Sonntag, 28. Mai 2017

Saftfasten Tag 18

Das Saftfasten selbst klappt weiterhin wunderbar.
Nur das "selbst Saft Machen" und/oder dann auch noch "darüber Schreiben" klappt wohl eher selten.

Außerdem erlebe ich eine Art Phänomen, das mich nicht recht begeistert.
Seit dem 20.05.17 grüßt mich täglich - nein, kein Murmeltier - dafür aber die 91 auf der Waage.
Am 20.05. war ich bei 91,7 bei 46,1% Fett.
Am 23.05. begann ich dann intensiver damit, mich zu bewegen, um nicht irgendwann nur noch aus Fett zu bestehen ... aber ich gebe zu, ich rechnete nebenbei auch mit einem gleichzeitig (drastischer) abschmelzdenden Gewicht.
Pustekuchen:
Seit Mittwoch konstant 91,2
Pöh ... Lediglich mein Fettgehalt sank von Sahnetorte auf Cremetörtchen ...
45,8 auf 44,1
Glaubt mir, es ist doch irgendwo unbefriedigend, ausschließlich Saft (und Kaffee ...) zu trinken und sein Gewicht (auf derart hohem Niveau) zu halten.

Dabei fällt mir das Fasten aber immer leichter.
Freitag habe ich spontan mein Töchterlein besucht und ihr eine Pizza spendiert, die ich durchaus mit Interesse beguckt habe, aber es reizte mich nicht im Geringsten, sie ihr zu entreißen - und ich liebe Pizza.
Gestern hat jemand in meiner Gegenwart eine Dose Fisch geöffnet und da ist mir sogar leise schlecht geworden, da es nun einmal fischig roch.

Apropos "riechen" - sobald ich unter Menschen komme, zücke ich jetzt umgehend mein Mundspray, denn:
leerer Magen "duftet"

Das war doch heute mal ein richtig langweiliger Beitrag mit vielen Zahlen ... aber ich wollte doch mal ein Lebenszeichen geben.


Dienstag, 23. Mai 2017

Saftfasten Tag 11

Die Sache mit dem Körperfett ...
bzw. grüner Tee, scharfe Gewürze und Bewegung

Meine tolle App hatte mir etwas Seltsames mitgeteilt:
mein Körperfettanteil stieg, während ich gemütlich strickend das Wochenende vertrödelt hatte.
Mein Gewicht war zwar minimal gesunken, der Körperfettpegel dafür aber gestiegen.
Nach schlauen Tabellen, habe ich den idealen Fettanteil für eine Sahnetorte.
Ein guter Körperfettanteil für Frauen meines Alters liegt bei 27,3 - 29,7%
Meiner lag gestern bei 47%
Zu Beginn des Saftfastens war er mit 44,9% eigentlich doch schon (zu) hoch genug.
Also habe ich gestern das Thema "Bewegung" in meinen Tag integriert.
Tschö Bett, Strickzeug und Topmodels ...
Ich war vormittags 100 Minuten auf dem Laufband (wobei ich dort bei 5kmh gehe) und nachmittags habe ich den Hunden ihre Lieblingsrunde an einigen Waldseen vorbei gegönnt.
Meine Hunde schwimmen für ihr Leben gern.
Dabei habe ich dann auch prompt gesündigt und versehentlich eine Mücke verschluckt.
Glaubt mir, ich habe versucht, dies zu verhindern.
Nach der Hunderunde war ich so platt, dass der Saft wieder aus dem TetraPak kam.

