Sonntag, 28. Mai 2017

Saftfasten Tag 18

Das Saftfasten selbst klappt weiterhin wunderbar.
Nur das "selbst Saft Machen" und/oder dann auch noch "darüber Schreiben" klappt wohl eher selten.

Außerdem erlebe ich eine Art Phänomen, das mich nicht recht begeistert.
Seit dem 20.05.17 grüßt mich täglich - nein, kein Murmeltier - dafür aber die 91 auf der Waage.
Am 20.05. war ich bei 91,7 bei 46,1% Fett.
Am 23.05. begann ich dann intensiver damit, mich zu bewegen, um nicht irgendwann nur noch aus Fett zu bestehen ... aber ich gebe zu, ich rechnete nebenbei auch mit einem gleichzeitig (drastischer) abschmelzdenden Gewicht.
Pustekuchen:
Seit Mittwoch konstant 91,2
Pöh ... Lediglich mein Fettgehalt sank von Sahnetorte auf Cremetörtchen ...
45,8 auf 44,1
Glaubt mir, es ist doch irgendwo unbefriedigend, ausschließlich Saft (und Kaffee ...) zu trinken und sein Gewicht (auf derart hohem Niveau) zu halten.

Dabei fällt mir das Fasten aber immer leichter.
Freitag habe ich spontan mein Töchterlein besucht und ihr eine Pizza spendiert, die ich durchaus mit Interesse beguckt habe, aber es reizte mich nicht im Geringsten, sie ihr zu entreißen - und ich liebe Pizza.
Gestern hat jemand in meiner Gegenwart eine Dose Fisch geöffnet und da ist mir sogar leise schlecht geworden, da es nun einmal fischig roch.

Apropos "riechen" - sobald ich unter Menschen komme, zücke ich jetzt umgehend mein Mundspray, denn:
leerer Magen "duftet"

Das war doch heute mal ein richtig langweiliger Beitrag mit vielen Zahlen ... aber ich wollte doch mal ein Lebenszeichen geben.


Dienstag, 23. Mai 2017

Saftfasten Tag 11

Die Sache mit dem Körperfett ...
bzw. grüner Tee, scharfe Gewürze und Bewegung

Meine tolle App hatte mir etwas Seltsames mitgeteilt:
mein Körperfettanteil stieg, während ich gemütlich strickend das Wochenende vertrödelt hatte.
Mein Gewicht war zwar minimal gesunken, der Körperfettpegel dafür aber gestiegen.
Nach schlauen Tabellen, habe ich den idealen Fettanteil für eine Sahnetorte.
Ein guter Körperfettanteil für Frauen meines Alters liegt bei 27,3 - 29,7%
Meiner lag gestern bei 47%
Zu Beginn des Saftfastens war er mit 44,9% eigentlich doch schon (zu) hoch genug.
Also habe ich gestern das Thema "Bewegung" in meinen Tag integriert.
Tschö Bett, Strickzeug und Topmodels ...
Ich war vormittags 100 Minuten auf dem Laufband (wobei ich dort bei 5kmh gehe) und nachmittags habe ich den Hunden ihre Lieblingsrunde an einigen Waldseen vorbei gegönnt.
Meine Hunde schwimmen für ihr Leben gern.
Dabei habe ich dann auch prompt gesündigt und versehentlich eine Mücke verschluckt.
Glaubt mir, ich habe versucht, dies zu verhindern.
Nach der Hunderunde war ich so platt, dass der Saft wieder aus dem TetraPak kam.

Heute Morgen habe ich die Waage dann etwas ungläubig angestarrt.
Zum einen, weil meine dusslige demente Katze sie wieder für ein Katzenklo gehalten hatte.
Ja, so ist das, wenn die Kinderlein groß werden, ausziehen und Mutti mit einem Haustier-Altersheim zurücklassen.
Wenn ich die Badezimmertür nicht schließe, hält die dumme Katze die Waage für ein Katzenklo.
(oder sie ist eine wiedergeborene Feministin ... - immerhin hat sie mir auch mal in einen BH gepinkelt (nicht, während ich ihn trug - er lag auf dem Wäschekorb))

Aber auch später, blitzblank sauber, blieb mein Starren ungläubig, denn ich habe gestern gerade mal 300 Gramm eingebüßt.
Immerhin ist der Körperfettanteil auf 46,5% gesunken.
Hey, nur noch 10,3 Prozentpunkte und er ist mit 36,2% offiziell zu hoch für Frauen eines Alters, das ich in weniger als 2 Monaten erreiche.

Dabei geht es mir übrigens nicht so sehr um die Optik, sondern um Gesundheitsrisiken wie Schlaganfall und ähnliches.
Insgesamt möchte ich gern, dass mich meine Knie wieder besser tragen können und mein Blutdruck wieder Blutspenden zulässt.

Ein wenig Recherche ergaben, dass Ingwer, Grüntee, Chili und Cayennepfeffer beim Fettschmelzen helfen.
Dazu noch Bewegung - ok, hier steht, dass man spurten soll, aber ich bin mehr für lange und langsam zu haben.

