Freitag, 30. Dezember 2016

Saftfasten 2017

Gestern Morgen wollte ich in eine frisch gewaschene Jeans schlüpfen.
Meine Füße bekam ich rein ...

Also habe ich meinen Weihnachtsgästen beim Abschied alles mitgegeben, was sich nicht zu Gemüsesaft verarbeiten lässt und habe meine Saftkur 2017 einfach heute schon begonnen.

Die Waage habe ich mir einfach mal gespart :)

Ich bin gespannt, wie ich diesmal reinfinde.
Da ich keine Lust hatte, einkaufen zu gehen, habe ich alles in den Entsafter geschubst, was noch im Kühlschrank war.
(ok, Knoblauch und Chilis werde ich nach und nach und nicht heute entsaften)



Gurke, Paprika, Äpfel, sehr müder Ruccola und Reste von Petersilie und Dill, außerdem 2 Süßkartoffeln.
Ich hätte ja gedacht, der Saft würde grün, aber das Ergebnis ist eher orange ... mit einem "Touch of Schlamm"

Ich habe mal meinen Schutzengel dazu gestellt, damit er schmeckt :)



Das Ergebnis ist ok.
Lässt sich trinken - ist aber jetzt kein:
"oh, den müsst Ihr unbedingt machen"

Mehr ein:
echt, Ihr braucht keine speziellen Rezepte - Ihr könnt einfach mal loslegen.
Ich habe einige Saftbücher bekommen ... und finde sie allesamt eher überflüssig.
Mein Ziel ist es, mit gesunden, leckeren Säften mein Gewicht zu reduzieren.
Da reicht es, mich vor die Gemüsetheke zu stellen und zu überlegen, worauf ich Lust habe.
Man braucht Zutaten, die preiswert sind und ordentlich Saft hergeben - Äpfel, Stangensellerie, Gurken, Karotten - alles was aus viel Wasser besteht.
Und dann kombiniert man noch ein paar Sachen, die den Saft besonders lecker und/oder gesund machen.

Sparsam umgehen muss man mit gehaltvollem Obst/Gemüse
Avocados, Bananen, Mango ... das sind ohnehin Zutaten, die man nicht in den Entsafter gibt, sondern eher mit in den Saft püriert.
Das würde ich bei allen teuren Früchten/Kräutern empfehlen - lieber weniger und dann pürieren und nicht entsaften.

Da kommen wir auch gleich zu der beliebten "wieviel nimmt man ab?"-Frage.

Wieviel Du beim Saftfasten abnimmst, hängt erst einmal von Deinem Gewicht ab.
Und dann davon, ob Du Dich viel bewegst oder auch lieber träge in der Badewanne liegst.
Und von Deinen Säften:
wer Säfte mit wenig Fett und wenig Fruchtzucker macht, nimmt natürlich mehr ab
Die Frage ist nur, wie lange man eine Saftkur durchzieht, wenn man sich Säfte macht, die man evtl. nicht mag.

Ich püriere mir ganz gern mal Mango oder Avocado mit in den Saft.

Soviel von meinem neuen "Tag 1"



Montag, 28. November 2016

Anti-Grippe Saft

Heute habe ich mir eine fruchtige Vitamin C Bombe gemacht, nachdem ich gestern so ein leises Kratzen im Hals verspürt hatte.


Im Entsafter landeten

1 kg Karotten
2 rote Paprikaschoten
1 Bio-Zitrone samt Schale
1 Bio-Orange samt Schale

dazu presste ich noch 4 Orangen aus.




Bio-Orangen kann man mit Schale in den Entsafter geben.
Der Saft bekommt dann auch den leckeren Geschmack von Orangenschalen mit - nur wäre der Geschmack bei 5 Orangen doch sehr dominant, bzw. der Saft würde bitter.
Darum sollte man, wenn mehr als eine Orange mit in den Saft kommt, die restlichen Früchte schälen oder eben mit der Zitruspresse auspressen.

Wer mag, kann diesen Saft geschmacklich auch noch mit Ingwer oder Chilli aufpeppen.
Aber ich hatte zum Auftakt in die neue Saftrunde einfach Lust, auf einen fruchtigen, einfachen Saft mit ein wenig Orangenschalenaroma.

Diese geballte Ladung Vitamin C sollte der Grippe das Fürchten lehren!


Anfang November war ich allmählich aus dem Saftfasten herausgerutscht.
Erst hatte ich ein wenig Tofu mit in meinen Tagesplan aufgenommen, um Mangelzuständen vorzubeugen, aber nach ein paar Tagen wurde daraus eine Art "Tofu mit ein wenig Saft"-Diät.
Also gönnte ich mir bis Samstag eine Saftpause und werde jetzt bis zum 20.12. wieder eine Saftkur machen.
Nach dem 20. ist dann erst mal Weihnachten :)



Mittwoch, 2. November 2016

Kürbiskekse mit Walnüssen - Rezept aus Kürbistrester

Aus dem Trester, der beim Entsaften von Kürbissen übrig bleibt, kann man wunderbare Sachen kochen.
Suppen, Füllungen für Blätterteiggeschichten, Kürbisbrot und Kürbiskuchen und auch diese



Kürbiskekse mit Walnüssen

Man nehme:

130 Gramm Butter
200 Gramm Zucker
1 Ei + 1 Eigelb
Vanillezucker
Orangenschalen (ich habe einen Beutel genommen - Backzutatenregal)
200 Gramm Walnüsse
300 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
150 Gramm Kürbis-Trester

Wer keinen Kürbis-Trester hat, kann auch frischen Kürbis raspeln, dann aber etwas ausdrücken/abtropfen lassen

Wer kein Orangenaroma nimmt, kann auch in die Ingwer-Richtung gehen.

Butter (weich werden lassen) mit Zucker, Vanillezucker, Ei und Eigelb verrühren.
Mehl, Salz und Backpulver mischen und unter die Butter rühren.
Kürbistrester mit Orangenaroma mischen und unter den Teig heben.
Die Walnüsse hacken und unter den Teig heben.

Mit einem Teelöffel Teig abnehmen, in den Händen kugeln, leicht platt drücken und auf Backblech/Backpapier legen.
Das sieht dann aus, wie ein Blech voll kleiner Babybels ...

Bei 200° Ober-Unterhitze 20 Minuten backen - ich hatte 2 Bleche voller Kekse.

Ja, einen habe ich probiert, den Rest verschenkt - lecker!

Man kann noch Zuckerguss oder Kuvertüre über die Kekse geben.