Heute Morgen habe ich die Waage dann etwas ungläubig angestarrt.
Zum einen, weil meine dusslige demente Katze sie wieder für ein Katzenklo gehalten hatte.
Ja, so ist das, wenn die Kinderlein groß werden, ausziehen und Mutti mit einem Haustier-Altersheim zurücklassen.
Wenn ich die Badezimmertür nicht schließe, hält die dumme Katze die Waage für ein Katzenklo.
(oder sie ist eine wiedergeborene Feministin ... - immerhin hat sie mir auch mal in einen BH gepinkelt (nicht, während ich ihn trug - er lag auf dem Wäschekorb))

Aber auch später, blitzblank sauber, blieb mein Starren ungläubig, denn ich habe gestern gerade mal 300 Gramm eingebüßt.
Immerhin ist der Körperfettanteil auf 46,5% gesunken.
Hey, nur noch 10,3 Prozentpunkte und er ist mit 36,2% offiziell zu hoch für Frauen eines Alters, das ich in weniger als 2 Monaten erreiche.

Dabei geht es mir übrigens nicht so sehr um die Optik, sondern um Gesundheitsrisiken wie Schlaganfall und ähnliches.
Insgesamt möchte ich gern, dass mich meine Knie wieder besser tragen können und mein Blutdruck wieder Blutspenden zulässt.

Ein wenig Recherche ergaben, dass Ingwer, Grüntee, Chili und Cayennepfeffer beim Fettschmelzen helfen.
Dazu noch Bewegung - ok, hier steht, dass man spurten soll, aber ich bin mehr für lange und langsam zu haben.

Tag 11 in Zahlen
22.059 Schritte insgesamt (14,58 km)
7,61 kn Hunderunde
7,3 kg sind nun (wieder) weg
18,4 kg leichter, seit Juli '16
Körperfett 46,5%
Gewicht 91,6 kg (seufz)





Montag, 22. Mai 2017

Saftfasten Tag 10

Dem Versumpfen ein Ende ...

Samstag wachte ich auf und wollte endlich wieder selbst Saft machen, Sport treiben, Sozialkontakte pflegen, putzen.
Ich kam nur bis zum Briefkasten, fischte dort einen unschönen Behördenbrief raus und begann ganz bitterlich zu weinen.
Behördenbriefe betreffen übrigens meinen Job und nicht mich persönlich und zu diesem Brief habe ich eine ganz einfache Routine.
Weshalb ich derart übermäßig emotional wurde, weiß ich nicht, aber ich tat das einzig Richtige:
ich nahm mein Strickzeug, mein IPad und verkrümelte mich 2 Tage lang in mein Bett.

Natürlich genoss ich das gute Wetter dennoch und ließ das Schlafzimmerfenster weit offen.

Während ich so vor mich hin strickte, sah ich mir die komplette erste Staffel von Germanys next Topmodel an, was genau so hohl war, wie es klingt.
Ich fürchte, ich habe genau das gebraucht.
Immerhin hatte ich vorher hinreichend Saft im TetraPak gekauft (und Katzenfutter)
Nicht für mich - für die Katzen.
Die Hunde tummelten sich im Garten und mein Nervenkostüm restaurierte sich, während ich einen wunderschönen Loop und eine warme Mütze für meine Tochter strickte.
(genau das, was man für einen Sommer in Hamburg braucht ...)

Eine Panne passierte:
ich hatte beim letzten Einkauf einen neuen Tee entdeckt.
Schweineteuer, nett verpackt - mitgenommen.
Als ich ihn gestern auspackte, entpuppte sich der Tee als eine Packung Schokotrüffel in Kakao gewälzt.
Doch ja, ohne Brille kann so etwas bei dicken Damen Ü40 passieren.
Und natürlich habe ich die Schokolade ... inhaliert.
Warum stellen die Schokotrüffel in dem Gang mit Tee auf?
Egal.

Die Waage meinte dennoch, ich hätte seit Freitag noch mal 300 Gramm abgenommen.
Trotz meiner Regungslosigkeit und der Trüffel.

Jetzt sitze ich hier übrigens schon im Sportzeug und mein T-Shirt tut, was es eigentlich auch tun soll:
es umspielt meinen Körpber, statt sich panisch festzuklammern.
Den Haushalt habe ich bereits aus dem Schmutz gezogen und nachher gedenke ich aus dem Kompost in meinem Kühlschrank einen frischen Saft zu pressen.
Aber erst gehe ich aufs Laufband ...
... ich habe da was gut zu machen ...

