Donnerstag, 22. März 2018

Süßkartoffelsaft und Bratlinge aus dem Trester

Oh, ich mag Saft aus Süßkartoffeln sehr gern.
Süßkartoffeln passen sehr gut zu Karotten, Ananas, Mango, Orangen und ähnlichem.
Eine Zitrone kommt bei mir in jeden Saft.



Wenn man Süßkartoffeln entsaftet, muss man den Saft zwingend umrühren oder schütteln, da sich sonst die Stärke absetzt.
So verteilt im gesamten Saft, ist der Süßkartoffelsaft dann samtig und lecker - wer nicht schüttelt, schüttelt sich sonst gern bei den letzten Schlucken ...

Wenn ich Süßkartoffeln entsafte, mache ich immer gerne etwas aus dem Trester.
Diesmal hatte ich die Süßkartoffeln kombiniert mit Karotten, Zitrone und einer Ananas.

Beim Entsaften habe ich die Ananas, die Karotten und die Süßkartoffeln sehr gründlich geputzt, damit ich aus dem Ananas-Trester und dem Karotten-Süßkartoffeltrester etwas zubereiten könnte.

Man muss beim Entsaften dann nur auch daran denken, den Tresterbehälter zwischendurch zu entleeren und zu säubern :)

Den Ananas-Trester habe ich zu Konfitüre verarbeitet.
Der Karotten-Süßkartoffeltrester wurde zu Bratlingen weiterverarbeitet.

Bratlinge aus dem Trester vom Vortag - lecker! #trester #bratlinge #vegetarian #vegetarisch

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Sehr lecker:

Trester von 4 Süßkartoffeln und 1 kg Karotten
+ 200 Gramm gehobelte Haselnüsse
+ 200 Gramm geraspeltem Edamer
+ 3 Eiern
+ Salz, Pfeffer und Chili

Dazu
2 Eier, Mehl und Paniermehl zum Panieren.

Wer die Bratlinge low carb zubereiten möchte, kann auf das Panieren verzichten - ich habe es ausprobiert und die Bratlinge wurden auch lecker.

Mein Entsafter raspelt öfter mal nicht alles ganz gleichmäßig klein, darum schaue ich im Trester immer erst einmal nach zu groben Stücken, die ich dann aussortiere.
Danach habe ich den Trester noch etwas ausgedrückt und dann die anderen Zutaten mit in den Trester gerührt.
Bratlinge geformt, paniert und in viel Öl abgebraten.

Mein Sohn findet die kleinen Dinger kalt und warm sehr lecker.


Montag, 19. März 2018

Nachtrag: genug Mimimi - zurück zum Saft!

Nachdem ich noch eine Weile im Rechtfertigungsmodus vor mich hinjammerte, sprach plötzlich die Stimme der Vernunft zu mir:


ok, weißt du was?!
Ich glaube dir jetzt all deine Ausflüchte Ausreden wirklich guten Gründe.
Und jetzt hör auf mit dem Generve Mimimi Wasserspielen Rechfertigen und mach' wieder Saft samt Rezepten!


Und genau das mache ich nun auch!

Fastenkrise am Wochenende

Fastenkrise ist ein Überbegriff der negativen Begleiterscheinungen beim Fasten.
Von den körperlichen Nebenwirkungen blieb ich bisher relativ verschont.
Dafür traf mich ein anderes Thema recht hart.

Aber kommen wir erst einmal zur Routine:

gestern:
Saft - Bio-Gemüsesaft ohne Salz aus dem TetraPak
Schritte - 16.739
Gewicht -10,7 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 38,8
Sünde - Haselnüsse


Donnerstag hatte ich mich noch so nett über meinen erneuten Abschied von der Dreistelligkeit gefreut und war guter Dinge einkaufen gegangen. Da es im Angebot war, kaufte ich gleich 2 Kästen Mineralwasser.
In letzter Zeit wurde ich hier *sehr verwöhnt und musste kaum je etwas selber tragen.

Nachdem meine Kinder erwachsen wurden, zu studieren begannen und hier ausgezogen sind, habe ich durch meinen Job nacheinander 2 neue Mitbewohner gefunden.
Und zwar zwei drahtige, sportliche Neunzehnjährige.
Der eine stammt aus Afghanistan, der andere aus Albanien.
Wir geben eine lustige, kleine WG ab und ich kann immer nur über die Berichterstattungen in den Medien staunen.
Der Islam gehört nicht zu Deutschland, Islamisierung ... ganz ehrlich:
in unserem Alltag ist es ziemlich schnuppe, dass die beiden Muslime sind und ich Christin bin.
Nachdem mein eigener Sohn plötzlich Veganer und meine Tochter Vegetarierin wurden, bin ich in Sachen Rücksichtnahme bei Ernährung Umständlicheres gewöhnt, als "kein Schwein".
Und weitere muslimische "Nebenwirkungen", fallen mir beim besten Willen nicht ein.
Ok, eine Nachbarin fragte allen Ernstes, ob ich keine Angst hätte, vergewaltigt zu werden.
Äh, nein ...

Eine andere Frage war, ob ich das denn verstehe, wenn die beiden muslimisch sprechen.
Manchmal ist es schwer, die Fragen besorgter Bürger sachlich zu beantworten, aber sie kam selbst drauf ... wir sprechen untereinander allesamt deutsch, da Albaner und Afghanen keine gemeinsame Sprache haben.

