Donnerstag, 22. März 2018

Süßkartoffelsaft und Bratlinge aus dem Trester

Oh, ich mag Saft aus Süßkartoffeln sehr gern.
Süßkartoffeln passen sehr gut zu Karotten, Ananas, Mango, Orangen und ähnlichem.
Eine Zitrone kommt bei mir in jeden Saft.



Wenn man Süßkartoffeln entsaftet, muss man den Saft zwingend umrühren oder schütteln, da sich sonst die Stärke absetzt.
So verteilt im gesamten Saft, ist der Süßkartoffelsaft dann samtig und lecker - wer nicht schüttelt, schüttelt sich sonst gern bei den letzten Schlucken ...

Wenn ich Süßkartoffeln entsafte, mache ich immer gerne etwas aus dem Trester.
Diesmal hatte ich die Süßkartoffeln kombiniert mit Karotten, Zitrone und einer Ananas.

Beim Entsaften habe ich die Ananas, die Karotten und die Süßkartoffeln sehr gründlich geputzt, damit ich aus dem Ananas-Trester und dem Karotten-Süßkartoffeltrester etwas zubereiten könnte.

Man muss beim Entsaften dann nur auch daran denken, den Tresterbehälter zwischendurch zu entleeren und zu säubern :)

Den Ananas-Trester habe ich zu Konfitüre verarbeitet.
Der Karotten-Süßkartoffeltrester wurde zu Bratlingen weiterverarbeitet.

Bratlinge aus dem Trester vom Vortag - lecker! #trester #bratlinge #vegetarian #vegetarisch

Ein Beitrag geteilt von Carola (@saftfasten_mit_carola) am



Sehr lecker:

Trester von 4 Süßkartoffeln und 1 kg Karotten
+ 200 Gramm gehobelte Haselnüsse
+ 200 Gramm geraspeltem Edamer
+ 3 Eiern
+ Salz, Pfeffer und Chili

Dazu
2 Eier, Mehl und Paniermehl zum Panieren.

Wer die Bratlinge low carb zubereiten möchte, kann auf das Panieren verzichten - ich habe es ausprobiert und die Bratlinge wurden auch lecker.

Mein Entsafter raspelt öfter mal nicht alles ganz gleichmäßig klein, darum schaue ich im Trester immer erst einmal nach zu groben Stücken, die ich dann aussortiere.
Danach habe ich den Trester noch etwas ausgedrückt und dann die anderen Zutaten mit in den Trester gerührt.
Bratlinge geformt, paniert und in viel Öl abgebraten.

Mein Sohn findet die kleinen Dinger kalt und warm sehr lecker.


Montag, 19. März 2018

Nachtrag: genug Mimimi - zurück zum Saft!

Nachdem ich noch eine Weile im Rechtfertigungsmodus vor mich hinjammerte, sprach plötzlich die Stimme der Vernunft zu mir:


ok, weißt du was?!
Ich glaube dir jetzt all deine Ausflüchte Ausreden wirklich guten Gründe.
Und jetzt hör auf mit dem Generve Mimimi Wasserspielen Rechfertigen und mach' wieder Saft samt Rezepten!


Und genau das mache ich nun auch!

Fastenkrise am Wochenende

Fastenkrise ist ein Überbegriff der negativen Begleiterscheinungen beim Fasten.
Von den körperlichen Nebenwirkungen blieb ich bisher relativ verschont.
Dafür traf mich ein anderes Thema recht hart.

Aber kommen wir erst einmal zur Routine:

gestern:
Saft - Bio-Gemüsesaft ohne Salz aus dem TetraPak
Schritte - 16.739
Gewicht -10,7 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 38,8
Sünde - Haselnüsse


Donnerstag hatte ich mich noch so nett über meinen erneuten Abschied von der Dreistelligkeit gefreut und war guter Dinge einkaufen gegangen. Da es im Angebot war, kaufte ich gleich 2 Kästen Mineralwasser.
In letzter Zeit wurde ich hier *sehr verwöhnt und musste kaum je etwas selber tragen.