Tag 10 in Zahlen
5.058 Schritte insgesamt (3,34 km)
7 kg sind nun (wieder) weg
18,1 kg leichter, seit Juli '16




Freitag, 19. Mai 2017

Saftfasten Tag 7

Gestern spielte das Saftfasten so gar keine Rolle und lief völlig selbstverständlich nebenbei.
Lustig.
Klar, Saft aus dem TetraPak, weil ich morgens früh das Haus verlief und erst pünktlich zur Schlafenszeit nach hause kam.
Und heute wird es kaum anders laufen ...

Darum auch nur kurz:

Tag 7 in Zahlen
12.080 Schritte insgesamt (7,98 km)
6,7 kg sind nun (wieder) weg
17,8 kg leichter, seit Juli '16


Am Wochenende werde ich mich dann endlich wieder in aller Ruhe meinem Unkraut und dem Entsafter widmen :)


Donnerstag, 18. Mai 2017

Saftfasten Tag 6

Wie war Tag 6?
Sagen wir mal:
Tag 7 und Tag 8 werden hektisch und so muss ich mich hiermit schon beeilen ...
Gestern war mein Bürotag, an dem ich nicht raus unter Menschen musste und prompt hatte ich ihn so voll gepackt, dass ich allein für den Vormittag 12 Stunden gebraucht hätte.
Putzen wollte ich, die Ablage machen, etwas im Garten werkeln, eine besonders lange Hunderunde, Sirup einkochen ...
Im Endeffekt schaffte ich tatsächlich etwas Hausputz und versank dann im Ablagekörbchen, damit ich alle Formulare und Anträge für heute und morgen parat habe.
Danach entdeckte ich mit einem entsetzten Quieken, dass schon 19 Uhr war und verschwand mit den Hunden auf den Feldern.
Aber nicht weit.
Ach, und der Saft ... kam wieder aus dem TetraPak.
Ich war hochmotiviert in die Küche gegangen um den Entsafter anzuwerfen, aber ... elende Konzentrationsaussetzer, nahm ich stattdessen versehentlich die Kaffeemaschine.

Nach der Hunderunde drehte ich noch eine Runde durch die Ablage und plumpste dann ins Bett.
Ja, so war das.

Was ich toll finde:
bis auf den Kaffee und dass ich zu viel fertigen Saft trinke, bin ich diesmal wirklich beim Saft.
Keine Mandeln, keine Avocados, kein Tofu, sondern echt Saft.
Beim letzten Mal habe ich kaum richtig ins Saftfasten gefunden - diesmal bin ich wohl drin, habe aber nicht so viel Zeit ernsthaft darüber nachzudenken. Ich merke nur, dass ich Verlockungen sehr gut widerstehen kann, weil mir die Tatsache, dass ich gerade faste einen ziemlichen Schub in Sachen Selbstvertrauen gibt, den ich dann auch beruflich wieder sehr gut brauchen kann.
Ein wenig so:
hey, ich kann X Tage nur Saft trinken - dann schaffe ich auch das ...
Denn man mag noch so wehrhaft sein, insgeheim übernimmt man das schräge Weltbild, dass man als dicker Mensch ja schon irgendwie ein disziplinloser Versager ist.
So eine Saftkur kann einem da ganz nett das Gegenteil zeigen.

Tag 6 in Zahlen
2,64 km Hunderunde
9.011 Schritte insgesamt (5,96 km)
6,1 kg sind nun (wieder) weg
17,2 kg leichter, seit Juli '16