Lustig ist, dass sich die beiden ein wenig ähneln.
Dunkle Haare, modisch hochgegelt und wenn sie sich nicht stündlich rasieren, haben beide umgehend einen Dreitagebart.
Dazu sind beide sehr sportlich/drahtig, irgendwas unter 1.80m groß und wiegen dabei 50-60 kg.

Und beide reißen mir alles aus den Händen, was mehr als ein paar Gramm wiegt, damit ich nicht so schwer schleppen muss.
Nach diesem Schlenker sind wir jetzt wieder bei dem *sehr verwöhnt.
Donnerstag war "mein Afghane" nämlich unterwegs und "mein Albaner" kommt erst im Sommer wieder 3 Monate her.
Meine 2 Wasserkästen musste ich also alleine schleppen.

Und nun stand ich da und ... rechnete.
Ein Kasten Wasser wiegt 14,6 kg.
Meine beiden Kästen wogen zusammen also 29,2 kg.
Das ist alles nichts Neues für mich - hier gibt es sogar einen Beitrag von mir, in dem ich einen Kasten Wasser abstelle - bildlich - nachdem ich knapp 15kg abgenommen hatte.



Ich ließ die beiden Kästen auf meiner Treppe stehen, fuhr noch einmal los und stellte wenig später den 3. Kasten dazu.
43,8 kg - und eigentlich müsste ich noch eine Flasche dazu stellen.

Den Rest des Wochenendes hatte ich ... ungute ... Gefühle, Gedanken, Laune.
Und darum habt Ihr auch nichts gehört.

Ich frage ich mich, warum ich es mir so schwer mache.
Bei jedem Schritt im Alltag schleppe ich völlig unnötig ein Übergewicht von 3 Kästen Wasser mit mir herum.
Menschen, die es gut mit mir meinen, demonstrieren eifrig, dass ich nicht einen einzigen Kasten davon selbst schleppen sollte ...

Würde ich einen meiner jugendlichen Untermieter aus einem brennenden Haus schleppen, wäre mir vermutlich Anerkennung und Jubel sicher ... aber hier brennt nichts und die beiden können prima selbst laufen ... (das waren so Gedanken, die mir bei der Hunderunde durch den Kopf gingen - zu Beginn meiner Abnehmerei betrug mein Übergewicht noch ca. 4 Kästen oder einen meiner Untermieter ... - nichts davon würde ich freiwillig täglich durch die Gegend schleppen wollen ... und doch tue ich dies ... sinnbildlich ...)

Ach, Zahlen sind wunderbar abstrakt und leicht zu verdrängen.
3 Wasserkästen können einen dagegen regelrecht vorwurfsvoll anstarren.
Uns schleppst Du ständig herum!

Meine Fastenkrise besteht daraus, dass mir jetzt gerade mein (Über-)Gewicht sehr bewusst ist.
Krisen kann ich übrigens wunderbar kompensieren.
Ich könnte etwas ausgesprochen Leckeres kochen/essen.
Jemanden bekochen, gemeinsam essen, hat etwas ungemein Tröstliches.
Ach ja, ich faste ja!

Boah, hatte ich eine gruselige Laune!

Und diese Laune verbesserte sich wirklich kein bisschen dadurch, dass immer und immer wieder mein "was kochen/essen"-Programm ansprang um mich aus diesem Tief zu holen.
Wie ein Computer, stürzte ich folgerichtig immer mal wieder ab.

Mit Serien Gucken, Stricken und Spaziergängen lenkte ich mich dann ganz erfolgreich ab.

Ich wurde mir dabei nicht recht schlüssig, was mit den Erkenntnissen des Tages anzufangen sei.

Fangen wir all meine sich in unguten Kreisen bewegenden Gedanken also ein und fassen sie mit einem:

"Nur noch 3 Kästen Wasser (und eine Flasche) und es ist geschafft!"




Donnerstag, 15. März 2018

Saftfasten - so war Tag 4

gestern:
Saft - selbstgemacht vom Vortag
Schritte - 12.426
Gewicht -1 kg seit gestern und 10,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 38,9
Sünde - gar keine


5 kg in 5 Tagen -
oder: Uhu again!


Gestern hatte ich Hunger!
Ich konnte es kaum fassen. Immerhin war doch Tag 4 und nach 3 Tagen schwindet das Hungergefühl.
Kann man überall lesen - so auch bei mir ...
Ich hatte aber gestern ganz eindeutig Hunger.
Außerdem war ich sehr emotional.
Alles rührte mich zu Tränen.
Glücklicherweise erst ab dem frühen Abend und so bekam das nur mein Töchterlein zu spüren, die sich evtl. über ihre sehr sehr mitleidige Mutti wunderte. (oder sich über all mein Verständnis freute?)

Nach einer eher kurzen Hunderunde war ich erst einmal im Auto unterwegs und da ging es los:
ich war definitiv unterschwellig auf der Nahrungssuche und registrierte auf der Autobahn sehr genau, welcher Rasthof mit Burger King warb ...
Immerhin hat ich das nicht bremsen können.
Bei der stundenlangen Besprechung sah ich einer Beteiligten mit leiser Missbilligung zu, wie sie Studentenfutter naschte und erlag dann selbst dem Charme eines Kaffees.
Nun, Kaffee verbiete ich mir beim Saftfasten nicht.
Auch Milch und Zucker nicht.
Das widerspricht zwar dem Detox-Gedanken, aber Kaffeeverzicht habe ich zu oft probiert und für mich abgehakt.