Nachdem meine Kinder erwachsen wurden, zu studieren begannen und hier ausgezogen sind, habe ich durch meinen Job nacheinander 2 neue Mitbewohner gefunden.
Und zwar zwei drahtige, sportliche Neunzehnjährige.
Der eine stammt aus Afghanistan, der andere aus Albanien.
Wir geben eine lustige, kleine WG ab und ich kann immer nur über die Berichterstattungen in den Medien staunen.
Der Islam gehört nicht zu Deutschland, Islamisierung ... ganz ehrlich:
in unserem Alltag ist es ziemlich schnuppe, dass die beiden Muslime sind und ich Christin bin.
Nachdem mein eigener Sohn plötzlich Veganer und meine Tochter Vegetarierin wurden, bin ich in Sachen Rücksichtnahme bei Ernährung Umständlicheres gewöhnt, als "kein Schwein".
Und weitere muslimische "Nebenwirkungen", fallen mir beim besten Willen nicht ein.
Ok, eine Nachbarin fragte allen Ernstes, ob ich keine Angst hätte, vergewaltigt zu werden.
Äh, nein ...

Eine andere Frage war, ob ich das denn verstehe, wenn die beiden muslimisch sprechen.
Manchmal ist es schwer, die Fragen besorgter Bürger sachlich zu beantworten, aber sie kam selbst drauf ... wir sprechen untereinander allesamt deutsch, da Albaner und Afghanen keine gemeinsame Sprache haben.

Lustig ist, dass sich die beiden ein wenig ähneln.
Dunkle Haare, modisch hochgegelt und wenn sie sich nicht stündlich rasieren, haben beide umgehend einen Dreitagebart.
Dazu sind beide sehr sportlich/drahtig, irgendwas unter 1.80m groß und wiegen dabei 50-60 kg.

Und beide reißen mir alles aus den Händen, was mehr als ein paar Gramm wiegt, damit ich nicht so schwer schleppen muss.
Nach diesem Schlenker sind wir jetzt wieder bei dem *sehr verwöhnt.
Donnerstag war "mein Afghane" nämlich unterwegs und "mein Albaner" kommt erst im Sommer wieder 3 Monate her.
Meine 2 Wasserkästen musste ich also alleine schleppen.

Und nun stand ich da und ... rechnete.
Ein Kasten Wasser wiegt 14,6 kg.
Meine beiden Kästen wogen zusammen also 29,2 kg.
Das ist alles nichts Neues für mich - hier gibt es sogar einen Beitrag von mir, in dem ich einen Kasten Wasser abstelle - bildlich - nachdem ich knapp 15kg abgenommen hatte.



Ich ließ die beiden Kästen auf meiner Treppe stehen, fuhr noch einmal los und stellte wenig später den 3. Kasten dazu.
43,8 kg - und eigentlich müsste ich noch eine Flasche dazu stellen.

Den Rest des Wochenendes hatte ich ... ungute ... Gefühle, Gedanken, Laune.
Und darum habt Ihr auch nichts gehört.

Ich frage ich mich, warum ich es mir so schwer mache.
Bei jedem Schritt im Alltag schleppe ich völlig unnötig ein Übergewicht von 3 Kästen Wasser mit mir herum.
Menschen, die es gut mit mir meinen, demonstrieren eifrig, dass ich nicht einen einzigen Kasten davon selbst schleppen sollte ...

Würde ich einen meiner jugendlichen Untermieter aus einem brennenden Haus schleppen, wäre mir vermutlich Anerkennung und Jubel sicher ... aber hier brennt nichts und die beiden können prima selbst laufen ... (das waren so Gedanken, die mir bei der Hunderunde durch den Kopf gingen - zu Beginn meiner Abnehmerei betrug mein Übergewicht noch ca. 4 Kästen oder einen meiner Untermieter ... - nichts davon würde ich freiwillig täglich durch die Gegend schleppen wollen ... und doch tue ich dies ... sinnbildlich ...)

Ach, Zahlen sind wunderbar abstrakt und leicht zu verdrängen.
3 Wasserkästen können einen dagegen regelrecht vorwurfsvoll anstarren.
Uns schleppst Du ständig herum!