Mittwoch, 17. Mai 2017

Saftfasten Tag 5

Meeting in der Würstchenbude.
Gestern brauchte ich ein wenig "Netzwerken" und meine Wunschpartnerin schlug ein Treffen in einer Würstchenbude vor, in der sie zwischen 2 Terminen zu essen gedachte.
Es war Nachmittag, ich hatte meinen Arbeitstag nun hinter mir und stand grübelnd vor einem Zelt mit einem Imbisswagen.
Wtf?
Es regnete und an den Tischen dieser Bude bekam man den einen oder anderen Regentropfen ab während man in einer Dunstmischung aus Frittenfett, Bratwurst und knuspriger Hühnerhaut saß.
"Haben!" jaulte mein Magen und irgendwo grübelte es in mir, ob das Frittenfett selbst evtl. in irgendeiner Form als Gemüsesaft durchging. Immerhin rein pflanzlich und aus irgendeinem Gewächs gepresst, oder?
Vordergründig grübelte ich aber eher, ob ich was falsch verstanden hatte:
wer trifft sich in einem verregneten Frittenzelt mit lauter ... ach so ... Rauchern.
Meine Netzwerkerin raucht.
Ich faste.
Aber:
ich wurde mit einer großen Portion fundiertem Wissen belohnt und der Kaffee vom Würstchenmann war erstaunlich lecker.
Außerdem konnte ich mir den restlichen Tag auf die Schultern klopfen, wie ungemein diszipliniert es von mir war, der Frau nicht ihr halbes Hähnchen oder doch zumindest dessen Haut zu entreißen.

Insgesamt bekamen die Hunde und ich gestern aber viel zu wenig Bewegung und der Saft kam aus dem TetraPak

Tag 5 in Zahlen
6.902 Schritte insgesamt (4,56 km)
5,9 kg sind nun (wieder) weg
17 kg leichter, seit Juli '16



Dienstag, 16. Mai 2017

Saftfasten Tag 4

Oh, das Einkaufen war nicht einfach.
Ich bin mir nie sicher, ob da gerade mein inneres Kinder herumplärrt, zu dem man bekanntlich nett sein soll, oder ob es schlicht mein verfressener, innerer Schweinehund ist, der meint, dass die letzten Jahre doch super gelaufen sind und wütend Pizza-Nachschub fordert.
Auf dem Weg vom Supermarkt nach hause, sind jedenfalls die Weintrauben, die ich für einen Saft vorgesehen hatte, "verschwunden".
Ungewaschen ...

Eines ist mir klar:
ich sollte auf jeden Fall vormittags einkaufen und keinesfalls am frühen Abend nach der Arbeit.
Überhaupt ist dieses "nach der Arbeit nach hause"-Kommen ein Wahnsinns "Fressi-Anlass".
Da ist ein ganz starker "immer um mich herum futtern"-Impuls, wenn ich durch die Haustür komme.
Überhaupt lernt man beim Fasten seine ganzen Ess-Reflexe kennen.
Das fühlt sich überzeugend nach Hunger an, ist aber nichts als Gewohnheit.

Heute bin ich wieder nur unterwegs, aber während ich gestern zu den dicken Innocent Smoothies griff, habe ich heute den Edeka Bio Gemüsesaft im Gepäck. Ich erwähne den Saft nicht um Werbung zu machen - Edeka zahlt mir nichts, sondern nur weil ich froh war, ihn gefunden zu haben.
Der Saft kommt nämlich ohne Salz daher und ist damit für eine Saftkur tauglich.
Allerdings ist der Fruchtanteil recht hoch.

Jetzt noch schnell:

Tag 4 in Zahlen
6,18 km Hunderunde
13.561 Schritte insgesamt (8,96 km)
5,3 kg sind nun (wieder) weg
16,4 kg leichter, seit Juli '16


Da kann man schön die Auswirkungen von Smoothies und Weintrauben sehen - nur 200 Gramm an Tag 4 :)


Montag, 15. Mai 2017

Saftfasten Tag 3

Klasse!
Wenn ich über Tag 3 schreibe, heißt das ja, dass die schlimmen ersten 3 Tage bereits hinter mir liegen!
Ich bemerke auch prompt, dass ich wieder konzentriert und zügig arbeiten kann.
Zumindest jetzt gerade - schauen wir mal, wann ich wieder abbreche
Gestern Abend attestierte ich einem meiner Mündel gute Sprachvortschritte in einem Bericht und wusste:
"jetzt ist es wohl an der Zeit, den Feieraben einzuleuten."