Tag 11 in Zahlen
22.059 Schritte insgesamt (14,58 km)
7,61 kn Hunderunde
7,3 kg sind nun (wieder) weg
18,4 kg leichter, seit Juli '16
Körperfett 46,5%
Gewicht 91,6 kg (seufz)





Montag, 22. Mai 2017

Saftfasten Tag 10

Dem Versumpfen ein Ende ...

Samstag wachte ich auf und wollte endlich wieder selbst Saft machen, Sport treiben, Sozialkontakte pflegen, putzen.
Ich kam nur bis zum Briefkasten, fischte dort einen unschönen Behördenbrief raus und begann ganz bitterlich zu weinen.
Behördenbriefe betreffen übrigens meinen Job und nicht mich persönlich und zu diesem Brief habe ich eine ganz einfache Routine.
Weshalb ich derart übermäßig emotional wurde, weiß ich nicht, aber ich tat das einzig Richtige:
ich nahm mein Strickzeug, mein IPad und verkrümelte mich 2 Tage lang in mein Bett.

Natürlich genoss ich das gute Wetter dennoch und ließ das Schlafzimmerfenster weit offen.

Während ich so vor mich hin strickte, sah ich mir die komplette erste Staffel von Germanys next Topmodel an, was genau so hohl war, wie es klingt.
Ich fürchte, ich habe genau das gebraucht.
Immerhin hatte ich vorher hinreichend Saft im TetraPak gekauft (und Katzenfutter)
Nicht für mich - für die Katzen.
Die Hunde tummelten sich im Garten und mein Nervenkostüm restaurierte sich, während ich einen wunderschönen Loop und eine warme Mütze für meine Tochter strickte.
(genau das, was man für einen Sommer in Hamburg braucht ...)

Eine Panne passierte:
ich hatte beim letzten Einkauf einen neuen Tee entdeckt.
Schweineteuer, nett verpackt - mitgenommen.
Als ich ihn gestern auspackte, entpuppte sich der Tee als eine Packung Schokotrüffel in Kakao gewälzt.
Doch ja, ohne Brille kann so etwas bei dicken Damen Ü40 passieren.
Und natürlich habe ich die Schokolade ... inhaliert.
Warum stellen die Schokotrüffel in dem Gang mit Tee auf?
Egal.

Die Waage meinte dennoch, ich hätte seit Freitag noch mal 300 Gramm abgenommen.
Trotz meiner Regungslosigkeit und der Trüffel.

Jetzt sitze ich hier übrigens schon im Sportzeug und mein T-Shirt tut, was es eigentlich auch tun soll:
es umspielt meinen Körpber, statt sich panisch festzuklammern.
Den Haushalt habe ich bereits aus dem Schmutz gezogen und nachher gedenke ich aus dem Kompost in meinem Kühlschrank einen frischen Saft zu pressen.
Aber erst gehe ich aufs Laufband ...
... ich habe da was gut zu machen ...

Tag 10 in Zahlen
5.058 Schritte insgesamt (3,34 km)
7 kg sind nun (wieder) weg
18,1 kg leichter, seit Juli '16




Freitag, 19. Mai 2017

Saftfasten Tag 7

Gestern spielte das Saftfasten so gar keine Rolle und lief völlig selbstverständlich nebenbei.
Lustig.
Klar, Saft aus dem TetraPak, weil ich morgens früh das Haus verlief und erst pünktlich zur Schlafenszeit nach hause kam.
Und heute wird es kaum anders laufen ...

Darum auch nur kurz:

Tag 7 in Zahlen
12.080 Schritte insgesamt (7,98 km)
6,7 kg sind nun (wieder) weg
17,8 kg leichter, seit Juli '16


Am Wochenende werde ich mich dann endlich wieder in aller Ruhe meinem Unkraut und dem Entsafter widmen :)


Donnerstag, 18. Mai 2017

Saftfasten Tag 6

Wie war Tag 6?
Sagen wir mal:
Tag 7 und Tag 8 werden hektisch und so muss ich mich hiermit schon beeilen ...
Gestern war mein Bürotag, an dem ich nicht raus unter Menschen musste und prompt hatte ich ihn so voll gepackt, dass ich allein für den Vormittag 12 Stunden gebraucht hätte.
Putzen wollte ich, die Ablage machen, etwas im Garten werkeln, eine besonders lange Hunderunde, Sirup einkochen ...
Im Endeffekt schaffte ich tatsächlich etwas Hausputz und versank dann im Ablagekörbchen, damit ich alle Formulare und Anträge für heute und morgen parat habe.
Danach entdeckte ich mit einem entsetzten Quieken, dass schon 19 Uhr war und verschwand mit den Hunden auf den Feldern.
Aber nicht weit.
Ach, und der Saft ... kam wieder aus dem TetraPak.
Ich war hochmotiviert in die Küche gegangen um den Entsafter anzuwerfen, aber ... elende Konzentrationsaussetzer, nahm ich stattdessen versehentlich die Kaffeemaschine.

Nach der Hunderunde drehte ich noch eine Runde durch die Ablage und plumpste dann ins Bett.
Ja, so war das.