Montag, 31. Oktober 2016

Saftfasten an Halloween? die Sache mit dem Heißhunger

Ja, Hilfe ...
Es gibt solche Gelegenheiten, zu denen man als netter Mensch Süßigkeiten im Haus haben sollte.
Sankt Martin und Halloween zB.
Da ich heute Abend nicht bei Kerzenschein im Badezimmer versteckt sitzen möchte, habe ich tatsächlich Süßigkeiten für kleine Gruselclowns und Co im Haus.
Schon seit Samstag!

Und wie ich es schaffe, trotz Saftkur keinen Heißhunger auf die Leckereien zu bekommen?
Ich werde jetzt nicht eine Sekunde lang etwas von Disziplin schwafeln ...

Nein, ich habe einen "anonymen" Fertigpack Halloween-Süßigkeiten gekauft und unbesehen in mein Hexen-Eimerchen gelegt, das für Halloween im Flur hängt.
Ich habe nicht geguckt, was genau im Beutel ist.
Ich kann es mir denken, aber um ehrlich zu sein, vermeide ich auch das :)

Die Sache ist:
man bekommt keinen Heißhunger auf ein Eimerchen!
Mein Heißhunger weiß immer ganz genau, was ich für Leckereien im Haus habe.
Und wenn ich nur noch ein wenig Sesam da habe, von der letzten Sushi-Orgie mit dem Töchterlein,
dann bekomme ich Tage später, wenn Freund Heißhunger meint, mal wieder vorbeischauen zu müssen, eben Heißhunger auf Sesam.
Oh, Sesam - ich könnte sterben für ein wenig Sesam, denkt es dann in mir, auch wenn ich versuche an vergammelten, toten Fisch oder mich im Bikini zu denken.
(gelegentlich verrutscht das Ganze zu totem Fisch im Bikini ... kein schöner Gedanke ...)
Jedenfalls habe ich keine Ruhe, bis entweder die Hühner den Sesam bekommen haben - oder ich ihn dann doch selbst verknuspert habe - "in Sesam sind wertvolle Öle! du solltest Sesam essen um keinen ähm, Sesam-Mangel zu erleiden ...)

Mein verd ... Heißhunger weiß ganz genau, wie Sesam schmeckt und lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Aber: der liebe Heißhunger hat keine Ahnung, was in dem Halloween-Beutel ist und lässt mich in Ruhe.


Darum: wenn man etwas daheim haben muss - warum auch immer:
- möglichst etwas ohne leckeren Aufdruck auf der Packung
- etwas, dessen Geschmack man selbst weder kennt, noch sich vorstellen kann

Wenn ich heute Abend mitbekomme, dass die Kinderlein hier durch sind, landet der Rest entweder noch im Beutel des letzten Gruselclowns oder in der Tonne ...

Mir selbst mache ich heute Abend einen schönen Kürbis-Birnensaft mit Zimt, den ich heiß aufgieße
(mit heißem Wasser, meine ich)
lecker, lecker


Karotten-Khaki-Saft mit Cranberries und Kurkuma

Saftfasten Rezepte


Oh, der Saft war sehr lecker - eher ein Smoothie, als ein Saft.

Man nehme:
1 kg Karotten
5 Khaki-Früchte
1 Kurkuma Würzelchen
1 Schale Cranberries



Beim Einkauf entdeckte ich diese Schale lebensmüden Khakis.
"Die halten aber nicht mehr lange!", sagte ich dem Lebensmittelanbieter freundlich und zack hatte ich die Schale Khakis zum halben Preis in meinem Wagen :)
Daheim dann die Erkenntnis:
die halten aber nicht mehr lange!
Also habe ich 1 kg Karotten dazu genommen, Kurkuma und meine ebenfalls "wir müssen weg!" Cranberries.
Durch den Entsafter geschubst, hatte ich einen samtigen Smoothie, den ich nur noch durch ein Sieb gegossen habe, denn durch ein Tuch wäre davon eher gar nichts durchgekommen.
Die Mischung kann ich Euch empfehlen: lecker!

Ein Glas davon trank ich pur - aus dem nächsten Glas machte ich 3 Gläser, da ich den Saft mit Wasser verlängerte.




Freitag, 28. Oktober 2016

Kürbissaft mit Paprika und Granatapfel

Saftfasten Rezepte


Ich bin ein echter Fan von Kürbissaft geworden.
Erstens schmeckt Kürbis mit sehr vielen Obst- und Gemüsesorten sehr lecker
und außerdem kann man den Trester des Kürbis so wunderbar weiterverarbeiten.
Ich nehme übrigens immer Hokkaido, da ich den nicht schälen muss.

Diesmal hatte ich
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Granatapfel
3 rote Paprikaschoten
1 Stück Kurkuma
1 Stück Ingwer
2 Khaki Früchte



Den fertigen Saft habe ich durch ein engmaschiges Sieb gegossen.
Wenn man den Saft durch ein Tuch filtert, bleibt nicht viel Saft übrig :)

Der fertige Kürbissaft schmeckt fruchtig, mit leicht bitterem Nachgeschmack (den ich ja sehr mag)
Die ulkige Saft-Zusammenstellung ist meinem Wunsch geschuldet, die Schmerzen in meinem Knie zu lindern und Granatäpfel, Kurkuma und Paprika gehören zu den Lebensmitteln mit entzündungshemmenden Inhaltstoffen.



Montag, 24. Oktober 2016

20 kg in 100 Tagen abnehmen

Kaum zu glauben, aber gestern war tatsächlich schon Tag 100 meiner Saftkur.

Als ich heute Morgen dann auf die Waage trat, musste ich wirklich lachen, denn ich habe da eine Punktlandung hingelegt.
Ich habe das, was andere mit Eifer googeln, tatsächlich getan (darum die Überschrift ...)

Heute, an Tag 101 bin ich erstmals wieder unter die 90 kg Grenze gerutscht.
89,5 kg um genau zu sein.
Damit habe ich nun 20,6 kg abgenommen und bin von
Adipositas Grad III
zu
Adipositas Grad I
gelangt.

Auf meinem IPad habe ich eine App, mit der ich jeden Tag eine Sekunde filmen kann.
Am allerersten Saftfasten-Tag habe ich mich mit meinem Obsteinkäufen vor dem Entsafter gefilmt
und heute wieder - lustig, ich habe zufällig wieder eine Ananas im Haus :)
eigentlich tanze ich nicht, sondern gehe nur einen Schritt, aber da ich ein echter Profi in der Bildbearbeitung bin (Vorsicht, Sarkasmus) wurde mir das fertige Video, in dem ich nun beide Sekunden nebeneinander gepappt habe, in Endlosschleife geliefert.
Ich tu einfach mal so, als sei das Absicht:



Ich weiß, die Frage kommt:
hast Du wirklich immer nur Saft getrunken?