Ja, das sollte man beim Saftfasten berücksichtigen:
man hat so seine Konzentrationslücken ... ich zumindest.
Also alles lieber doppelt kontrollieren.
Da man aber auch viel weniger Schlaf braucht, schafft man das.

Ich stehe nun morgens etwas früher auf, beginne früher zu arbeiten und sehe dann einem verfrühten Ermüden etwas gelassener entgegen. So langsam darf ich mich schon auf die Fastenhochs freuen.
Bei den letzten Saftkuren hatte ich zwischendurch wahre Energieschübe, mit denen ich mal eben das komplette Haus putzte, Schränke entrümpelte oder meine Steuerunterlagen sichtete.

Mit dem Verlauf dieser Saftkur bin ich bisher sehr zufrieden, denn ich halte mich wirklich an Saft, Wasser, Tee und Kaffee. Ja, Kaffee - da ich kein Detox-Gläubiger bin trinke ich auch beim Saftfasten eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Besser wäre es vermutlich, auf den Kaffee zu verzichten, aber ...
Aber bisher habe ich in keiner Form herumgenascht.
Das war aber auch recht einfach, da ich mich von allen Versuchungen fernhalten konnte.
Heute geht es wieder raus in die freie Wildbahn, vorbei an Burger Kings, Bäckereien und netten "nur ein Stück, das schadet doch nicht!"-Offerten.
Noch dazu muss ich tatsächlich einkaufen, da ich nur noch einen Eisbergsalat im Haus habe.
(und jede Menge Wildgemüse drumherum)

Ok:

Tag 3 in Zahlen:
5,64 km Hunderunde
13.612 Schritte insgesamt
5,1 kg sind nun (wieder) weg
16,2 kg leichter, seit Juli '16



Tomaten-Karottensaft mit Günsel

Gestern habe ich aus den Resten im Kühlschrank einen Tomaten-Karottensaft zusammengestellt und weil er gerade so schön zu blühen beginnt, Günsel dazu getan.
Günsel hilft - unter anderem - gegen Sodbrennen und bei Schlafstörungen, da er insgesamt beruhigend wirkt.
Nicht, dass ich an Sodbrennen oder Schlafstörungen leide, aber jetzt im Mai wuchert der Günsel so nett in meinem Garten und schreit regelrecht "ernte mich!"


Nachdem ich die Mischung auf dem Foto durch den Entsafter gescheucht hatte, war mir zu wenig Saft in der Kanne.
So ca. 1 Liter sollte es schon sein - und so kamen noch 3 Äpfel mit zum Einsatz.
Der fertige Saft war lecker - er schmeckte sehr nach Tomate, mit einer herben Note im "Abgang".
Die obligatorische Zitrone fehlt, weil ich keine mehr im Haus hatte.



Sonntag, 14. Mai 2017

Saftfasten Tag 2

Nachdem ich mich gestern erst am Nachmittag aufraffen konnte, von meinem ersten Fastentag zu schreiben, ist heute fast noch Vormittag. 11.41 Uhr - doch ja, Vormittag.
Insbesondere, wenn man nicht kochen muss.

Gestern Abend waren von jetzt auf gleich meine Lippen trocken.
Aber wie!
Seither liegt meine Lippencreme immer in Reichweite.
Ob da ein Trick meines Körpers ist, an Fett zu kommen?
Auch mein Gesicht tat vorhin recht geschickt so, als hätte es seine tägliche Ration Tagescreme noch nicht bekommen.
Also:
beim Saftfasten für genügend Lippenbalsam, Creme und Körpermilch sorgen
Auch ein Atemspray ist kein Fehler, wenn man unter Menschen geht, denn ein leerer Magen "duftet".
Wenn man Saft getrunken hat, sollte man, dem Zahnschmelz zuliebe, 30 Minuten warten, bevor man sich die Zähne putzt.

