wie in der Badewanne.
Außerdem ist man dort schön weit vom Kühlschrank entfernt ...

Aber heute war nun schon Tag 9 meiner Saftkur und so habe ich natürlich Routine.
Total ...
Fast hätte ich geweint, als ich bemerkte, dass ich keine Zitronen im Haus hatte, denn mein wunderbarer Sellerie-Birnensaft, schmeckte arg nach eingeschlafenen Füßen.
Das riss auch die witzige "Sparkle up your day" Flasche nicht raus, die ich mir gegönnt hatte.


(gibt es derzeit bei Ernsting Family für 2,99 - und nein, ich musste sie bezahlen und bekomme nichts für meine "Schleichwerbung")
Den Gedanken, einen Tag mit Selleriesaft funkeln zu lassen, fand ich allerdings witzig.
Ich meine "Selleriesaft"!
Meine Tochter findet ihn zum Davonlaufen - ich kann dafür der Lieblingsmischung von Joe Cross, seinem Mean Green so gar nichts abgewinnen.
Darum beharre ich auch immer darauf, dass man kein Geld für Saftrezepte ausgeben braucht, sondern immer das entsaften sollte, worauf man Lust hat.
Eine Zitrone hätte ich heute sehr gern entsaftet ... dann hätte mich mein Selleriesaft nicht so an den Becher mit slime aus meiner Kindheit erinnert ...

(also, diese Mischung: 1 Salatgurke, 1 Stangensellerie, 1 Apfel, 1 Blatt Mangold, 2 Birnen + 1/2 Zitrone ist lecker)

Aber genug gejammert:
trinken konnte man ihn.
Er war nur sehr langweilig.
Aber auf dem Rückweg der Hunderunde war ich einkaufen und habe nun wieder Zitronen.

Übrigens macht das Saftfasten gern etwas vergesslich.
Ist so.

Als ich heute mit den Hunden in den Wald kam, musste ich zB feststellen, dass ich weder eine Leine, noch Halsbänder dabei hatte.
Ein Glück, war das Wetter eher mies,
sind meine Hunde eher brav,
und die Neujahrsvorsätze der Januar-Jogger schon wieder vergessen.
So brachten wir den Waldspaziergang hinter uns, ohne dass uns irgendjemand begegnete.





Freitag, 6. Januar 2017

Saftkur erleichtern - das "Tässchen"

So eine Saftkur - insbesondere die ersten Tage - lässt sich viel besser ertragen,
wenn man viel Warmes/Heißes zu sich nimmt.

Oh, was hatte ich doch leise geflucht, als meine Schwester mir letztes Jahr eine "doofe Tasse" schenkte, in die man ca. 1 Liter Wasser füllen kann.
Was soll man denn mit einem Einliter-Pott - insbesondere, wenn man bekannter Weise unermüdlich entrümpelt?
Kurz darauf war genau diese Tasse mein Lieblingsstück.

Mir fallen nämlich die Saftkur-Abende etwas schwerer.
Freund Heißhunger sitzt dann gern auf meiner Schulter und flüstert mir halbe Kochbücher ins Ohr.
Ich entdeckte, dass mir meine "heiße Tomate" in großen Mengen dann allerbeste Dienste leistet.
Sie hat etwas von "Pizza im Glas".
(ich habe hier noch ein richtiges Rezept für meine "Pizza im Glas")
Dazu gebe ich etwas passierte Tomate und einen Hauch Sambal Oelek in eine Tasse und gieße mit kochendem Wasser auf.
Natürlich kann man auch Tomaten entsaften und mit heißem Wasser aufgießen, aber abends werde ich gern zu träge für alles und greife darum zu fertig passierten Tomaten.
Die gibt es in Flaschen (die man sehr schön nutzen kann um darin Liköre zu verschenken).
Gekaufter Tomatensaft ist meist gesalzen und Salz meide ich tunlichst, da mich Salz umgehend hungrig macht - absolut heißhungrig.

Zu Beginn dieser Saftkur musste ich feststellen, dass mein Riesentässchen mittlerweile undicht war.
Ok, wenn man eine so große Tasse so oft benutzt, passiert das wohl mal.
3 Tage lang, machte ich mir meine "Pizza" in kleineren Tassen, aber es war einfach nicht das Gleiche.
Also suchte ich hier in allen Läden nach einem 1 Liter Becher.
Nichts zu finden.
Sind die aus der Mode?
Also auf zu Amazon - und da fand ich dann dieses dezente Fässchen.



Doppelwandig - das hält also auch noch länger heiß.
Es lässt sich nicht recht feststellen, wer der Hersteller ist, denn es steht nur drauf, wer importiert hat.
Wer hätte gedacht, dass ich mal bei einem Military-Shop einkaufe - ich bin da eher nicht so die Zielgruppe ... aber meine neue Tasse:
ich liebe sie!