Danach musste ich mit einem meiner Jungs noch zur Krankenkasse.
Der war leicht entgeistert, als ich ihm sagte, dass wir die Tour zu Fuß erledigen würden.
"Das ist am Arsch der Welt!"
(voll integriert und im Deutschen übt er nun sogar noch Umgangssprachliches - ein echter Schatz!)
Übrigens wirklich ein Schatz, denn er zog kurz darauf seine Winterjacke an und scheuchte mich einmal den Berg runter ins Städtchen und dann wieder rauf.
Dadurch meine doch immerhin über 10.000 liegende Schrittzahl.

Danach war ich noch in Lübeck unterwegs und durfte mitbekommen, dass auch die Fasten-Verblödung zuschlug.
Mein Parkticket hatte ich nämlich mit in die Handyhülle gesteckt.
Don't try this at home ...
Als ich das Ticket bezahlen wollte, war es nicht mehr lesbar und ich brachte einen "Knöpfchen drücken und um Gnade betteln"-Marathon hinter mich.

Danach ging es dann weiter über die Autobahn zum Töchterlein und auch da stachen mir sämtliche Nahrungsquellen arg ins Auge.
Ich war schon sehr verlockt, aber es machte mich eher aggressiv und trotzig, als wankelmütig.
Werbung für Fast Food und alles, was kein Grundnahrungsmittel ist, sollte so verboten sein wie Zigarettenwerbung.
Jawohl!
Hinweise auf Äpfel, würden mich zB völlig kalt lassen.
Ich weiß nicht, wie lange ich wohl fasten müsste um jemals Appetit auf einen Apfel zu bekommen ...


Nun, immerhin habe ich den Tag überlebt und wurde heute damit belohnt, dass wieder 1 kg weg ist und ich damit wieder zu den Uhus gehöre.
Der Schritt ist mir nun schon so oft gelungen, dass es kein echtes Hochgefühl mehr mit sich bringt.
Eher leise Verlegenheit, dass ich überhaupt schon wieder drüber war.
Toll wäre es mal eine ... hm Urne? Unter 90 - das habe ich schon sehr sehr lange nicht mehr geschafft.

Mehr hat es mich gefreut, dass mein Fettgehalt konstant geblieben ist.
Da ich abgenommen habe, bedeutet dies, dass ich nun erstmals nicht einfach Wasser oder gar Muskeln eingebüßt habe, sondern tatsächlich etwas Körperfett abgeschmolzen sein muss.
(oder dass das Gerät einfach spinnt ...)









Mittwoch, 14. März 2018

Saftfasten - nur ein Lebenszeichen an Tag 4

gestern:
Saft - selbstgemacht
Schritte - 20.241 (yeah!)
Gewicht -1 kg seit gestern und 9,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 39,3
Sünde - gar keine


Heute gibt es nur ein kurzes Lebenszeichen, denn ich muss direkt los zur Arbeit.
Da ich aber weiß, wohin es führt, wenn ich hier nichts schreibe, wehre ich sozusagen den Anfängen.

Gestern bin ich wie angestochen stündlich aufgesprungen und zwölfmal von der Haustür zur Nähmaschine im Wohnzimmer gewetzt.
Reine Deko übrigen; ich kann nicht nähen.
Dabei habe ich festgestellt, dass ich mit diesen 12 Runden nicht mehr auf jeweils 1.000 Schritte komme.
Klar, ich gehe schneller und mache größere Schritte.
Dennoch liege ich jetzt gerade mit 31.737 Schritten in Führung von unserer kleinen Wettkampfgruppe.
Diesmal ist mir Diana sehr dicht auf den Fersen und da ich gleich stundenlang im Auto und dann 3 Stunden in Hilfeplangesprächen mit dem Jugendamt (und dann noch viel mehr im Auto ...) sitze, werde ich vermutlich gnadenlos überholt.

Mein Gewichtsverlust ist ja ganz nett, aber leider steigt mein Fettgehalt rapide.
Statt schlank, werde ich zum Sahnetörtchen.
Am 06.03. bestand ich zu 47,2% aus Fett - heute zu 49,6%
Immerhin bin ich damit relativ sicher vor Kannibalen, die auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen ...



Dienstag, 13. März 2018

Saftfasten - so war Tag 2

gestern:
Saft - SuperduperheldenSaft ... oder so
Schritte - 7.477
Gewicht -1 kg seit gestern und 8,4 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 39,7
Sünde - Schokolade!


Boah, gestern ging es mir körperlich übel ... will sagen, in jüngeren Jahren hätte ich auf Morgenübelkeit samt Schwangerschaft getippt, wobei sich meine Morgenübelkeit immer den ganzen Tag hielt - auch gestern.
Dazu war ich auch noch müde, da ich sehr schlecht geschlafen hatte.

Wenn Euch ein Albaner mal erzählt, dass in den Straßen Albaniens große tote Hunde herumliegen, beteuert sofort, dass Ihr ihm das glaubt, damit er Euch keine Fotos von toten Hunden schickt ...
Letzte Woche hatte ich meinen 18 Jahre alten Kater beerdigen müssen und so reagierte ich umgehend mit Alpträumen auf die Fotos.
Ich träumte sehr realistisch, ich wäre nachts aufgewacht und auf die Toilette gegangen.
Dabei stolperte ich über einen "Sack". Ich machte Licht und entdeckte, dass das kein Sack, sondern meine Hündin war.
Leblos.
Einen Meter daneben lag mein Rüde.
Der Flur meines Hauses war erstaunlich lang und überall lagen tote Hunde.
Immerhin ahnte ich da, dass das ein doofer Traum war und hatte auch das Glück aufzuwachen.
Meine Lust, wieder zu schlafen, war eher gering.
Danach träumte ich auch prompt ein Kapitel, das gut in Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" gepasst hätte.
Um 4.30 Uhr fand ich, es sei genug geschlafen und ich könnte besser ein wenig arbeiten.