Meine Fastenkrise besteht daraus, dass mir jetzt gerade mein (Über-)Gewicht sehr bewusst ist.
Krisen kann ich übrigens wunderbar kompensieren.
Ich könnte etwas ausgesprochen Leckeres kochen/essen.
Jemanden bekochen, gemeinsam essen, hat etwas ungemein Tröstliches.
Ach ja, ich faste ja!

Boah, hatte ich eine gruselige Laune!

Und diese Laune verbesserte sich wirklich kein bisschen dadurch, dass immer und immer wieder mein "was kochen/essen"-Programm ansprang um mich aus diesem Tief zu holen.
Wie ein Computer, stürzte ich folgerichtig immer mal wieder ab.

Mit Serien Gucken, Stricken und Spaziergängen lenkte ich mich dann ganz erfolgreich ab.

Ich wurde mir dabei nicht recht schlüssig, was mit den Erkenntnissen des Tages anzufangen sei.

Fangen wir all meine sich in unguten Kreisen bewegenden Gedanken also ein und fassen sie mit einem:

"Nur noch 3 Kästen Wasser (und eine Flasche) und es ist geschafft!"




Donnerstag, 15. März 2018

Saftfasten - so war Tag 4

gestern:
Saft - selbstgemacht vom Vortag
Schritte - 12.426
Gewicht -1 kg seit gestern und 10,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 38,9
Sünde - gar keine


5 kg in 5 Tagen -
oder: Uhu again!


Gestern hatte ich Hunger!
Ich konnte es kaum fassen. Immerhin war doch Tag 4 und nach 3 Tagen schwindet das Hungergefühl.
Kann man überall lesen - so auch bei mir ...
Ich hatte aber gestern ganz eindeutig Hunger.
Außerdem war ich sehr emotional.
Alles rührte mich zu Tränen.
Glücklicherweise erst ab dem frühen Abend und so bekam das nur mein Töchterlein zu spüren, die sich evtl. über ihre sehr sehr mitleidige Mutti wunderte. (oder sich über all mein Verständnis freute?)

Nach einer eher kurzen Hunderunde war ich erst einmal im Auto unterwegs und da ging es los:
ich war definitiv unterschwellig auf der Nahrungssuche und registrierte auf der Autobahn sehr genau, welcher Rasthof mit Burger King warb ...
Immerhin hat ich das nicht bremsen können.
Bei der stundenlangen Besprechung sah ich einer Beteiligten mit leiser Missbilligung zu, wie sie Studentenfutter naschte und erlag dann selbst dem Charme eines Kaffees.
Nun, Kaffee verbiete ich mir beim Saftfasten nicht.
Auch Milch und Zucker nicht.
Das widerspricht zwar dem Detox-Gedanken, aber Kaffeeverzicht habe ich zu oft probiert und für mich abgehakt.

Danach musste ich mit einem meiner Jungs noch zur Krankenkasse.
Der war leicht entgeistert, als ich ihm sagte, dass wir die Tour zu Fuß erledigen würden.
"Das ist am Arsch der Welt!"
(voll integriert und im Deutschen übt er nun sogar noch Umgangssprachliches - ein echter Schatz!)
Übrigens wirklich ein Schatz, denn er zog kurz darauf seine Winterjacke an und scheuchte mich einmal den Berg runter ins Städtchen und dann wieder rauf.
Dadurch meine doch immerhin über 10.000 liegende Schrittzahl.

Danach war ich noch in Lübeck unterwegs und durfte mitbekommen, dass auch die Fasten-Verblödung zuschlug.
Mein Parkticket hatte ich nämlich mit in die Handyhülle gesteckt.
Don't try this at home ...
Als ich das Ticket bezahlen wollte, war es nicht mehr lesbar und ich brachte einen "Knöpfchen drücken und um Gnade betteln"-Marathon hinter mich.

Danach ging es dann weiter über die Autobahn zum Töchterlein und auch da stachen mir sämtliche Nahrungsquellen arg ins Auge.
Ich war schon sehr verlockt, aber es machte mich eher aggressiv und trotzig, als wankelmütig.
Werbung für Fast Food und alles, was kein Grundnahrungsmittel ist, sollte so verboten sein wie Zigarettenwerbung.
Jawohl!
Hinweise auf Äpfel, würden mich zB völlig kalt lassen.
Ich weiß nicht, wie lange ich wohl fasten müsste um jemals Appetit auf einen Apfel zu bekommen ...