Nein!
In den ersten 60 Tagen habe ich versucht, ausschließlich Saft, Wasser oder Tee zu trinken, aber ich habe gelegentlich auch mal einen Milchkaffee oder sogar einen Eiskaffee dabei gehabt.
Und manches Obst, das eigentlich in den Entsafter sollte, habe ich gleich so vernascht.
Dazu Himbeeren, Brombeeren und Blaubeeren auf den Hunderunden im Wald.

Nach 60 Tagen begann ich über die Sache mit dem Eiweißmangel nachzudenken und habe experimentiert.
Die Idee war, hin und wieder etwas Eiweißreiches zu mir zu nehmen.
Ich testete Fisch, Tofu und Surimi.
Fisch habe ich in kleinen Mengen gedünstet - das war nach all dem Saft eine leckere Abwechslung, war aber auch zu weit vom Saft weg. Es fühlte sich falsch an und ich nahm auch prompt zu.
tofu und Surimi kann man einfach aus der Verpackung nehmen und vernaschen.
Naturtofu übrigens - alles andere war prompt zu salzig.
Außerdem habe ich Lupinenprotein entdeckt, das ich mir hin und wieder in einen heißen Saft rühre.

Was Tofu und Surimi angeht, kaufe ich nun immer dann im Wechsel eine Portion, wenn ich eh einkaufen gehe.
(zweimal die Woche)

Nach ein paar Tagen, in denen ich unter dem Vorwand, einen Eiweißmangel vermeiden zu wollen ... sehr viel Tofu gefuttert habe, hat sich das mit diesem zweimal die Woche sehr gut eingespielt.

Als ich die Saftkur im Juli begann, hatte ich geplant, nebenbei viel Sport zu treiben.
Täglich auf das Laufband, bis ich wieder die Kondition hätte um zu joggen.
Nun, es kam anders.
Ich hatte mir das Knie verdreht und da wir so viel anderes zu tun hatten, dauerte es eine ganze Weile, bis ich mitbekam, dass mein Knie einfach nicht besser wurde.
So ging ich erst im September zum Arzt, der mir mit der Diagnose "Chondropathia patellae" keine wirklich große Freude machte.
Nun hatte ich die ersten beiden Termine bei der Krankengymnastik, humpelte aber immer noch eher schmerzhaft durch die Gegend.
Jetzt weiß ich, wie sich die kleine Meerjungfrau gefühlt hat:
jeder Schritt schmerzt - aber immerhin habe ich noch meine Stimme, um lautstark zu fluchen ...

Wann ich wieder auf das Laufband komme (auf Joggen wage ich gerade gar nicht zu hoffen), weiß ich nicht recht, da mich letzte Woche dann leider auch noch ein Rechtsabbieger übersehen und angefahren hat.

Ich brauche noch ein paar Tage, bis ich darüber lachen kann.

Jedenfalls bin ich nun unfreiwillig der beste Beweis dafür, dass man auch ohne Sport und kurz vor 50 (Jahren) durchaus abnehmen kann.

Da ich das Saftfasten weiterhin sehr gut vertrage, mache ich natürlich weiter.
(mit Tofu, Surimi, Lupinenprotein und Kaffee - Kaffee nun als Medizin :)
Ich habe eine Webseite gefunden, in denen Kaffee als entzündungshemmendes Lebensmittel aufgelistet wird und damit gut für mein Knie ist.


Freitag, 14. Oktober 2016

Kürbissaft selbstgemacht

Kann man Kürbisse entsaften?

Ja, kann man - noch dazu ganz einfach!


In den letzten Tagen sah ich immer öfter, dass die amerikanischen Saft-Fans Kürbissaft präsentierten.
Erst noch dachte ich, es ginge um die Farbe, Halloween und sei mehr ein Gag - auch bei Harry Potter wurde viel Kürbissaft getrunken und hey, das war gar kein Märchen :)
Nein - man kann Kürbisse entsaften!

Heute habe ich das dann einfach auch mal probiert.
Ich liebe Kürbisse - am liebsten ist mir dabei der Hokkaido Kürbis, da man ihn mit Schale zubereiten kann.
Genau das habe ich jetzt beim Kürbis Entsaften auch getan.

600 Gramm Hokkaido Kürbis grob in Stücke geschnitten und durch den Entsafter geschubst, ergeben immerhin 300 ml Kürbissaft!
Wenn man nur den Saft haben möchte, einfach den Kürbis waschen, in Stücke schneiden und samt Schale und Kernen entsaften.
Allerdings kann man den Kürbis-Trester, der beim Entsaften entsteht ganz wunderbar verbrauchen und so lohnt es sich, erst einmal Kürbis ohne Kerne zu entsaften, den Trester zu entnehmen und beiseite zu stellen und dann die Kerne und weitere Saftzutaten in den Entsafter zu geben. (und wenn ich sage, die Kerne, meine ich auch das ganze Drumherum)



Kürbistrester kann man mit einer Zwiebel in Butter dünsten, mit Gemüsebrühe aufgießen und sich eine leckere Suppe daraus kochen.
Oder man verwendet den Kürbistrester in Kürbisbrot, Kürbiskuchen ... was immer man mit sehr fein geraspeltem Kürbis anfangen möchte.

Der Kürbissaft schmeckt erdig (mehlig), süß und schwer.
Man kann ihn so trinken - ich hatte nicht das Bedürfnis, ihn ganz schnell wieder auszuspucken, aber schierer Kürbissaft schmeckt nicht soooooo irre gut, dass man gleich noch ein Glas davon trinken möchte.
Er soll ja sehr gesund sein - Leute, die sich nach den 4 Elementen ernähren (Ayurveda) singen webweit begeiserte Loblieder, dass Kürbissaft alle drei Vitalkräfte Vata, Pitta und Kapha ausgleicht - und ich Banause weiß noch nicht mal, was das ist.
Aber auch anderswo liest man: Kürbissaft ist ein echtes Superfood - und so einfach zu machen, wenn man denn einen Entsafter hat!

Ein besteht unter der harten Schale hauptsächlich aus Wasser, weshalb er beim Entsaften echt ergiebig ist.
Im Kürbis enthaltene Carotinoide, machen Kürbis für die Augen so wertvoll, wie Karotten.
Auch Antioxidantien sind im Kürbis enthalten und schützen vor freien Radikalen.
Kürbissaft steht im Ruf, Krebs, Rheuma und Alzheimer vorzubeugen.
Kalium im Fruchtfleisch wirkt zudem harntreibend und hilft gegen Nierenleiden.
und und und ...
(wenn man das alles so liest, fragt man sich fast, wie Menschen überleben können, die keinen Kürbissaft trinken :)

Und da für mich der Kürbis im Rahmen einer Saftkur ins Glas kommt, habe ich ihn folgerichtig geschmacklich mit "leicht, fruchtig und säuerlich" kombiniert.
Also, Apfel, Ananas, Zitrone ... Orangen ...