Abends wollte ich eigentlich baden gehen, landete aber stattdessen schon frühzeitig im Bett.
Oh, Schlafen ist herrlich beim Fasten - tief und erholsam.
Wer Schlafprobleme hat oder morgens gern mit rasenden Kopfschmerzen aufwacht, sollte einer Saftkur eine Chance geben.
Bei meiner ersten Saftkur konnte ich es nicht fassen, denn nach 2 Tagen Saft waren Kopfschmerzen oder auch leichte Migräne kein Thema mehr.
(ich habe so selten eine schwere Migräne, dass ich einfach nicht behaupten kann, dass das Fasten dagegen hilft - aber ich habe schon des öfteren von Migränepatienten gehört, die darauf schwören)
Vor meiner ersten Saftkur habe ich viel probiert.
Spezielles Nackenkissen, Hopfen- und sonstige Duftkissen - ich dachte schon über den Kauf einer neuen Matratze nach, verbrachte einige Nächte eher im Sitzen, als im Liegen ... so war es dann doch ein krasser Unterschied, als ich dann abends einfach schlafen ging und am nächsten Morgen erholt aufwachte.
Von heute auf morgen, sozusagen.
Irgendwann räumte ich die immer griffbereiten Kopfschmerztabletten ins Medizinschränkchen.
Als ich sie dort letzten Monat wieder herausholte, freute ich mich schon auf die Saftkur - und tatsächlich:
das Wunder wiederholt sich auch diesmal und ich schlafe problemlos ein und wache völlig (kopf)schmerzfrei auf.
Auch über den Tag - keine Kopfschmerzen.

Ok, was für einige interessanter ist:
Gewicht - 4,3 kg sind weg

Sport - gestern war ich 30 Minuten auf meinem Minitrampolin
ich springe nicht darauf herum, sondern schwinge nur.
(im September '16 hat mich ein Auto auf einem Zebrastreifen angefahren. Die Wunden heilten recht schnell, aber ich habe wegen der Verletzungen wohl die eine oder andere ungute Schonhaltung eingenommen. Jedenfalls habe ich seither Probleme mit Knie, Schultern ... allem ... und so sind Sachen wie Joggen oder Trampolin-Springen derzeit nicht drin. Montag musste ich feststellen, dass auch Schwimmen ein Problem ist - aber die Trampolin-Schwingerei kann ich nur empfehlen.

Das 5-Minuten-Trampolin-Training: In 4 Wochen mehr Energie für Körper und Seele, Schwingübungen für das Mini-Trampolin: Give me five: Inkl. kostenlosem Online-Video-Coaching

Es gibt dazu auch eine Gratis-App: GM5 Trampolin
(also auch für Leute, die das Buch nicht kaufen ist die App gratis)
Ich wiederhole immer und immer wieder Übungen aus der 1. Woche und kann mittlerweile Treppen wieder freihändig und wie eine Große runter gehen, statt mich ans Geländer zu klammern und immer mit dem gleichen Bein voran zu höppeln.

Außerdem bin ich dann noch sagenhafte 2,58 km mit den Hunden draußen gewesen.
(es war spät und sah sehr überzeugend nach Gewitter aus)
(ich bin im App-Rausch und Runtastic zeichnet brav meine Hunderunden auf)

Von Fitbit weiß ich, dass ich gestern insgesamt 9.994 Schritte gegangen bin.
Hätte ich das gestern noch gesehen, wäre ich wohl noch 6 Schritte mehr gegangen ...

So, künftig liste ich das etwas "knackiger" auf.

Von Freunden weiß ich, dass das mit dem App-Wahn irgendwann wieder nachlässt.






Spargelsaft

Gestern habe ich mir wieder einen Spargelsaft gemacht.
Wenn man den Spargel vor dem Entsaften putzt, kann man aus dem Trester noch ein schönes Spargelcremesüppchen kochen.
Wer den Spargel nicht putzt und einen etwas schwacheren Entsafter hat, schneidet ihn besser in Stücke, damit der holzigere Spargelanteil sich nicht verwickelt.
Das ist übrigens bei allem so, das man in den Entsafter steckt - bei Brennnesseln sollte man auch die Stiele entweder raus lassen oder in kurze Stücke schneiden, sonst bekommt der Entsafter schnell Probleme.