Nun, immerhin habe ich den Tag überlebt und wurde heute damit belohnt, dass wieder 1 kg weg ist und ich damit wieder zu den Uhus gehöre.
Der Schritt ist mir nun schon so oft gelungen, dass es kein echtes Hochgefühl mehr mit sich bringt.
Eher leise Verlegenheit, dass ich überhaupt schon wieder drüber war.
Toll wäre es mal eine ... hm Urne? Unter 90 - das habe ich schon sehr sehr lange nicht mehr geschafft.

Mehr hat es mich gefreut, dass mein Fettgehalt konstant geblieben ist.
Da ich abgenommen habe, bedeutet dies, dass ich nun erstmals nicht einfach Wasser oder gar Muskeln eingebüßt habe, sondern tatsächlich etwas Körperfett abgeschmolzen sein muss.
(oder dass das Gerät einfach spinnt ...)









Mittwoch, 14. März 2018

Saftfasten - nur ein Lebenszeichen an Tag 4

gestern:
Saft - selbstgemacht
Schritte - 20.241 (yeah!)
Gewicht -1 kg seit gestern und 9,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 39,3
Sünde - gar keine


Heute gibt es nur ein kurzes Lebenszeichen, denn ich muss direkt los zur Arbeit.
Da ich aber weiß, wohin es führt, wenn ich hier nichts schreibe, wehre ich sozusagen den Anfängen.

Gestern bin ich wie angestochen stündlich aufgesprungen und zwölfmal von der Haustür zur Nähmaschine im Wohnzimmer gewetzt.
Reine Deko übrigen; ich kann nicht nähen.
Dabei habe ich festgestellt, dass ich mit diesen 12 Runden nicht mehr auf jeweils 1.000 Schritte komme.
Klar, ich gehe schneller und mache größere Schritte.
Dennoch liege ich jetzt gerade mit 31.737 Schritten in Führung von unserer kleinen Wettkampfgruppe.
Diesmal ist mir Diana sehr dicht auf den Fersen und da ich gleich stundenlang im Auto und dann 3 Stunden in Hilfeplangesprächen mit dem Jugendamt (und dann noch viel mehr im Auto ...) sitze, werde ich vermutlich gnadenlos überholt.

Mein Gewichtsverlust ist ja ganz nett, aber leider steigt mein Fettgehalt rapide.
Statt schlank, werde ich zum Sahnetörtchen.
Am 06.03. bestand ich zu 47,2% aus Fett - heute zu 49,6%
Immerhin bin ich damit relativ sicher vor Kannibalen, die auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen ...



Dienstag, 13. März 2018

Saftfasten - so war Tag 2

gestern:
Saft - SuperduperheldenSaft ... oder so
Schritte - 7.477
Gewicht -1 kg seit gestern und 8,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 39,7
Sünde - Schokolade!


Boah, gestern ging es mir körperlich übel ... will sagen, in jüngeren Jahren hätte ich auf Morgenübelkeit samt Schwangerschaft getippt, wobei sich meine Morgenübelkeit immer den ganzen Tag hielt - auch gestern.
Dazu war ich auch noch müde, da ich sehr schlecht geschlafen hatte.

Wenn Euch ein Albaner mal erzählt, dass in den Straßen Albaniens große tote Hunde herumliegen, beteuert sofort, dass Ihr ihm das glaubt, damit er Euch keine Fotos von toten Hunden schickt ...
Letzte Woche hatte ich meinen 18 Jahre alten Kater beerdigen müssen und so reagierte ich umgehend mit Alpträumen auf die Fotos.
Ich träumte sehr realistisch, ich wäre nachts aufgewacht und auf die Toilette gegangen.
Dabei stolperte ich über einen "Sack". Ich machte Licht und entdeckte, dass das kein Sack, sondern meine Hündin war.
Leblos.
Einen Meter daneben lag mein Rüde.
Der Flur meines Hauses war erstaunlich lang und überall lagen tote Hunde.
Immerhin ahnte ich da, dass das ein doofer Traum war und hatte auch das Glück aufzuwachen.
Meine Lust, wieder zu schlafen, war eher gering.
Danach träumte ich auch prompt ein Kapitel, das gut in Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" gepasst hätte.
Um 4.30 Uhr fand ich, es sei genug geschlafen und ich könnte besser ein wenig arbeiten.