Nach einer Weile durchlittener Übelkeit, Schwindelgefühl und heftigem Gähnen, begriff ich, dass ich diesmal sehr früh meinen Zuckerentzug erlebte - klar, in dem ausgelaugten Gemüse des Vortag-Safts war vermutlich weniger Fruchtzucker gewesen, als ich sonst so habe.
Ich wollte eigentlich nur liegen und (traumlos!) schlafen, was aber so gar nicht zu meinem Friseurtermin passte.

Also naschte ich kurzentschlossen (aber fluchend) ein paar Stücke Schokolade.
Das half ein wenig.
Beim Friseur schlief ich aber prompt ein, während mein Haar jugendlich erblondete.

Nach dem Friseurbesuch schaute ich bei einem Stand vorbei, der früher mal ein Immergrün war.
Jetzt ist dort ein "Superfoodheroe" und ich orderte einen Superfoodjuice in groß.
Ob ich zusätzlich Chia-Samen und Ingwer wünsche?!
Nein, Super muss super genug sein, beschloss ich.
Geschmacklich lagen wir bei Apfelsaft - etwas lästig war ein Schwung Granatapfelkerne darin.
Selbstgemacht ist besser.
Und so werde ich auch jetzt gleich meinen Entsafter anwerfen und unter anderem die frisch gekauften Zitronen mit entsaften.

Heute muss ich mich in Sachen "Schritte" echt ranhalten, denn Nathalie hat sich einen üblen Vorsprung herausgearbeitet.


Ich habe alle Teilnehmer mal verwischt, zwecks Datenschutz.





Montag, 12. März 2018

So war "dieser" Tag 1 ...

gestern:
Saft - rot, eher fade
Schritte - 14.854
Gewicht -1,4 kg seit gestern und 7,3 kg seit der ersten Saftkur
BMI - 40,1
Sünde - so gar keine :)


Ich schwanke, ob ich mich als Erfolg oder Flop verkaufen soll.
2018 weist eine sehr hohe Anzahl von "Tag 1" auf ...

Aber, wie heißt es so schön?!
Man muss immer einmal öfter anfangen, als man aufgibt!
oder so ...

Und immerhin hatte mein Saftfasten die nette Nebenwirkung, dass ich weiterhin ohne Kopfschmerzen bin und mir auch die diesjährige Grippewelle nichts antun konnte, obwohl ich hier gleich 2 Grippeopfer gepflegt habe.
Eine Weile habe ich es nämlich immer noch geschafft, mir morgens einen Saft zu machen ... die Abende waren es, die so gar nichts mit Fasten zu tun hatten ... obwohl Fast Food immerhin ähnlich beginnt.

Ich wusste sehr wohl, dass ich vor einer etwas schwierigeren Arbeit stand, aber dass diese sich als Waterloo entpuppte, bekam ich dann erst mittendrin mit. Ein Waterloo lässt sich deutlich besser überstehen, wenn man lecker kocht, andere bekocht, gemeinsam isst ... zumindest bei mir funktioniert das wunderbar.
Eine meiner Schwestern meinte mal, auf mich könne man sich verlassen; ich würde mich immer "durchbeißen", statt mittendrin zusammenzuklappen.
Probleme, Stress, Trauer, Müdigkeit ... mit Essen kompensieren zu können, kann eine beneidenswerte Fähigkeit sein, sofern man nicht auch noch bei Freude, Langeweile, Glück, einfach so ... auch noch gern kocht und isst.
Irgendwann werden die Stützräder zum Problem ...
Wie oft hatte ich diese Einsicht schon?

Übrigens hatte ich vorhin noch eine Einsicht ... ich Schussel hatte mich so über die ewigen Spamkommentare von irgendeinem Entsafter-Händler aufgeregt, dass ich die Kommentare auf Moderation stellte ... und dies völlig vergaß.
Insgeheim wunderte es mich schon, dass hier nie jemand kommentierte ... jetzt weiß ich, Ihr habt es versucht ...

Ich gelobe Besserung - entweder schmeiße ich die Blockade gleich ganz raus - oder ich gucke zumindest täglich, ob Ihr Feedback geben wollt.

Der Stress der letzten Wochen lässt sich an meiner Haut ablesen, die sehr jugendlich wirkt.
Zumindest fühle ich mich mit all den Rötungen etc. schwer an die Pubertät erinnert.
Und meine Haare sind aus ihrer Frisur gewachsen.
Der Vorteil der überlangen Haare war, dass es niemandem auffiel, dass ich nur einmal jährlich zum Friseur ging.
Jetzt sind 3 Monate der Unterschied zwischen "flott" und "alberner Zopf"
Darum habe ich heute einen Friseurtermin - ich muss an Mundspray denken, damit die arme Friseurin nicht ins Koma kippt, denn leerer Magen sorgt für heftigen Mundgeruch.


Zum gestrigen Saft bekommt Ihr kein Rezept, denn erstens wären die Zutaten schwer nachzustellen - nehmt ein paar Pastinaken und vergesst sie dann mal 2 Wochen auf dem Dachboden ...