In meinen Spargelsaft von gestern habe ich noch eine "ich muss schleunigst weg!"-Gurke, ein paar Äpfel und die obligatorische Zitrone gegeben.
Dazu noch zwei Handvoll Löwenzahnblüten.
Ich könnte jetzt nachschlagen, was genau an Löwenzahnblüten jetzt so gesund ist (oder ob ...) aber ich gebe zu, es ist mir ziemlich egal (und hält auch zu lange auf).
In den letzten Jahren habe ich viele Wildkräuter und Wildgemüse (sprich "Unkraut") in meinen Speiseplan eingebaut und so erkenne ich vieles, von dem ich immerhin sicher sagen kann: "nicht giftig"
(oder zumindest nicht sehr)
Und so kann ich mir spontan noch das eine oder andere mitbringen.


Der Spargelsaft von gestern war lecker.
(nicht zum Niederknien, aber sehr trinkbar)





Übrigens:
wer vor einer Party noch schnell ein Pfund fürs schicke Kleid loswerden möchte, dem sei Spargelsaft empfohlen, denn er entwässert ganz gut.

Samstag, 13. Mai 2017

Saftfasten - Tag 1

Interessant am Saftfasten ist, dass es immer komplett anders läuft.
Obwohl das nun schon meine 4. Saftkur ist, könnte ich nicht sagen, "Saftfasten, das läuft so ... ab!"
Insgeheim habe ich mit Hunger, übler Laune und humoriger Improvisation dabei gerechnet, mich selbst von der Nahrungssuche abzuhalten. Bei einer anderen Saftkur habe ich stundenlang übel gelaunt im Bett gesessen und mit mir selbst verhandelt nur mal ein wenig in den Kühlschrank zu gucken. Nur gucken!

Diesmal habe ich etwas anderes:
ich verliere Zeit.
Schon gestern war ich fasziniert, wie die Zeit raste.
Dabei fühlte ich mich aber auch etwas ... verpeilt.
Dauernd stand ich herum und grübele entweder, was ich eigentlich gerade tun wollte - oder stand nur interessiert davor, statt loszulegen.
Vor dem Spülbecken zB.
Als ich dann endlich abwusch, war das Wasser kalt, obwohl ich es heiß eingelassen und doch nur kurz davor gestanden hatte.
Und wenn ich dann eine Aufgabe mühsam bewältigt hatte, fehlte mir der Impuls, mich der nächsten Aufgabe zuzuwenden.
Wie eine Katze sich in solchen Momenten plötzlich putzt, neige ich wohl dazu, mal eben eine Pizza herunterzuschlingen und dann weiterzumachen.
Nicht zu essen, bringt mich diesmal schlicht aus dem Konzept.

Heute dachte ich, die Sache sei ausgestanden und das Saftfasten liefe prima, aber sagen wir es so:
ich wähnte mich im Vormittag - und niemand könnte fassungsloser eine Uhr anstarren, die 16.09 Uhr anzeigt.
Ich wollte nur kurz schauen, ob die Post noch auf hat.
Wohl eher nicht.
Immerhin ist noch Samstag!

Soviel also zu meinem Vorsatz, nun jeden Vormittag über den letzten Fastentag zu schreiben.

In der Nacht habe ich sehr gut geschlafen und mich heute Morgen um 5.20 Uhr gleich wieder über das kleine Wunder gefreut, dass man beim Fasten viel besser schläft und gleichzeitig viel weniger Schlaf braucht.
Frösteln oder so, habe ich noch nicht.
Aber ich muss mir jetzt schleunigst einen Saft machen, sonst ist das hier kein Saftfasten, sondern hungern.
(ich habe heute schon ein großes Glas gekauften Gemüsesaft und einiges an Wasser getrunken)


Freitag, 12. Mai 2017

Gurken-Brennnesselsaft mit Spargel und Zitrone

Ok, im Titel habe ich die Äpfel unterschlagen.
Aber dafür sieht man sie auf dem Foto.