Nach einer Weile durchlittener Übelkeit, Schwindelgefühl und heftigem Gähnen, begriff ich, dass ich diesmal sehr früh meinen Zuckerentzug erlebte - klar, in dem ausgelaugten Gemüse des Vortag-Safts war vermutlich weniger Fruchtzucker gewesen, als ich sonst so habe.
Ich wollte eigentlich nur liegen und (traumlos!) schlafen, was aber so gar nicht zu meinem Friseurtermin passte.

Also naschte ich kurzentschlossen (aber fluchend) ein paar Stücke Schokolade.
Das half ein wenig.
Beim Friseur schlief ich aber prompt ein, während mein Haar jugendlich erblondete.

Nach dem Friseurbesuch schaute ich bei einem Stand vorbei, der früher mal ein Immergrün war.
Jetzt ist dort ein "Superfoodheroe" und ich orderte einen Superfoodjuice in groß.
Ob ich zusätzlich Chia-Samen und Ingwer wünsche?!
Nein, Super muss super genug sein, beschloss ich.
Geschmacklich lagen wir bei Apfelsaft - etwas lästig war ein Schwung Granatapfelkerne darin.
Selbstgemacht ist besser.
Und so werde ich auch jetzt gleich meinen Entsafter anwerfen und unter anderem die frisch gekauften Zitronen mit entsaften.

Heute muss ich mich in Sachen "Schritte" echt ranhalten, denn Nathalie hat sich einen üblen Vorsprung herausgearbeitet.


Ich habe alle Teilnehmer mal verwischt, zwecks Datenschutz.





Montag, 12. März 2018

So war "dieser" Tag 1 ...

gestern:
Saft - rot, eher fade
Schritte - 14.854
Gewicht -1,4 kg seit gestern und 7,3 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 40,1
Sünde - so gar keine :)


Ich schwanke, ob ich mich als Erfolg oder Flop verkaufen soll.
2018 weist eine sehr hohe Anzahl von "Tag 1" auf ...

Aber, wie heißt es so schön?!
Man muss immer einmal öfter anfangen, als man aufgibt!
oder so ...

Und immerhin hatte mein Saftfasten die nette Nebenwirkung, dass ich weiterhin ohne Kopfschmerzen bin und mir auch die diesjährige Grippewelle nichts antun konnte, obwohl ich hier gleich 2 Grippeopfer gepflegt habe.
Eine Weile habe ich es nämlich immer noch geschafft, mir morgens einen Saft zu machen ... die Abende waren es, die so gar nichts mit Fasten zu tun hatten ... obwohl Fast Food immerhin ähnlich beginnt.

Ich wusste sehr wohl, dass ich vor einer etwas schwierigeren Arbeit stand, aber dass diese sich als Waterloo entpuppte, bekam ich dann erst mittendrin mit. Ein Waterloo lässt sich deutlich besser überstehen, wenn man lecker kocht, andere bekocht, gemeinsam isst ... zumindest bei mir funktioniert das wunderbar.
Eine meiner Schwestern meinte mal, auf mich könne man sich verlassen; ich würde mich immer "durchbeißen", statt mittendrin zusammenzuklappen.
Probleme, Stress, Trauer, Müdigkeit ... mit Essen kompensieren zu können, kann eine beneidenswerte Fähigkeit sein, sofern man nicht auch noch bei Freude, Langeweile, Glück, einfach so ... auch noch gern kocht und isst.
Irgendwann werden die Stützräder zum Problem ...
Wie oft hatte ich diese Einsicht schon?

Übrigens hatte ich vorhin noch eine Einsicht ... ich Schussel hatte mich so über die ewigen Spamkommentare von irgendeinem Entsafter-Händler aufgeregt, dass ich die Kommentare auf Moderation stellte ... und dies völlig vergaß.
Insgeheim wunderte es mich schon, dass hier nie jemand kommentierte ... jetzt weiß ich, Ihr habt es versucht ...