Donnerstag, 5. Januar 2017

Warum ich so gern saftfaste

Derzeit läuft viel Werbung von all jenen, die gut an unseren Pfunden verdienen.
Und jedesmal freue ich mich dann, dass ich das Saftfasten für mich entdeckt habe, denn außer einem Entsafter brauche ich dafür eigentlich herzlich wenig.

Obst- und Gemüse in größeren Mengen,
aber das ist so teuer nicht.
Und noch dazu macht es Spaß Obst- und Gemüse zu kaufen.

Auf jeden Fall hat es ein besseres Ansehen, auf dem Markt am Gemüsestand einzukaufen,
als zu einer Weight-Watcher-Gruppe zu gehen,
bei einer Apotheke mysteriöse Mittelchen zu kaufen
oder in Drogerien die Pulvertönnchen in den Wagen zu stapeln.

Zumindest ich fühle mich erfahrungsgemäß mit dem Gemüsekauf besser!

Heute war ich, wie jeden Donnerstag wieder auf unserem Wochenmarkt



Ich reiche immer meinen Korb rein und dann bekomme ich alles ohne Plastik und sonstigen Müll.
Und günstig.
Der Inhalt des Korbes kostete mich heute gerade mal 30,- Euro.
Wenn ich 2 Sachen geordert habe, frage ich immer, ob zufällig etwas günstig zu haben sei, weil es weg müsse?!
Ich würde es ohnehin entsaften, es müsse also keinen Schönheitspreis gewinnen!
Prompt bekam ich heute eine große Menge Birnen zu kleinen Preis, die sehr wohl noch den einen oder anderen Preis gewinnen könnten.
Zu diesem Zwecke ist es übrigens recht nützlich, zum Marktende erst einkaufen zu gehen - was mir sehr entgegen kommt, da ich morgens nicht zu den frühen Vögeln gehöre.

Mögen die frühen Vögel Würmer fangen - späte Nachteulen wie ich, bekommen dafür Obst- und Gemüse günstiger ;-)

Bisher läuft meine Saftkur wieder sehr gut.
Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt.


Mittwoch, 4. Januar 2017

Saftfasten-Vorsätze für 2017

Für dieses Jahr habe ich mir sozusagen gute Vorsätze gekauft:



Ein Kleid, das ich schon lange liebe, fand ich im Sale - und ein paar Kleidergrößen kleiner.
Jetzt weiß ich auch, dass ich im Januar 2016 ca 10. kg schwerer war als 2017, denn ich fand dieses Foto vom Januar 2016


Meine Jojo-Spiele möchte ich Euch ersparen ... ich blicke selbst eher nicht durch, wann ich was gewogen habe.
Zusammenfassend kann ich nur sagen:
seit ich das Saftfasten für mich entdeckt habe, werde ich schlanker.

Mein 48er Kleid trage ich gerade.
Wenn ich dazu komme, fahre ich in 10 Tagen wieder an den Strand und mache ein "the year after", obwohl meine Fotografin da leider keine Zeit hat und es ohne sie nicht sooooo viel Spaß am Strand macht.
(Im Januar ist das größte Vergnügen am Strand eh meist, sich ordentlich durchpusten zu lassen und danach mit viel Kakao wieder aufzuwärmen ...)

Ansonsten läuft die Saftkur bis jetzt problemlos.
Irgendwann nachmittags werde ich müde und träge, aber das kann auch einfach am Winter liegen.
Ich gieße mir dann gern passierte Tomaten mit kochend Wasser auf - das macht glücklich, satt und warm.

Saftfastet hier noch irgendwer?




Dienstag, 3. Januar 2017

Saftfasten 2017 Saftkur

Ja, seit ein paar Tagen bin ich schon wieder dabei.

Am 29.12. wollte ich morgens in eine frisch gewaschene Hose schlüpfen.
Sie hatte zuvor wohl eine Weile im Wäschekorb gelegen UND muss beim Waschen zusätzlich noch ein wenig eingelaufen sein, denn obwohl sie mir im November noch prima passte, wurde es nach den Füßen arg eng ...

Ich nahm flugs eine bekannt bequeme Hose, zog aber spontan den Beginn der nächsten Saftrunde vor.
Eigentlich wollte ich - wie jeder vernünftige Mensch - mit der Umsetzung guter Vorsätze am 01.01. beginnen ...
So aber, packte ich meinen Gästen vor ihrer Abreise noch schnell alles aus dem Kühlschrank ein, was sich nicht zu Gemüsesaft verarbeiten ließ.

In den vergangenen Jahren habe ich insgesamt 20 kg mit dem Saftfasten abgenommen.
Eigentlich dürften es eher 100 kg sein ... aber Kilos, die man zwischendurch wieder zunimmt, gelten ja nicht.
(und natürlich ist die 100 schwer übertrieben)

Mittlerweile habe ich also einige Routine beim Saftfasten.
Darum weiß ich, wer immer das hier liest, hat eigentlich nur 2 Fragen:

Wieviel Saft darf ich trinken?
Ich trinke so viel Saft, wie ich möchte.
Logisch: wer weniger Saft und mehr Wasser/Tee trinkt, nimmt täglich mehr ab.
Auch logisch: wer sich das Saftfasten unnötig schwer macht, gibt schneller auf.