Was die Saftausbeute, den Nutzwert des Tresters und den Geschmack angeht, kann ich allen nur empfehlen, bei Gelegenheit mal einen Hokkaido Kürbis zu entsaften!





Mittwoch, 12. Oktober 2016

FAQ - das Familie Bekochen während der Saftkur

Ich habe derzeit den großen Vorteil, dass ich alle Verlockungen aus dem Haus räumen konnte,
was es natürlich leichter macht, der Saftkur die Treue zu halten,
wenn alte "Freunde", wie der abendliche Heißhunger, Schokogier und der süße Zahn sich zusammenrotten um einem das Leben ganz schön schwer zu machen.

Letzte Woche war meine Tochter zu Besuch und ich durfte noch einmal erleben, wie schwer es ist, eine Saftkur durchzuziehen, wenn man von normal essenden bzw. hungrigen Personen umgeben ist, leckere Sachen im Kühlschrank stehen und man auch dabei sitzt, wenn andere essen.

Es ist machbar!

Meine erste Saftkur habe ich auch durchgezogen, als meine Kinder noch im Haus waren.
(große Kinder)

Meine Tipps:

erste Tage
Wenn möglich, sollte man die ersten Saftkur-Tage allein verbringen.
Nach den ersten 4 Tagen, ist man eigentlich "drin".
Der Hunger ist vorbei - man befindet sich im Fastenmodus.

Vormittags kochen/einkaufen
Ich persönlich kann dann vormittags völlig gleichgültig mit Lebensmitteln umgehen.
Gleichgültig ist falsch - ich habe eher eine seltsame Lust, andere sehr schmackhaft zu bekochen, ohne aber selbst essen zu wollen.
Natürlich schmecke ich das Essen (vorsichtig) ab.
Es gibt keinen Grund, Fleisch zu probieren - das Abschmecken bezieht sich ausschließlich auf Suppen/Soßen/Dips.
Einerseits schmeckt man viel sensibler als sonst - ich habe sehr salzarm gewürzt.
Es ist aber für die Familie kein großes Problem, nachzuwürzen.
Lustig war, dass meine Tochter, die sonst gerne scharf isst, ein paarmal das Gefühl hatte, Feuer spucken zu können - was Chili angeht, bin ich derzeit wohl sehr unempfindlich.
Darum habe ich meiner Tochter das Abschmecken hier dann lieber selbst überlassen.
Jedenfalls hat es für mich am besten funktioniert, alle Mahlzeiten vormittags vorzubereiten:
Suppen, Aufläufe, Dips ...
... was der Rest der Familie dann über den Tag verteilt gegessen hat.

Auch das Einkaufen lege ich komplett auf den Vormittag.
Letzte Woche bin ich einmal abends in einen Supermarkt gegangen und regelrecht wieder geflohen, als ein Nutella-Glas offensiv zu flirten begann ...


Appetitbremse
Wenn ich merkte, dass mich der Anblick und Geruch von Speisen zu arg beschäftigt hat, habe ich mich nicht dazu gesetzt - oder ich habe mir selbst meine 1Liter-Tasse mit 200 ml passierten Tomaten, 1 Teelöffel Sambal Olek und kochendem Wasser gefüllt.
Das ist jetzt nicht wirklich Gemüsesaft, aber sehr nahe dran und für mich eine wunderbare Heißhunger-Bremse.

Mich überfällt der Appetit immer gern abends.
Plötzlich habe ich bunte Bildchen dessen vor Auge, was da alles Leckeres im Kühlschrank steht.
Es war für mich wirklich schwer, diszipliniert zu bleiben, wenn die Kinder im Bett waren.
Wenn es keiner sieht, hat man es auch nicht gegessen, richtig?!
So albern es klingt und vielleicht auch ist:
mir half ein Fahrradschloss am Kühlschrank.
Ich habe eine offene Küche - andere können einfach die Küchentür abschließen ...

Das ist natürlich albern ... total albern ... regelrecht lächerlich!
Aber es hilft :)

(nehmt eines mit einem Zahlenschloss, damit schusslige Kinder morgens nicht grübeln müssen, wo der Schlüssel vom Fahrradschloss abgeblieben ist ...)

Ohne hungrigen Nachwuchs im Haus, ist es natürlich viel einfacher diszipliniert zu sein.
Als gestern Abend der vertraute Heißhunger um die Ecke kam, hatte er die Wahl, zwischen 1 kg gut gekühlter Tomaten, Karotten, Salatgurke, Sellerie ... nichts davon wollte der Heißhunger haben und darum trollte er sich wieder.
Und selbst wenn er gewonnen hätte - ein "Fressanfall", bei dem man ein paar Karotten wegknabbert, hat einen ganz eigenen Charme ...

Falls der Heißhunger heute vorbeikommt, erwartet ihn diese "Bremsspur" :)







Mittwoch, 5. Oktober 2016

Cheat Days beim Saftfasten?!

Wieder eine prima Frage, die ich per Mail bekam.
Wie sieht es beim Saftfasten mit so genannten Cheat Days aus?

Unter Cheat Days versteht man Tage, bei denen der "Abnehmer" sich nicht an seine Diät hält, sondern fuscht/schummelt.
Die Low Carbler futtern Brötchen, die Low Fatler schmieren sich Butter drauf.

Wie wäre es also, wenn man beim Fasten einen Tag die Woche isst?

Schlechte Nachricht:
Dann müsste man am nächsten Tag erneut mit dem Fasten beginnen.
Wer eine Saftkur beginnt, hat in den ersten Tagen meist mit Hunger zu kämpfen.
Ich bin jetzt bei Safttag Nummer 82 und natürlich habe ich Gelüste, aber eben keinen Hunger.
Mein Alltag ist schön, bunt und ruhig - ich mache mir meine Säfte, trinke Saft, Tee, Wasser, verdünnten Saft und jaaaa, ich gestehe:
hin und wieder einen Kaffee.
Ich habe mir entkoffeinierten Pulverkaffee gekauft.

Aber das war ja gar nicht die Frage :)

Wer einen Cheat Day einführt, beginnt nach jedem Cheat Day neu mit dem Fasten.
Viele erleben die ersten Fastentage gern mit sehr übler Laune, Unruhe, Kopfschmerzen.
Gerade bei uns Übergewichtigen, ist Essen gern so etwas wie das Putzen bei Katzen :)
Werden wir aus dem Konzept gebracht, naschen wir ein wenig und arbeiten dann konzentriert und entschlossen weiter - wird uns das Naschen genommen, schmeißt uns das anfangs gern ein wenig aus der Bahn.
Ich erlebe es jedenfalls so.
Gerade die ersten Tage, habe ich immer und immer wieder den Reflex, irgendwas zu kochen/essen um mich zu sammeln.
Wird mir das genommen, fällt es mir erst einmal schwer, auf der Spur zu bleiben.
Ich habe da jetzt einen frisch antrainierten Reflex, mir dann einen entkoffeinierten Pulverkaffee aufzubrühen :)

Der soll sich bitte erst mal so richtig etablieren, bevor ich nach irgendwelchen Cheat Days auf alte "Nasch-Reflexe" zurückgreife.

