Donnerstag, 15. März 2018

Saftfasten - so war Tag 4

gestern:
Saft - selbstgemacht vom Vortag
Schritte - 12.426
Gewicht -1 kg seit gestern und 10,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 38,9
Sünde - gar keine


5 kg in 5 Tagen -
oder: Uhu again!


Gestern hatte ich Hunger!
Ich konnte es kaum fassen. Immerhin war doch Tag 4 und nach 3 Tagen schwindet das Hungergefühl.
Kann man überall lesen - so auch bei mir ...
Ich hatte aber gestern ganz eindeutig Hunger.
Außerdem war ich sehr emotional.
Alles rührte mich zu Tränen.
Glücklicherweise erst ab dem frühen Abend und so bekam das nur mein Töchterlein zu spüren, die sich evtl. über ihre sehr sehr mitleidige Mutti wunderte. (oder sich über all mein Verständnis freute?)

Nach einer eher kurzen Hunderunde war ich erst einmal im Auto unterwegs und da ging es los:
ich war definitiv unterschwellig auf der Nahrungssuche und registrierte auf der Autobahn sehr genau, welcher Rasthof mit Burger King warb ...
Immerhin hat ich das nicht bremsen können.
Bei der stundenlangen Besprechung sah ich einer Beteiligten mit leiser Missbilligung zu, wie sie Studentenfutter naschte und erlag dann selbst dem Charme eines Kaffees.
Nun, Kaffee verbiete ich mir beim Saftfasten nicht.
Auch Milch und Zucker nicht.
Das widerspricht zwar dem Detox-Gedanken, aber Kaffeeverzicht habe ich zu oft probiert und für mich abgehakt.

Danach musste ich mit einem meiner Jungs noch zur Krankenkasse.
Der war leicht entgeistert, als ich ihm sagte, dass wir die Tour zu Fuß erledigen würden.
"Das ist am Arsch der Welt!"
(voll integriert und im Deutschen übt er nun sogar noch Umgangssprachliches - ein echter Schatz!)
Übrigens wirklich ein Schatz, denn er zog kurz darauf seine Winterjacke an und scheuchte mich einmal den Berg runter ins Städtchen und dann wieder rauf.
Dadurch meine doch immerhin über 10.000 liegende Schrittzahl.

Danach war ich noch in Lübeck unterwegs und durfte mitbekommen, dass auch die Fasten-Verblödung zuschlug.
Mein Parkticket hatte ich nämlich mit in die Handyhülle gesteckt.
Don't try this at home ...
Als ich das Ticket bezahlen wollte, war es nicht mehr lesbar und ich brachte einen "Knöpfchen drücken und um Gnade betteln"-Marathon hinter mich.

Danach ging es dann weiter über die Autobahn zum Töchterlein und auch da stachen mir sämtliche Nahrungsquellen arg ins Auge.
Ich war schon sehr verlockt, aber es machte mich eher aggressiv und trotzig, als wankelmütig.
Werbung für Fast Food und alles, was kein Grundnahrungsmittel ist, sollte so verboten sein wie Zigarettenwerbung.
Jawohl!
Hinweise auf Äpfel, würden mich zB völlig kalt lassen.
Ich weiß nicht, wie lange ich wohl fasten müsste um jemals Appetit auf einen Apfel zu bekommen ...


Nun, immerhin habe ich den Tag überlebt und wurde heute damit belohnt, dass wieder 1 kg weg ist und ich damit wieder zu den Uhus gehöre.
Der Schritt ist mir nun schon so oft gelungen, dass es kein echtes Hochgefühl mehr mit sich bringt.
Eher leise Verlegenheit, dass ich überhaupt schon wieder drüber war.
Toll wäre es mal eine ... hm Urne? Unter 90 - das habe ich schon sehr sehr lange nicht mehr geschafft.

Mehr hat es mich gefreut, dass mein Fettgehalt konstant geblieben ist.
Da ich abgenommen habe, bedeutet dies, dass ich nun erstmals nicht einfach Wasser oder gar Muskeln eingebüßt habe, sondern tatsächlich etwas Körperfett abgeschmolzen sein muss.
(oder dass das Gerät einfach spinnt ...)









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