In dem Bild kann man weiter klicken und dann sieht man auch, einmal alle Zutaten auf dem Tablett und dann, wie ich den Saft mit einer Fettkanne vom Schaum trenne - sehr praktisch :)

Für meinen ersten Saft habe ich im Garten einen Schwung Brennnesseln geerntet.
Brennnesseln sind echtes Powerfood, das begeistert und kostenlos in meinem Garten wuchert.
Ich ernte immer nur die oberen ca 8 Blätter. Wenn man zu weit unten die Stiele mit abschneidet, wird es für den Entsafter nämlich zu schwer. In einem Sieb wasche ich die Brennnesseln, tropfe sie kurz ab und gebe sie dann mit 2 Gabeln - nicht mit den Fingern - in den Entsafter. Der Saft brennt nicht, hilft aber prima beim Entschlacken und strotzt vor Eisen, Kalzium und Kalium, Kieselsäure, Vitamin A und C ...
Die Gurken waren im Angebot und geben zuverlässig Saft von eher unaufdringlichem Geschmack.
Zitrone macht fast alles lecker und die Äpfel sorgen dann für ein wenig Süße.
Der Spargel war schlicht noch im Kühlschrank - morgen entsafte ich den Rest.
Mit etwas Zitrone und Apfel ist Spargelsaft übrigens lecker und aus dem Trester kann man dem Rest der Familie noch eine leckere Suppe kochen, wenn man ihn vorher putzt.

Fazit: kann man trinken
nicht zum Niederknien lecker, aber angenehm


60 Tage Saftfasten - 2017

Asche auf mein Haupt (oder vielleicht lieber Trester?)

Ich hatte den Beginn dieser Saftkur groß für den 01. Mai angekündigt und ihn dann klammheimlich auf heute verschoben.
Heute passt es eigentlich auch gar nicht (sagt mein innerer Schweinehund ...),
aber ich habe soeben den Entsafter wieder vom Dachboden in die Küche geschleppt und hatte auch in den letzten Tagen vorbereitet, dass heute Tag 1 dieser Saftkur wird.

Meine Vorbereitung auf das Saftfasten sieht übrigens immer so aus, dass ich konsequent alles aufesse oder verschenke, was während einer Saftkur eine Verlockung darstellt und nicht entsaftet werden kann.
Jetzt ist nur noch eine Packung Linsennudeln und ein Beutel Kartoffeln im Haus und wartet auf einen Abnehmer.

Andere stimmen sich durch Entlastungstage, in denen sie weniger essen, auf eine Saftkur vor, aber das bringt mir persönlich gar nichts. Die ersten drei Tage einer Saftkur sind gern böse, weil man Hunger hat.
Mir hilft es nichts, wenn ich vorher schon ein paar Tage mit ein wenig Hunger und leichter Kost hinter mir habe.

Darum war mein letztes Mahl gestern noch ein Schokopudding.
Und heute sichte ich das Gemüse, das ich noch im Haus habe und überlege, was ich kombinieren kann.
Da Frühling ist, reizt es mich, mir Wildgemüse (andere nennen es Unkraut) aus dem Garten dazu zu holen.
Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Knoblauchsrauke, Taubnesseln, Günsel ... mal schauen.

Noch fühle ich mich herzlich "normal".
Mein Körper (und damit meine ich in erster Linie meinen Magen) hat noch gar nicht mitbekommen, was ich wieder so vorhabe.

Mit meinem neuen Job habe ich herzlich viel zu tun.
Ich liebe die Arbeit, aber sie könnte dazu führen, dass ich nicht ganz so oft blogge, wie ich das gern würde.
Theoretisch sollten sich hier in den nächsten 60 Tagen Fotos/Rezepte meiner Zutaten und Säfte finden - und tiefschürfende Erkenntnisse, Erfahrungen und Tipps.




I do my very best!
Versprochen!