Ein Cheat Day würde dazu führen, dass man am Tag danach wieder Hunger hat

Wer fastet, hungert nämlich nicht.
(also, nach den ersten Tagen ...)

Wenn ich sage, dass ich seit 81 Tagen eine Saftkur mache, denken viele, ich müsse doch völlig ausgehungert sein - glaubt mir, jemand der bei Tag 3 seiner Saftkur ist, hat deutlich mehr Hunger und muss viel tapferer sein, als ich jetzt!

Natürlich bin ich oft verlockt, zu essen.
Wenn mein Töchterlein zu Besuch kommt und ich sie bekoche, ist es mir ein Genuss, ihr Essen abzuschmecken, aber ich passe sehr auf, dass ich es nicht übertreibe, damit ich mich dabei nicht aus dem Fastenmodus schubse.
Dieses Bekochen und Abschmecken, würde ich in der ersten Fastenwoche auch nicht empfehlen, denn da läuft doch noch Gefahr, die komplette Pfanne leerzulöffeln ...

Gar kein Cheat Day beim Saftfasten?
Naja ... man kann schon ein wenig naschen, muss aber wissen, dass das Gewicht dann auch auf der Stelle stehenbleibt.
Bei mir sind es gern mal Mangos und/oder Avocados, die auf den Umweg durch den Entsafter verzichten.
Seit Tag 60 esse ich gelegentlich mal ein Stück Naturtofu, um etwas gegen einen evtl. Eiweißmangel zu tun.
Die Sache beim Saftfasten ist, dass Naturtofu mir jetzt absolut grandios schmeckt - eine wahre Delikatesse!
Eigentlich wollte ich mir ja den Räuchertofu gönnen, den ich sonst so liebe, aber lacht mal:
den fand ich entsetzlich salzig, während ich den Naturtofu köstlich finde.

Ich kann auch Mandeln, Bucheckern oder Nüsse naschen, ohne danach Hunger zu bekommen - aber die Waage reagiert am nächsten Tag immer prompt mit einer Zunahme.
Es hat also für diejenigen, die mit einer Saftkur abnehmen wollen, keinen Sinn, sich täglich Tofu, Bananen und Nüsse auf den Plan zu setzen, denn dann erleben sie das Wunder, wie ihr Körper damit sein Gewicht hält und sie nicht abnehmen oder sogar zunehmen.

Was also den Cheat Day angeht, muss auch jeder für sich herausfinden, was er zu sich nehmen kann, ohne wieder hungrig zu werden.
Als ich am Ende meiner letzten Saftkur angekommen war, habe ich da recht mutig herumexperimentiert und einiges herausgefunden, was mir in dieser Saftkur noch nutzt.

Eine Bekannte kann zB Brühe trinken - sie gönnt sich am Samstagabend eine Hühnerbrühe.
Für mich ist das das Ende einer Saftkur - egal, welche Brühe: danach habe ich Hunger, als hätte ich nie gefastet.

Aber ich kann einen Eiskaffee (kalter Kaffee mit Schokoeis) trinken.
Am nächsten Tag wiege ich ein Kilo mehr, aber ich habe keinen Hunger.

Mein Fazit zum Cheat Day ist also:
das würde ich erst zum Ende der Saftkur hin "riskieren"
und bitte bedenkt: wenn Ihr lange gefastet habt, kann ein üppiges Mahl zu ganz gruseligen Bauchschmerzen und Krämpfen führen!

Beim Abfasten ist erst mal Schonkost angesagt und kein Schweinebraten mit Klößen!


Donnerstag, 29. September 2016

Saftfasten Rezepte - roter Saft (ohne rote Bete)

Der rote Saft hier war wieder mal so richtig lecker.
Ich habe den fertigen Saft auch nur durch ein Sieb gegossen und nicht durch ein Tuch.
Darum war es gut, ihn in eine Plastikflasche zu füllen, damit ich ihn vor dem Trinken noch einmal kräftig schütteln konnte.

Im Saft sind:

1 kg Karotten
1 Granatapfel
2 Mandarinen
4 Tomaten
1 rote Paprikaschote
1/8 Wassermelone

Die Karotten hatte ich geschält, da ich den Karottentrester in ein Brot verarbeitet hatte.
Sonst wasche ich Karotten nur gründlich, bevor sie in den Entsafter kommen.
Die Melone und den Granatapfel habe ich auch ohne Schalen entsaftet.
Beim Granatapfel geht das am einfachsten, wenn man ihn viertelt und die Kerne samt dem Weißen mit einem Esslöffel in ein Wasserglas schabt - dann bekommt man den Granatapfel am einfachsten in die Öffnung des Entsafters.

Der Saft war sehr lecker - eher süß und lieblich.





Dienstag, 27. September 2016

Saftfasten-Rezept "Gemüsemilch"

Dieser Saft war eine geschmackliche Überraschung.
Eine gelungene Überraschung, sollte ich sagen!

Nach Lust und Laune hatte ich kombiniert:

2 Süßkartoffeln
2 Salatgurken
2 Handvoll grüner Trauben


Das Ergebnis war ein milder, etwas trüber Saft, aus dem man alle 3 Komponenten deutlich herausschmeckt.
Lecker Trauben, lecker Gurken, lecker Süßkartoffeln ...
aber insgesamt, schmeckte der Saft ein wenig wie ... Milch!

Mag sein, dass ich auf Entzug bin, was Milch angeht - ich mag kalte Milch sehr gern - und darum war auch dieser Saft ein echter Genuss, den ich mir bestimmt öfter machen werde!




Samstag, 24. September 2016

Saftkur: muss man Einläufe machen?

Gute Nachrichten:

beim Saftfasten fallen sowohl die Glaubersalz-Folter zu Beginn des Fastens,
als auch die Einläufe während des Fastens weg.
Beim Wasserfasten säubert vorher man den Darm - beim Saftfasten bleibt einem die Verdauung und man kann sich diesen eher unangenehmen Teil des Fastens sparen.

Bisher habe ich noch keinen Saftfaster getroffen, bei dem das anders war.


Mittwoch, 21. September 2016

Saftkur: wieviel ml Saft darf man täglich trinken?

Wieviel ml Saft darf man beim Saftfasten täglich trinken?

Eine Frage, die mir erstaunlich oft gestellt wird ...