Was ich toll finde:
bis auf den Kaffee und dass ich zu viel fertigen Saft trinke, bin ich diesmal wirklich beim Saft.
Keine Mandeln, keine Avocados, kein Tofu, sondern echt Saft.
Beim letzten Mal habe ich kaum richtig ins Saftfasten gefunden - diesmal bin ich wohl drin, habe aber nicht so viel Zeit ernsthaft darüber nachzudenken. Ich merke nur, dass ich Verlockungen sehr gut widerstehen kann, weil mir die Tatsache, dass ich gerade faste einen ziemlichen Schub in Sachen Selbstvertrauen gibt, den ich dann auch beruflich wieder sehr gut brauchen kann.
Ein wenig so:
hey, ich kann X Tage nur Saft trinken - dann schaffe ich auch das ...
Denn man mag noch so wehrhaft sein, insgeheim übernimmt man das schräge Weltbild, dass man als dicker Mensch ja schon irgendwie ein disziplinloser Versager ist.
So eine Saftkur kann einem da ganz nett das Gegenteil zeigen.

Tag 6 in Zahlen
2,64 km Hunderunde
9.011 Schritte insgesamt (5,96 km)
6,1 kg sind nun (wieder) weg
17,2 kg leichter, seit Juli '16



Mittwoch, 17. Mai 2017

Saftfasten Tag 5

Meeting in der Würstchenbude.
Gestern brauchte ich ein wenig "Netzwerken" und meine Wunschpartnerin schlug ein Treffen in einer Würstchenbude vor, in der sie zwischen 2 Terminen zu essen gedachte.
Es war Nachmittag, ich hatte meinen Arbeitstag nun hinter mir und stand grübelnd vor einem Zelt mit einem Imbisswagen.
Wtf?
Es regnete und an den Tischen dieser Bude bekam man den einen oder anderen Regentropfen ab während man in einer Dunstmischung aus Frittenfett, Bratwurst und knuspriger Hühnerhaut saß.
"Haben!" jaulte mein Magen und irgendwo grübelte es in mir, ob das Frittenfett selbst evtl. in irgendeiner Form als Gemüsesaft durchging. Immerhin rein pflanzlich und aus irgendeinem Gewächs gepresst, oder?
Vordergründig grübelte ich aber eher, ob ich was falsch verstanden hatte:
wer trifft sich in einem verregneten Frittenzelt mit lauter ... ach so ... Rauchern.
Meine Netzwerkerin raucht.
Ich faste.
Aber:
ich wurde mit einer großen Portion fundiertem Wissen belohnt und der Kaffee vom Würstchenmann war erstaunlich lecker.
Außerdem konnte ich mir den restlichen Tag auf die Schultern klopfen, wie ungemein diszipliniert es von mir war, der Frau nicht ihr halbes Hähnchen oder doch zumindest dessen Haut zu entreißen.

Insgesamt bekamen die Hunde und ich gestern aber viel zu wenig Bewegung und der Saft kam aus dem TetraPak

Tag 5 in Zahlen
6.902 Schritte insgesamt (4,56 km)
5,9 kg sind nun (wieder) weg
17 kg leichter, seit Juli '16



Dienstag, 16. Mai 2017

Saftfasten Tag 4

Oh, das Einkaufen war nicht einfach.
Ich bin mir nie sicher, ob da gerade mein inneres Kinder herumplärrt, zu dem man bekanntlich nett sein soll, oder ob es schlicht mein verfressener, innerer Schweinehund ist, der meint, dass die letzten Jahre doch super gelaufen sind und wütend Pizza-Nachschub fordert.
Auf dem Weg vom Supermarkt nach hause, sind jedenfalls die Weintrauben, die ich für einen Saft vorgesehen hatte, "verschwunden".
Ungewaschen ...

Eines ist mir klar:
ich sollte auf jeden Fall vormittags einkaufen und keinesfalls am frühen Abend nach der Arbeit.
Überhaupt ist dieses "nach der Arbeit nach hause"-Kommen ein Wahnsinns "Fressi-Anlass".
Da ist ein ganz starker "immer um mich herum futtern"-Impuls, wenn ich durch die Haustür komme.
Überhaupt lernt man beim Fasten seine ganzen Ess-Reflexe kennen.
Das fühlt sich überzeugend nach Hunger an, ist aber nichts als Gewohnheit.

Heute bin ich wieder nur unterwegs, aber während ich gestern zu den dicken Innocent Smoothies griff, habe ich heute den Edeka Bio Gemüsesaft im Gepäck. Ich erwähne den Saft nicht um Werbung zu machen - Edeka zahlt mir nichts, sondern nur weil ich froh war, ihn gefunden zu haben.
Der Saft kommt nämlich ohne Salz daher und ist damit für eine Saftkur tauglich.
Allerdings ist der Fruchtanteil recht hoch.

Jetzt noch schnell:

Tag 4 in Zahlen
6,18 km Hunderunde
13.561 Schritte insgesamt (8,96 km)
5,3 kg sind nun (wieder) weg
16,4 kg leichter, seit Juli '16


Da kann man schön die Auswirkungen von Smoothies und Weintrauben sehen - nur 200 Gramm an Tag 4 :)