Zumindest glaube ich, dass es Pastinaken waren.
Die rote Bete war natürlich bestens zu erkennen.
Und ganz schlimm:
ich hatte keine Zitronen im Haus.
Gemüsesaft ohne Zitrone schmeckt nicht.
Echt nicht!

So, ran an Tag 2
Wie es der Zufall so will, ist noch Saft von gestern übrig und so mache ich den nächsten Saft erst, wenn ich wieder Zitronen im Haus habe.



Sonntag, 11. März 2018

Vintage-Saft

gestern:
Schritte - 7.931
BMI - 40,7


Ja ja ...
Beim letzten Mal kam ich bis Tag 2 und dann wurden meine Pläne erneut vom Alltag ertränkt.

Ich werde Euch gar nicht erst erzählen, was alles war.
Involviert waren ein erneut liegengebliebenes Auto samt hoher Werkstattrechnung,
ein Kater, der nach 18 Jahren auf meiner Couch nun ein Plätzchen unter unserer Trauerweide gefunden hat
und ein netter Albaner, der dann doch keine Aufenthaltserlaubnis bekam und gestern (erst einmal) wieder abreisen musste.

Für ca 90 Tage ...
Ihr ahnt schon, auf welche Idee mich das gebracht hat.

Wobei - er ist einen Tick jünger noch als meine eigenen Kinder - nicht, dass Ihr hier amouröse Verwicklungen vermutet :)

Heute habe ich dann im ganzen Haus das Gemüse zusammengesucht - mein Dachboden mit seinem Reetdach ist eine wunderbare Kühlkammer ... und wie soll ich es sagen:

es hat so einen "Touch of Vintage" bekommmen, das Gemüse


Eine Pastinake war so trocken, dass ich vermute, dass der Entsafter sie lediglich gehäckselt hat, aber insgesamt ist doch ein leckerer Saft dabei herausgekommen (und es ist noch hinreichend Gemüse für den Montags-Saft vorhanden)

Einer Freundin aus Köln ist es ähnlich ergangen und so starten wir den Restart-Button gemeinsam - leise kichernd, was wohl jetzt wieder kommt.

Bei Fitbit habe ich eine Freundin, die unermüdlich Wettkämpfe startet und dazu immer eine Nathalie einlädt, die ich nicht kenne, aber innig liebe, denn sie ist unglaublich ausdauernd, was "herumlaufen" angeht.
Hatte ich zuvor den 10.000 Schritte mindestens - Vorsatz,
treibt Nathalie mich zu so etwas wie 23.245 Schritten am Tag.

Immer, wenn ich denke, ich hätte sie abgehängt, ist sie plötzlich wieder 700 Schritte vor mir.
Sehr gut!
Ich habe jetzt raus, dass ich ca 1.000 Schritte gehe, wenn ich zwölfmal von der Haustür ins Wohnzimmer und zurück marschiere.

Man gönnt sich ja sonst nichts ...


Donnerstag, 8. Februar 2018

Tag 2 - Saftkur 2018

Am ersten Tag bin ich abends prompt über ein paar Nudeln gestolpert, die ich aber gedanklich ausblende, statt erneut
Tag 1
zu rufen ...

Tag 2 riss ich mich dann am Riemen.
Manchmal muss man sich wirklich die Zeit nehmen und all den Kram noch einmal zu denken und zu beschließen, den man schon zig Mal gedacht, beschlossen - und immer auch eine Weile durchgezogen - hat.

Wichtig:
ich mache das für mich
ich gönne mir die Saftkur


Und:
so etwas wie eine Ausnahme gibt es nicht
Wenn es nicht aus dem Entsafter/Tetra Pak kommt, ist es kein Saft!

(jaja, Flaschen ...)

Die Sache mit den Ausnahmen ist bei mir ein echtes Problem.
ZB koche ich recht viel und muss die Gerichte abschmecken.
Dafür reicht es eigentlich, mit einem Teelöffel vorsichtig zu stippen ... spätestens, wenn man mit einer Suppenkelle abschmeckt, weiß man, dass "Ausnahme" evtl. das falsche Wort ist.

Oder wenn ich den Kühlschrank öffne.
Was glaube ich denn, was ich da finde?
Meine lang vermisste Bikinifigur?
Ganz bestimmt keinen Gemüsesaft, denn den mag ich nicht eiskalt.

Gestern habe ich mir vormittags meinen Saft gemacht, ein Glas davon getrunken und dann habe ich den restlichen Saft in eine Flasche abgefüllt und wundervolle Fotos davon gemacht:


So etwas stelle ich dann auch noch sehr nett bei Instagram ein ... und und und ... leider vergesse ich darüber oft, den Saft auch zu trinken.
Prompt bin ich dann irgendwann heißhungrig, schusselig und willensschwach ...

Dafür habe ich mir jetzt einfach einen Wecker gestellt, der mich dann nachmittags daran erinnert, den Saft nun auch zu trinken.

Was die Abende angeht, die einem unendlich lang und kalt vorkommen können, wenn man gerade eine Saftkur macht, habe ich mich der guten alten, "heißen Tomate" erinnert.

Dazu habe ich 2 Rezepte für Euch und einen "Quickie", mit dem ich mal beginne:

man gibt 2 Finger breit passierte Tomaten in einen Riesenbecher,
eine winzige Prise Cayennepfeffer dazu und gießt dann mit heißem Wasser auf.