Ich kann da nur antworten:
trinkt so viel Gemüsesaft, wie Ihr nur wollt!

Ich persönlich achte darauf, dass ich nach jedem Liter Saft auch ca einen Liter Wasser trinke.
(nicht als moderne Wasserfolter in einem Rutsch, sondern so über den Tag verteilt immer mal Saft, mal Wasser!)

Außerdem ist es sinnvoll, die Zutaten im Blick zu behalten, die man in den Entsafter gibt.
In Gemüse steckt meist wenig Zucker oder Fett - anders sieht das bei Obst aus, aber Obst macht so einen Gemüsesaft natürlich schmackhafter.
Oder preiswerter:
In meinen Säften sind meist Äpfel mit drin, da mein Garten voller Apfelbäume ist und sie gerade reichlich Früchte tragen.
Mag sein, dass ich deshalb langsamer abnehme, aber so lange ich meine Säfte lecker finde, fällt mir das Saftfasten auch leichter.
Und 16 kg in 60 Tagen sind nicht übel :)

Was gekaufte Säfte angeht, muss man vorsichtiger sein, wenn man Saftfasten möchte.
true fruits und andere Smoothies, sind sicherlich lecker und auch mal praktisch, wenn man unterwegs ist, aber hier handelt es sich eher um püriertes Obst - das hat oft ganz erstaunlich viele Kalorien








Donnerstag, 15. September 2016

60 Tage Saft

Eigentlich wäre gestern meine 60 Tage Saftkur vorüber gewesen, denn gestern war dann Tag 61 meiner Saftkur.

Mein Sohn hatte beim Abschied - er guckt sich gerade Neuseeland an - ein Foto von mir gemacht.
(Ich hatte ganz viele Fotos von ihm gemacht, denn mit der Kamera vor der Nase, sah er meine Tränen nicht und konnte mich nicht auslachen :)
Gestern kam meine Tochter aus Oslo zurück, stieg auf einen Hocker (damit der Winkel der Aufnahme ähnlich wird) und machte dann ein 60 Tage später Foto von mir.


Seht Ihr, was ich sehe?
Nein, ich meine nicht, dass ich auf dem Nachher-Bild übermüdet aussehe - und es auch bin ... - sondern, dass es kein "Vorher-Nachher-Foto" ist, sondern eindeutig ein "Vorher - Zwischendurch"-Foto.

Um die Rückkehr meiner Tochter gebührend zu feiern, hatte ich Tag 60 meiner Saftkur in der Küche verbracht und dabei einen leckeren Lachsauflauf vorbereitet.
Lachsröllchen, einen Thunfischsalat und einen Himbeertraum.
Dabei fiel mir auf, dass mir das sehr leicht fiel - ok, ich habe ein Stück Lachs genascht, aber mir genügte das Geschmackserlebnis dabei.
Ich merkte erneut, wie gut ich einfach im Gemüsesaftfasten drin bin.
Warum also jetzt aufhören?
Meine Waage und mein Spiegel geben mir Recht
Mach doch noch ein wenig weiter!

Saftfasten hat nichts mit Hungern zu tun.
Vermutlich liegt es nicht jedem - aber mir auf jeden Fall und auch für Joe Cross* war es DIE Lösung.
*Durch seinen Film "fat, sick and nearly dead" kam ich zum Saftfasen.

Es ist einfach - im Sinne von simpel.
Entweder mache ich mir täglich Gemüsesaft oder ich kaufe mir Gemüsesaft - praktisch, wenn ich unterwegs bin.
Was habe ich schon für Diäten ausprobiert ... so einfach, preiswert und "unpeinlich" wie das Saftfasten war noch keine - und mehr Erfolg hatte ich auch noch nie.
Mit "unpeinlich" meine ich, dass man nirgends seltsame Produkte kaufen/bestellen oder zu irgendwelchen Gruppen gehen muss.

Und es hat etwas "Heroisches" - da sitze ich, ein kleines Kugelweib ... und Leute bewundern meine Disziplin, Ausdauer und staunen "das könnten sie nie!".
Bei BCM und anderem Pulver, habe ich auch gut abgenommen, wurde aber mit meinen Pulverdosen leise belächelt und dazu war das Zeug auch noch teuer und irgendwann stieß mich der Geruch beim Öffnen der Dosen so ab, dass ich einfach aufhören musste.

Gemüse riecht gut - wenn mich ein Gemüse nicht anspricht, nehme ich einfach ein anderes.
Joe Cross liebt Mangold - habe ich probiert - igitt! - den fertigen Saft habe ich mit viel Wasser und Ananassaft trinkbar gemacht und Mangold kam nie wieder in meinen Entsafter.

Und was würdet Ihr im Supermarkt lieber zur Kasse schieben:
einen Einkaufswagen voller Gemüse oder einen Wagen voll Pulvermampf-Dosen?!
Zudem ist das Gemüse auch noch viel billiger.

Viele Saftzutaten finde ich auch in meinem Garten oder unterwegs.
Äpfel, Birnen, Hagebutten, Quitten, Holunder, Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Brombeeren ...
Klar, wenn ich zu viel Obst nehme, wird der Saft recht zuckrig und der Gewichtsverlust verlangsamt sich.
Ich habe sehr viel Obst genommen, da mein Garten kiloweise Äpfel produziert - und so habe ich in den 60 Tagen glatt 16 kg abgenommen.
Andere nehmen in der Zeit sehr viel mehr ab - die haben keine Apfelbäume :)
Und außerdem habe ich gerade "Knie" und kann keinerlei Sport treiben.

Und 16 kg ändern schon sehr viel.
Meine Lebensqualität ist deutlich höher, als noch im Juli, als ich den Entsafter vom Dachboden holte.

Mit 16 kg weniger Gewicht, ist natürlich alles schon mal weniger anstrengend.
Aber das Saftfasten brachte noch einen Schwung Vorteile, mit denen man jetzt nicht unbedingt rechnet:

- ich habe keine Kopfschmerzen mehr

- meine Haut ist so schön, dass ich mich derzeit meist gar nicht schminke

- ich brauche deutlich weniger Schlaf
- Schlafen ist so überhaupt kein Problem mehr

- meine Hände und Füße raffen kein Wasser mehr an sich

- meine Kurzatmigkeit ist weg - ich kann sogar wieder singen ohne einen Hustenanfall zu bekommen
(ok, das sieht mein Umfeld nicht unbedingt als Vorteil, denn man bekommt vom Saftfasten keine Singstimme mitgeliefert, die schöner ist, als die Singstimme, die man immer schon hatte :)

Und was die Kopfschmerzen und Schlafprobleme angeht:
das war schon nach 1 Woche Saftfasten spürbar anders!