Trinkst du ausschließlich Gemüsesaft?
Nein, ich trinke auch viel Tee (Früchte, Kräuter, Modetees), Wasser und Kaffee (dazu später)
Und in meinem Gemüsesaft ist immer auch ein Obstanteil, da der Saft dann einfach besser schmeckt.

Auch hier gilt:
Je mehr Obst man in den Gemüsesaft gibt, desto höher ist der Anteil von Fruchtzucker und desto weniger nimmt man täglich ab.
Andererseits macht Obst die Säfte lecker und ich persönlich kann dann sehr lange saftfasten.
Hin und wieder püriere ich mir sogar Avocados oder Mangos in den Saft.
Das ist dann ein Smoothie, durchaus gehaltvoll, aber sooo lecker!

Ist es erlaubt ...?
Es gibt keine festen Regeln, was eine Saftkur angeht.
In vielen Blogs, Zeitschriften und Büchern findet man zwar "Regeln", aber das sind eher Orientierungshilfen.
Mich hat der Film von Joe Cross ans Saftfasten gebracht.
Fat, sick and nearly dead

Den Film sah ich im englischen Original mit spanischen Untertiteln.
Joe Cross lebt in Australien und die Australier sprechen Englisch, wie die Bayern deutsch sprechen:
ich verstehe beides nicht all zu gut.

Aber ich sah einen dicken Mann, der mit seinem Auto quer durch die USA fuhr, dauernd Saft trank und mit Amerikanern über ihre Ernährung sprach.
Ganz klar sah ich, dass er spontan das Obst und Gemüse kaufte, das gerade im Angebot war und auf das er Lust hatte.
Und genau so mache ich das auch.

Daheim mache ich mir täglich einen Saft selbst - unterwegs kaufe ich gern Säfte oder Smoothies.
Allerdings habe ich immer auch einen Vorrat gekaufter Säfte daheim, falls ich nicht dazu komme, mir einen Saft zu machen.
Wer Gemüsesaft kauft, sollte auf die Zutatenliste schauen und keinesfalls einen Saft nehmen, in dem Salz enthalten ist.
Wenn ich beim Saftfasten Salz zu mir nehme, bekomme ich nämlich Hunger - darum verbieten sich (mir) auch Gemüsebrühen und ähnliches.

Es gibt in den Kühlregalen sehr leckere, fertige Smoothies von true fruits und Co.
So etwas trinke ich gelegentlich auch mal - wie gesagt, sie sind sehr lecker - aber nach so einer schönen, großen Flasche mit einem köstlich pinken Saft, wiegt man am nächsten Tag dann gern mal ein Pfund mehr.
Darum sollte man das eher nicht täglich machen, wenn man Gewicht verlieren möchte.

Kaffee?!
Ja, ich trinke Kaffee.
Ich weiß, "der tut nichts für mich", wie Guido Maria sagen würde - und die Jünger des Detox wenden sich auch gerade von diesem Blog ab. Aber ich gebe zu:
ich glaube nicht an Detox
(ich glaube eher an Kaffee ...)

Mein Körper ist dick, dellig, faltig, etwas schwabbelig, hat Haare an Stellen, wo keine Haare sein sollten und und und ... aber ganz sicher habe ich keine Gifte oder Schlacken abgelagert, die ich nun mit Bio-Säften ausschwemmen könnte.
Nein, nein, ich habe da nur sehr überflüssige Pfunde, die ich durch das Saftfasten abbauen kann.
Und das Fasten selbst halte ich länger durch, wenn es mir einigermaßen behagt.
Wenn ich keinen Kaffee bekomme, behagt mir rein gar nichts mehr.

Aber:
während einer Saftkur reagiert man gern anders als sonst.
Normalerweise kann ich nach dem Abendbrot einen Kaffee trinken und danach gut schlafen.

Während einer Saftkur kann es mir passieren, dass ich plötzlich im Tempo eines Kolibris mit den Ärmchen flattern möchte und ich völlig hektisch werde, wenn ich Kaffee trinke.
Darum greife ich in der Zeit meist zu entkoffeiniertem Kaffee.

In den nächsten Tagen werde ich auch wieder meine Rezepte aufschreiben.
Obwohl:
Rezepte braucht Ihr nicht.
Es gibt keine geheimen "Schlankrezepte".
Es gibt aber sehr wohl so etwas wie den eigenen Geschmack.
So erkenne ich Joe Cross absolut als Gott des Saftfastens an, aber seine Saftrezepte locken mich allesamt nicht.
Der Mann trinkt gerne Grünkohlsaft!
Igitt igitt!
Dafür mag ich gern Säfte auf Sellerie-Basis.

Viele Anregungen in Sachen Saft, findet Ihr auch bei Instagram
ZB bei Saftfasten mit Carola
Um dort zu stöbern, muss man nicht bei Instagram angemeldet sein.