Ich gebe zu, das ist so schön schnell gemacht, dass ich fast vergessen hatte, dass ich auch noch 2 leckere Rezepte dazu entwickelt hatte.

Pizza im Glas

und die erwähnte
heiße Tomate


Einen Nachteil hat es allerdings, abends 1 Liter heißen Tomatensaft zu trinken ... die Nachtruhe hat Toilettenpausen ...
Aber da freut sich auch gleich mein Schrittzähler wieder ...

In den nächsten Tagen werde ich darauf achten, mich immer schon zu "versorgen", bevor der große Hunger zuschlägt.
Darum ist jetzt auch schon wieder Schluss mit dem Bericht, denn es ist Zeit für den Saft!




Dienstag, 6. Februar 2018

Saftfasten, Tag 1 :)

Ich hätte da mal wieder einen Tag 1 für Euch.
Ja, ich muss selbst grinsen ...
Aber bevor Ihr fragt:
"nein, es wird mir nicht zu blöd!"


Die zuletzt begonnene Saftkur zog ich ca. 10 Tage durch.
Nach 4 Tagen endete der Spuk mit meinen Kopfschmerzen nachhaltig und dann versank ich mal wieder in Arbeit.
Mein Auto landete überraschend in einer Werkstatt und ich strandete ohne Saft, aber großer Hektik sonstwo.
Ungeplantes, heißhungriges Fastenbrechen mit einem Müsliriegel ...

Da kein Leidensdruck vorlag, verblasste auch mein Wunsch nach einer Saftkur erst einmal.
Aber seit 2 Tagen hat mich wohl die Sache mit den Neujahrsvorsätzen eingeholt.
Ich fühle, wie alles in mir wieder mal entrümpeln möchte - Haus und Körper, sozusagen.

Eine studierte Fastengegnerin (studiert hat sie natürlich etwas ganz anderes) erklärte mir einst, dass es so etwas wie "Schlacken" im Körper nicht gibt und es daher auch kein "Entschlacken" geben könnte.
Sie glaubt auch nicht an Kügelchen.
Ich glaubte übrigens auch nicht an Kügelchen, aber dann wirkten die kleinen Biester bei mir so gut, dass ich ihnen jetzt doch gelegentlich mal eine Chance gebe.
Und obwohl ich ein zutiefst pragmatischer Mensch bin, der Vorschlag zB, eine Engelkarte zu ziehen meine sämtlichen Fluchttriebe aktiviert, bin ich nun also jemand, der seine Migräne-Kopfschmerz- und sonstigen Leiden mit Saftfasten und Kügelchen in den Griff bekommt.
Ich habe aber weiterhin keine Salzkristall-Lampe und auch keinen Wasserfall in meiner Glücksecke ...

Es scheint unendlich viele Arten von Kopfschmerz zu geben.
Bei dem, was mich heimsucht, hilft es, einige Tage Gemüsesaft zu trinken - eine Saftkur zu machen.
Vielleicht ist es für den einen oder anderen einen Versuch wert.

Derzeit treibt mich allerdings tatsächlich eher mein Kleiderschrank und die Waage an den Entsafter.
Einfach alles sitzt wieder einen Tick zu eng.
Und eigentlich würde ich gern alles, absolut alles, was sich derzeit in meinem Kleiderschrank befindet, rausschmeißen und gegen ganz andere Kleidergrößen ersetzen.
Das ist allerdings eine Motivation, die nie lange hält.

Darum:
heute ist mal wieder Tag 1 einer Saftkur - wieviele Tage noch folgen, weiß ich nicht.
Im Idealfall 89 - aber wer weiß :)






Freitag, 19. Januar 2018

beginnende Verblödung ...

heute ist Tag 4

gestern:
Schritte - 13.917

bisher abgenommen: 3 kg



Sehr viel wichtiger als die 3 kg Abnahme ist für mich, dass Tag 3 geschafft ist.
Tag 3 ist so eine Hürde ... wenn man sie überwunden hat, ist die Sache mit dem Hunger eigentlich erledigt.
Natürlich bleibt die Lust auf Essen, auf Geschmack, auf Kauen ... aber der Unterschied ist, dass ich heute zB vorhin schon in Ruhe überlegen konnte, was ich meinem Gast heute koche.

In meinen Saft kommt heute ein halber Hokkaido-Kürbis (mit Schale und Kernen) und die andere Hälfte werde ich ihm lecker mit Hackfleisch füllen und in den Ofen schubsen.

Gestern Abend konnte ich die ersten Nebenwirkungen des Saftfastens deutlich spüren.
Wir spielten eine Runde Memory und während ich sonst alle damit in den Wahnsinn treibe, dass ich mit traumwandlericher Sicherheit jede Karte wiederfinde, die ich gesehen habe, war ich gestern völlig ratlos.
Nicht nur, wo die einzelnen Karten liegen, sondern ob ich sie überhaupt schon gesehen habe.
Faszinierend.
Ich schlug nach meinem Memory-Waterloo dann Kniffel vor und ... hatte Probleme bei den einfachen Kopfrechenaufgaben beim Zusammenrechnen, die ich sonst auch nicht kenne.

Aber immerhin habe ich wieder deutlich bessere Laune und habe es weggesteckt, dass mein "Gegner" gestern Abend 8 Kniffel geworfen hat. Ich hatte auch einen - kurz, nachdem ich den Kniffel gestrichen hatte.

