Montag, 9. Januar 2017

Die ersten Tage sind hart

Mittlerweile sind die ersten Tage meiner Saftkur geschafft und ich kann die Vorzüge genießen.
Ich brauche viel weniger Schlaf und habe gleichzeitig so viel Energie, wie selten.
Aber Vorsicht:
mit einem *Rumms* verpufft das nachmittags irgendwann und ich kann mich gerade noch an den Computer schleppen und einen Beitrag über das Saftfasten tippen ...

Die ersten Tage einer Saftkur sind dafür so hart, dass die meisten Kuren wohl nach 2-3 Tagen abgebrochen werden.
Viele nehmen sich von vornherein nur ein Fastenwochenende vor und verpassen damit den grandiosen 4. Tag.
(der gelegentlich auch mal auf den 5. oder 6. Tag fällt ...)

In den ersten Tagen hat man Hunger, gern auch mal Kopfschmerzen, Hunger, überhaupt keine Lust auf Gemüsesaft, Hunger, man friert, Hunger, kalte Füße und schlechte Laune.
Ach, erwähnte ich den Hunger?

Mir kommt auch meine Vergesslichkeit in die Quere und so marschiere ich in den ersten Tagen gern in die Küche um mir etwas Leckeres zu essen zu machen, bis mir wieder einfällt, dass ich gerade nicht esse.

Aber nach diesen ersten Tagen, ist das mit dem Hunger ausgestanden.
Nicht, dass man keinen Appetit hätte, aber der bohrt und quengelt nicht so.

Wie ich die ersten Tage überstehe?
Ich koche mir große Mengen heißes Wasser, dass ich entweder über Teebeutel kippe oder nehme um einen Schluck Gemüsesaft zu verlängern.
Manchmal trinke ich auch einfach heißes Wasser - oder heißes Wasser mit einem Stück Ingwer und Zitrone.
Das heiße Wasser besänftigt den Magen und mindert das Fröstelgefühl.
Der eigene Körper hat bemerkt, dass Hunger herrscht, darum fährt er die körpereigene Heizung runter und man kann nur mit warmen Socken, einem Tuch und viel Tee gegensteuern.
Auch Schaumbäder kommen sehr gut.
Nirgends fühlt man sich so geborgen, wie in der Badewanne.
Außerdem ist man dort schön weit vom Kühlschrank entfernt ...

Aber heute war nun schon Tag 9 meiner Saftkur und so habe ich natürlich Routine.
Total ...
Fast hätte ich geweint, als ich bemerkte, dass ich keine Zitronen im Haus hatte, denn mein wunderbarer Sellerie-Birnensaft, schmeckte arg nach eingeschlafenen Füßen.
Das riss auch die witzige "Sparkle up your day" Flasche nicht raus, die ich mir gegönnt hatte.


(gibt es derzeit bei Ernsting Family für 2,99 - und nein, ich musste sie bezahlen und bekomme nichts für meine "Schleichwerbung")
Den Gedanken, einen Tag mit Selleriesaft funkeln zu lassen, fand ich allerdings witzig.
Ich meine "Selleriesaft"!
Meine Tochter findet ihn zum Davonlaufen - ich kann dafür der Lieblingsmischung von Joe Cross, seinem Mean Green so gar nichts abgewinnen.
Darum beharre ich auch immer darauf, dass man kein Geld für Saftrezepte ausgeben braucht, sondern immer das entsaften sollte, worauf man Lust hat.
Eine Zitrone hätte ich heute sehr gern entsaftet ... dann hätte mich mein Selleriesaft nicht so an den Becher mit slime aus meiner Kindheit erinnert ...

(also, diese Mischung: 1 Salatgurke, 1 Stangensellerie, 1 Apfel, 1 Blatt Mangold, 2 Birnen + 1/2 Zitrone ist lecker)

Aber genug gejammert:
trinken konnte man ihn.
Er war nur sehr langweilig.
Aber auf dem Rückweg der Hunderunde war ich einkaufen und habe nun wieder Zitronen.

Übrigens macht das Saftfasten gern etwas vergesslich.
Ist so.

Als ich heute mit den Hunden in den Wald kam, musste ich zB feststellen, dass ich weder eine Leine, noch Halsbänder dabei hatte.
Ein Glück, war das Wetter eher mies,
sind meine Hunde eher brav,
und die Neujahrsvorsätze der Januar-Jogger schon wieder vergessen.
So brachten wir den Waldspaziergang hinter uns, ohne dass uns irgendjemand begegnete.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über Eure Kommentare.
Da hier ein einzelner "Vitaly" Entsafter-Händler dauernd Spam reinsetzt, dauert es künftig einen Moment, bis Eure Kommentare erscheinen.