Und darum ist das hier nur ein Zwischenfazit - meine Saftkur geht weiter.

Wie heißt es so schön?!
Stay tuned!




Und das ist das, was ich jetzt nicht mehr mit mir herumschleppe:

Dienstag, 13. September 2016

Saftfasten unterwegs

Heute ist bei mir Tag 60 meiner Saftkur.
Ich werde weitermachen - also muss ich das mit den 60 Tagen in der "Anmoderation" mal löschen ...

Was natürlich alle interessiert:
ich habe in 59 Tagen also 15,8 kg abgenommen.

Letzte Woche musste ich kurzfristig verreisen.
Was macht man da?
Den Entsafter mitnehmen?
Das habe ich einmal gemacht, aber das ist ganz schön aufwendig.
(neuerdings ist übrigens beides erlaubt - aufwändig und aufwendig)

Der Saft lässt sich nur mit Getöse machen und wohin dann mit dem Trester?
Ich habe also flugs Saft gekauft und mitgenommen.
Bei gekauftem Saft ist das Wichtigste - für mich - dass er keinesfalls gesalzen ist, denn Salz weckt meinen Hunger und ich bin froh, dass meine Hungergefühle im Fastenschlaf liegen.
Es gibt Menschen, die können mit Brühe fasten - das geht bei mir gar nicht.
Wenn ich "sündige", dann passe ich immer auf, dass ich völlig ungesalzen sündige.

Ich nasche Brombeeren, Heidelbeeren, Avocado, Mango ... ich gestehe ... auch ein Eiskaffee ging schon als Gemüsesaft durch.
Nach solchen Tagen steht die Waage still oder man nimmt sogar zu - aber Hauptsache man wirft sich nicht aus dem Fastenmodus und bekommt wieder Hunger.

Darum kann ich kaum einen Gemüsesaft kaufen - auch im Bioladen ist meist alles gesalzen.
Nun gibt es bei Edeka einen Frucht & Gemüsesaft in orange und rot
Geschmacklich kommt er natürlich nicht an selbst gemachte Säfte ran, aber mit ca 2,- Euro pro Liter, ist er sehr erschwinglich und im Tetra Pak mit Schraubverschluss kann man ihn gut mitnehmen und bei jedem (?) Edeka nachkaufen.

Vorne in den Kühltheken der Supermärkte findet man ja auch gerne Säfte von True Fruits und Co.
Kann man machen ...
Die Säfte sind aber sehr viel süßer und aus Erfahrung kann ich berichten, dass man am nächsten Tag ein Pfund mehr wiegt, wenn man zwei von den großen True Fruits Säften während einer Saftkur austrinkt :)

Dann doch lieber einen Eiskaffee (nein, das habe ich jetzt nicht wirklich gesagt)

Dann gibt es ja noch die Säfte aus den Saftboutiquen - wo man sich ganze Saftkuren für eine Woche holen kann.
Ich habe mir das in Hamburg mal angesehen und war nicht glücklich.
Alles in Plastik fertig abgefüllt und irre teuer.
Galileo hat ja einen Narren daran gefressen, gelegentlich Beiträge zum Thema Detox zu machen, in denen dann berichtet wird, dass man zwangsläufig 9 kg Bio-Gemüse am Tag braucht.
Ich habe keinen Schimmer, wie die darauf kommen ...
Meine Kostenfortschreibung habe ich aufgegeben, nachdem in meinem Garten die Äpfel reif wurden und ich die meisten meiner Säfte auf Apfelsaftbasis zubereite.
Das spart mir viel Geld.
Wenn meine Äpfel durch sind, versuche ich das noch einmal ... mit der Kostenberechnung.
Derzeit kaufe ich für ca 20,- Euro die Woche ein und da ist dann auch Katzenfutter bei ...

Am Wochenende verreise ich wieder und ich werde vorher wieder den Supermarkt-Saft einkaufen.




(war gerade einkaufen und habe ein Foto von dem "betroffenen" Saft gemacht - soll keine Schleichwerbung sein - Edeka sponsort mich nicht - leider ...)

Ob ich immer ganz brav beim Saft bleibe?
Nein ... ich vernasche wie gesagt ganz gern das Obst, das ich eigentlich entsaften wollte ... trinke hin und wieder Kaffee mit fettarmer Milch (wer den Detox-Gedanken hochhält, sollte das lassen ...) und außerdem darf man mich mit keiner Avocado alleine lassen ...
Relativ bewusst werde ich ab jetzt auch hin und wieder etwas Fisch und Tofu naschen.
Natur-Tofu.
Nach 60 Tagen Saftkur schmeckt der hervorragend!
Meine Ernährungsberaterin hatte mir dazu geraten und mir auch noch zu irgendwelchen Pillen geraten, die Veganer gegen Mängel schlucken.
Meine Ernährungsberaterin ist nicht vom Fach, aber besorgt :)

So, mein nächster Beitrag geht über Holunderbeeren.
(man kann sie roh entsaften, sollte aber gucken, ob man den Saft gut verträgt)




Samstag, 3. September 2016

1 Kasten Wasser in 50 Tagen

Ihr dürft ruhig lachen!
Aber als ich heute einen neuen Kasten Wasser nach hause schleppte (also nur vom Auto ins Haus), habe ich ihn mit ins Badezimmer getragen und gewogen.
Ein Kasten Wasser - mit Kasten und vollen Flaschen - wiegt 14,6 kg.
Und genau das ist das Gewicht, dass ich in den letzten 50 Tagen abgenommen habe.
Also habe ich den Kasten wieder rausgeschleppt, ein albernes Foto gemacht und ihn dann wieder ins Haus geschleppt.
Vermutlich wiege ich gleich noch eine Flasche weniger nach dieser Schlepperei :)

Ich gebe zu, als ich den Kasten so herumtrug, war ich ganz schön beeindruckt.
14,6 kg - zu sagen oder zu tragen, das ist schon ein ganz schöner Unterschied.
Ich hoffe, ich stelle bald noch so einen Kasten ab ;-)



Wenn Ihr den nächsten Kasten Wasser durch die Gegend schleppt, könnt Ihr ja mal an mich denken.

Im Moment habe ich soooo viel zu tun, dass ich mir eine dieser fertigen 1-Woche-Saftkuren gekauft habe.
Und weil ich den Saft bezahlen musste, mache ich hier auch keine Werbung dafür und trinke zwischendurch noch andere, ebenso gekaufte Säfte.
Ich hoffe, dass ich in einer Woche wieder dazu komme selbst zu entsaften, denn das ist wirklich viel leckerererer!