Diese Konzentrationslücken kennen viele noch aus den Schwangerschaften - auch das pendelt sich schnell wieder ein.
(hoffe ich)


Gurken-Ananassaft

Gestern habe ich mir einen leichten Saft gemacht.
(und ich konnte nicht widerstehen, ihn möglichst kitschig einmal zu fotografieren)


Zutaten:
1,5 Salatgurken
1/2 Ananas
3 Äpfel
1 Zitrone
1 paar Stangen Sellerie


Die Ananas habe ich geschält, der Rest ging mit Schalen in den Entsafter.
Bei Zitronen bitte immer Bio-Ware nehmen, damit die Schalen weder gewachst, noch gespritzt sind.
Und weiche Zitronen nehmen - wenn Zitronen steinharte Schalen haben, entsaftet man sie besser mit einer Zitruspresse, da sie einen Entsafter sonst beschädigen.

Ich gieße meinen Saft immer in eine Fettkanne - der Schaum bleibt oben und ich kann mir den Saft dann einfach ohne Schaum in ein Glas gießen.


Ich fand den Saft sehr lecker!
Fruchtig und leicht.
Ich war so angetan, dass ich "meinem Albaner" auch ein (kleines) Glas einschenkte.
Er beteuerte, dass der Saft sehr lecker sei ... aber ich weiß nicht ... ich erkenne einen völlig unbegeisterten Albaner, wenn ich einen sehe ;-)
Gemüsesaft und damit das Saftfasten, ist einfach nicht jedermanns Sache.
Und man muss dringend herumexperimentieren, was einem selbst schmeckt.
Mich kann man mit Joe Cross' Lieblingssäften jagen.
Grünkohl, Mangold - igitt igitt ... das gibt es bei mir nur in ganz kleinen Dosen (Portionen meine ich :)



Donnerstag, 18. Januar 2018

Schnitzelträume und Motzlaune

heute ist Tag 3

gestern:
Schritte - 10.788

bisher abgenommen: 2,3 kg


Hey, ich bestehe zu 49,9 Prozent aus Fett!
Manchmal gucke ich meine Waage an und möchte sie trotz Gewichtsverlusts mal eben aus dem Fenster schmeißen!

Gut, höre ich auf zu schimpfen und berichte von Tag 2
Zuerst einmal: ja, nur Saft und mein Morgenkaffee

Wer es noch nicht wusste:
ich gehöre zu den inkonsequenten Fastern, die auf eine Tasse gesüßten Milchkaffee am Morgen bestehen.
Ich hatte dazu schon sehr spannende Diskussionen mit Leuten, (die meist nach ca 3-10 Tagen ganz richtigem und gesunden Fasten aufgaben ...) die mir sehr gut erklären konnten, was an meinem Milchkaffee alles falsch ist.
Ich gebe hiermit allen Recht.
Lasst mich mit weiteren Milchkaffee-am-Morgen-Ratschlägen also bitte in Ruhe.
Ihr habt Recht und ich trinke morgens einen Kaffee :)

Danach machten wir einen Waldspaziergang, der überraschend doppelt so lange dauerte, wie ich geplant hatte.
Ich konnte danach nur noch unter die Dusche springen, mir den Schnee aus den Haaren waschen und musste dann mit einer Packung Saft in der Tasche zur Arbeit fahren.
Wenn ich viel zu tun habe, fällt mir das Fasten leichter.
Gestern habe ich abends noch mal in den Fat, sick and nearly dead Film geschaut und gesehen, dass Joe Cross sich lieber ins Bett verkrümelt hat.
Das könnte ich gar nicht.
Da kämen mir doch sehr kalorienhaltige Ideen ... wie zB Nutella in den Entsafter zu löffeln ...

Ein Problem waren eher die Leerzeiten zwischen meinen Terminen.
Immer wenn sich ein kleines Zeitfenster auftat, meldete sich mein Magen und schlug in aller Unschuld ein Schnitzel vor.
Etwas zerstreut musste ich mich dann jedesmal etwas konzentrieren.
Da war doch was?!
Ach ja, ich faste!
Kein Schnitzel!


Boah, ich sah immer solche goldbraun panierten Schnitzel vor mir, bei denen die Panade solche Wellen schlägt.
*sabber*

Nachdem alle Termine erledigt waren, fuhr ich nach hause, träumte weiter von Schnitzeln und schaffte es, NICHT beim Burger King vorbei zu fahren.
Also, ich musste nur dringend auf die Toilette und darum wollte ich ... also nicht etwa ... ok, ich traute mir selbst nicht und riskierte lieber einen feuchten Sitz, als ein Schwachwerden bei Fastfood.

Keine Bange, der Sitz überlebte - war mir doch gleich so, als müsste ich gar nicht sooo dringend, sondern als hätte mein Magen sich etwas bösartig auf meine Blase gestützt.
Dem Kerl sind alle Mittel recht um an Fett und Zucker zu kommen ...

Daheim war ich ... immer ein Quentchen zu launig.
Meine beiden Mitbewohner beäugten mich irgendwann etwas skeptisch und ich selbst bekam das Gefühl, mich gerade wie eine Kolonialherrin aufzuführen.
Abends sitzen wir immer gemütlich beisammen und machen dies und das.
Ich brasselte an meiner Buchführung herum und "mein Afghane" telefonierte gemütlich.
Boah, ging mir dieses laute Gequatsche auf den Wecker!
Könnte er nicht bitte leiser oder anderswo telefonieren?
Im Garten zB - idyllisch verschneit im Mondschein???