Ich gelobe Besserung - entweder schmeiße ich die Blockade gleich ganz raus - oder ich gucke zumindest täglich, ob Ihr Feedback geben wollt.

Der Stress der letzten Wochen lässt sich an meiner Haut ablesen, die sehr jugendlich wirkt.
Zumindest fühle ich mich mit all den Rötungen etc. schwer an die Pubertät erinnert.
Und meine Haare sind aus ihrer Frisur gewachsen.
Der Vorteil der überlangen Haare war, dass es niemandem auffiel, dass ich nur einmal jährlich zum Friseur ging.
Jetzt sind 3 Monate der Unterschied zwischen "flott" und "alberner Zopf"
Darum habe ich heute einen Friseurtermin - ich muss an Mundspray denken, damit die arme Friseurin nicht ins Koma kippt, denn leerer Magen sorgt für heftigen Mundgeruch.


Zum gestrigen Saft bekommt Ihr kein Rezept, denn erstens wären die Zutaten schwer nachzustellen - nehmt ein paar Pastinaken und vergesst sie dann mal 2 Wochen auf dem Dachboden ...

Zumindest glaube ich, dass es Pastinaken waren.
Die rote Bete war natürlich bestens zu erkennen.
Und ganz schlimm:
ich hatte keine Zitronen im Haus.
Gemüsesaft ohne Zitrone schmeckt nicht.
Echt nicht!

So, ran an Tag 2
Wie es der Zufall so will, ist noch Saft von gestern übrig und so mache ich den nächsten Saft erst, wenn ich wieder Zitronen im Haus habe.



Sonntag, 11. März 2018

Vintage-Saft

gestern:
Schritte - 7.931
BMI - 40,7


Ja ja ...
Beim letzten Mal kam ich bis Tag 2 und dann wurden meine Pläne erneut vom Alltag ertränkt.

Ich werde Euch gar nicht erst erzählen, was alles war.
Involviert waren ein erneut liegengebliebenes Auto samt hoher Werkstattrechnung,
ein Kater, der nach 18 Jahren auf meiner Couch nun ein Plätzchen unter unserer Trauerweide gefunden hat
und ein netter Albaner, der dann doch keine Aufenthaltserlaubnis bekam und gestern (erst einmal) wieder abreisen musste.

Für ca 90 Tage ...
Ihr ahnt schon, auf welche Idee mich das gebracht hat.

Wobei - er ist einen Tick jünger noch als meine eigenen Kinder - nicht, dass Ihr hier amouröse Verwicklungen vermutet :)

Heute habe ich dann im ganzen Haus das Gemüse zusammengesucht - mein Dachboden mit seinem Reetdach ist eine wunderbare Kühlkammer ... und wie soll ich es sagen:

es hat so einen "Touch of Vintage" bekommmen, das Gemüse


Eine Pastinake war so trocken, dass ich vermute, dass der Entsafter sie lediglich gehäckselt hat, aber insgesamt ist doch ein leckerer Saft dabei herausgekommen (und es ist noch hinreichend Gemüse für den Montags-Saft vorhanden)

Einer Freundin aus Köln ist es ähnlich ergangen und so starten wir den Restart-Button gemeinsam - leise kichernd, was wohl jetzt wieder kommt.

Bei Fitbit habe ich eine Freundin, die unermüdlich Wettkämpfe startet und dazu immer eine Nathalie einlädt, die ich nicht kenne, aber innig liebe, denn sie ist unglaublich ausdauernd, was "herumlaufen" angeht.
Hatte ich zuvor den 10.000 Schritte mindestens - Vorsatz,
treibt Nathalie mich zu so etwas wie 23.245 Schritten am Tag.

Immer, wenn ich denke, ich hätte sie abgehängt, ist sie plötzlich wieder 700 Schritte vor mir.
Sehr gut!
Ich habe jetzt raus, dass ich ca 1.000 Schritte gehe, wenn ich zwölfmal von der Haustür ins Wohnzimmer und zurück marschiere.

Man gönnt sich ja sonst nichts ...