Man bot mir Essen an und ich zeterte, dass ich mich gerade nicht unterstützt fühlte.
Ja, wie gemein, dass meine beiden 19jährigen Mitbewohner meine 1.Welt-Sorgen nicht nachvollziehen konnten.

Ich schickte beiden einen Link zu dem Film auf ihr Handy und hörte kurz darauf ein "60 Tage???"
"Mein Afghane" wurde prompt überraschend von Freunden eingeladen und kommt erst Montag wieder.
Spät abends.

"Mein Albaner" ist mir weiterhin hilflos ausgeliefert - ich hoffe, ich bekomme meine Laune wieder in den Griff.

Heute Morgen war ich so früh wach, dass ich immerhin noch einen Versöhnungskaffee hinbekam, bevor der Schulbus kam.

Nachts wurde ich einmal mit Kopfschmerzen wach, aber sie waren nicht so drängend, dass ich in der Küche nach Tabletten suchte. Ich weiß nicht recht, ob das nun schon mit dem Fasten zu tun hat. Schon deshalb, weil in den ersten Fastentagen Kopfschmerzen eine bekannte Nebenwirkung sind. Wer sonst keine Kopfschmerzen hat, beim Fasten aber welche bekommt:
nach 3 Tagen ist das meist ausgestanden.

Und:
da ich es gestern wieder nicht geschafft hatte, mir einen frischen Saft zu machen, werde ich genau dies genau jetzt in Angriff nehmen :)




Mittwoch, 17. Januar 2018

Wer den Saft hat, ...

Freunde haben mitbekommen, dass ich eine neue Saftkur mache ...

here we go again ...

Im Mai bin ich etwas abrupt von der Bildfläche verschwunden.
Das lag daran, dass ich feststellte, dass das Saftfasten meine Muskelmasse "bedrohte".
Nachdem ich letztes Jahr ziemlich gruselige Probleme mit den Knien hatte, wollte ich eine Rückkehr dieser Schmerzen um jeden Preis vermeiden und so schien es mir unklug, meinem Körper Eiweiß vorzuenthalten.
Und im Gemüsesaft mögen zig gesunde Sachen sein, aber eher wenig bis gar kein Eiweiß.

Außerdem ist mir natürlich jede Ausrede recht, um lecker kochen und essen zu können ...

In der Nacht zum Dienstag hatte ich aber wieder mal derartige Kopfschmerzen, dass mir meine Knie wirklich völlig egal waren.
Wer muss schon laufen, wenn er auch ohne Kopfschmerzen irgendwo herumliegen könnte???

Als ich in die Küche wankte, um in meinem Kopfschmerztabletten zu wühlen, fiel mir auf, dass die Tabletten-Kiste wieder sehr präsent in der Küche stand. Irgendwann während der Saftkuren erwähnte ich meine Freude darüber, diese Kiste in irgendeinen Badezimmerschrank verbannt zu haben, weil ich keine Kopfschmerzen mehr bekam.

In dem Moment fiel die Entscheidung, den Entsafter am nächsten Tag wieder aus seinem Exil auf dem Dachboden zu erlösen.

Diese Kopfschmerzen ... Samstag war ich mit meinem Töchterlein im Schmidtchen auf der Reeperbahn, um das "Sagt wer?" Programm von Markus Barth zu sehen. (Markus, NICHT Mario!)
Herr Barth kam unter anderem auf den Schlaganfall seines Mannes zu sprechen.
Daran musste ich denken, während putzige Lichtblitze meine Gedanken erhellten.

Gaby Köster kam mir in den Sinn, als ich das WC aufsuchte. Sie hatte beschrieben, wie sie sich bei ihrem Schlaganfall im Bad verletzt hatte. Ich sorgte für eine gewisse, stabile Position auf dem WC ...

Ja, die Angst vor einem Schlaganfall ist bei mir recht präsent, da meine Mutter einen solchen hatte, als sie deutlich jünger und schlanker war, als ich es jetzt bin.
Ihr ahnt nicht, wie oft ich die Arme hebe, lächle und klar und deutlich "Universitätsbibliothek" sage um sicher zu gehen, dass das wirklich eine Migräne ist, die ich da gerade habe.

Völlig begeistert von meinem neuen Beruf, bin ich nämlich flugs in meine alten (Über)ernährungsmuster gefallen und mit den Pfunden, stieg auch mein Blutdruck wieder und obwohl ich nun dauernd unterwegs bin, bewege ich mich insgesamt weniger - zu wenig.

Gestern schleppte ich dann übrigens lediglich den Entsafter in die Küche und säuberte ihn.
Dann schlug der "ab zur Arbeit!"-Gong und ich packte einen Tetra Pack Gemüsesaft ein.
Prompt landete ich nachmittags bei einem Geburtstag und jemand stellte ein Stück Torte neben mein Saftglas.


Keine Bange:
als der Junge neben mir seine Torte zu 4/5 geschafft hatte, tauschte ich flugs die Teller und kein Mensch merkte, dass ich die Torte verschmäht hatte.

(außer vielleicht dem Jungen, dessen Teller ich ausgetauscht hatte, aber der schenkte mir nur ein Grinsen und stellte keine Fragen)

Nun würde ich zu gern berichten, dass ich eine Nacht hinter mir habe, in der mich keine Kopfschmerzen weckten, aber das stimmt nicht. Auch diese Nacht wankte ich in die Küche und spülte zwei Tabletten mit Wasser herunter.

Aber immerhin:
der Einstieg ist erst einmal geschafft.