Dienstag, 23. August 2016

Saftrezept - der sanfte Fenchel-Birnensaft mit Tomate und mehr

Ich habe zweimal nachgesehen:
heute ist tatsächlich schon Tag 39 meiner Saftkur

Als ich vorhin vor dem Entsafter stand, war mir sehr nach einem milden Saft.
Im Kühlschrank warteten ein Fenchel, Tomaten und Honigmelone auf mich.
Bzw. der Lockruf des anderen Gemüses überzeugte mich nicht.

In einer Regenpause - ab heute soll es dann ja länger sonnig werden - sammelte ich im Garten Äpfel und Birnen auf.
Weder die Hagebutten, noch Brennnesseln noch irgendwas anderes sprach mich so recht an.

Also wurde der Saft heute mild und geschmacklich in Führung liegen ganz klar die Birnen.
Die beiden Tomaten und die roten Äpfel haben dem Saft einen niedlichen Rosa-Ton gegeben.
Wüsste ich es nicht besser, würde ich auf Pfirsich tippen


Im Saft sind:
1 Fenchelknolle
2 Tomaten
1/4 Honigmelone
11 kleine Birnen
7 kleine Äpfel

Daraus werden gut ein Liter Saft - lecker - ich habe ihn nur noch durch ein Sieb gegossen.





Samstag, 20. August 2016

der rote Riese - Saftrezept

Gestern habe ich mir einen sehr leckeren Saft gemacht.
Mir war nach "süß" und so hatte ich eine Wassermelone gekauft.


Auch nach roter Bete stand mir der Sinn - die nehme ich immer nur dann in den Saft, wenn ich Lust auf sie habe, denn sie dominiert gesschmacklich gern ein wenig und es ist lustig:
entweder habe ich große Lust auf rote Bete, oder absolut keine - dazwischen gibt es nichts.
Darum bin ich bei käuflichen Gemüsesäften auch meist vorsichtig - da können noch so viele, leckere Sachen drin sein - Safthersteller lieben rote Bete und der Saft schmeckt dann auch komplett nach roter Bete.
Aber wie gesagt, gestern war ich ein Fan ...

Die Zutaten
1 kg Karotten
1/4 Wassermelone
1 rote Paprika
1 Stangensellerie
1 rote Bete



Dann nahm ich auch noch einen Stangensellerie - der stört mich geschmacklich nie.
Die Wassermelone habe ich geschält - Wassermelone ist sehr ergiebig, was Saft angeht!

Der Saft bekommt eine tolle Farbe und schmeckt auch richtig schön süß und lecker!




Sonntag, 14. August 2016

30. Tag meiner Saftkur - zurück bei den "Uhus"

Heute ist mein 30. Saftfastentag.
Beim Stöbern bei Instagram und anderswo in den Weiten des WWW fand ich einige Seiten, in denen der 30. Tag auch der letzte Saftfastentag der Leute war und sie soooo glücklich sind, das geschafft zu haben.
Hm - Halbzeit für mich.
Und ich sehe auch gar keinen Grund jetzt schon aufzuhören.
Mir geht es prima und ich verfüge auch noch über hinreichend Pfunde, die gern abschmelzen dürfen.
Genau genommen gehöre ich seit heute wieder zu den Uhus.
(wer es nicht kennt: unter Hundert Kilo *seufz*)


Gestern habe ich mir einen sehr leckeren Saft gemacht, für den ich Euch kein richtiges Rezept aufschreiben kann, denn ich habe nichts abgewogen.
Zuerst habe ich in meinem Garten eine große Schüssel mit Äpfeln und Hagebutten gefüllt
und dann habe ich auch noch meinen altersschwachen Pflaumenbaum abgeerntet.
Pflaumen sind im Saft lecker, machen aber viel Arbeit, da man die Kerne herausschneiden muss.
Wer Pflaumen kauft, sollte gleich zu den großen, dicken Pflaumen greifen und somit weniger Arbeit haben.

Aus dem Kühlschrank holte ich dann noch 2 Handvoll Karotten, 4 Tomaten und 2 Apfelsinen.
Die Mischung war soooo lecker, dass ich sie noch einmal ausprobieren werde und dann mal genauere Mengen notieren werde.
So habt Ihr das jetzt eher als Anregung, denn Rezept.





Samstag, 13. August 2016

Detox Kur - die ganze Wahrheit über die Entgiftung

Gestern hatte eine Freundin mir gesagt, dass etwas über "meinen Saft" bei Galileo käme.
Heute ist Tag 29 meiner Saftkur und ich bringe heute exakt 10 kg weniger auf die Waage, als am 16.07.2016, als ich mit meiner Saftkur begann.
Das ist nicht meine 1. Saftkur und so habe ich schon einige Routine, was die Zubereitung von Säften und die Reaktionen meines Körpers und meiner Psyche auf das Saftfasten angeht.

10 kg in 28 Tagen klingt für viele erst mal bombastisch, darum der Hinweis, dass ich auch in der sehr unbeliebten Adipositas Grad III Gruppe mit einem Sahnetörtchen BMI von über 40 gestartet bin.

Der Saftbeitrag von Galileo:
junger Mann wird dazu verdonnert, 5 Tage nur Saft zu trinken und sich dabei zu filmen.
Dazu schlaue Sätze, die die Seriosität des Beitrags erkennen lassen:
"Detox kommt aus dem Englischen ..."
Laut Wikipedia ist Detox eine im Juli 2011 von Greenpeace begonnene Kampagne, die sich gegen den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Textilindustrie richtet.
Das gefällt mir fast besser!

Detox ist schlicht der aktuelle Modename für das höchst altmodische Wort "Heilfasten".
Beim Fasten - durch das Fasten - kommt es zu Erlebnissen und Ergebnissen, die von den Anhängern des Fastens gern mit Vergleichen beschrieben werden.
"Entschlacken", "Entgiften", "detox", "reboot" ... nichts davon passiert wirklich.
Bei einer Saftkur wird der Körper nicht entschlackt oder entgiftet, denn im Körper gibt es keine Schlacken und mit Glück auch keine Gifte.
Ein Körper funktioniert nicht wie ein großer Tank, den man einmal ordentlich durchspülen kann, damit er wieder sauber ist.
Aber nach einer Saftkur fühlt sich ein Körper so an, als wäre er gründlich gereinigt worden.
Die Anhänger des Fastens fühlen sich gereinigt, weshalb das Fasten gern auch Bestandteil von Religionen ist.
Es ist sehr vielschichtig, bewusst zu verzichten, den Verzicht zu erleben, zu überleben.
Es gibt einem viel Zeit, wenn man nicht kocht und Mahlzeiten zu sich nimmt.
Nicht nur die Zeit der Zubereitung und des Essens, sondern auch die Zeit des Verdauens fällt weg und so brauche ich derzeit sogar weniger Schlaf und dieser wenige Schlaf ist noch dazu erholsamer, als der Schlaf, der auf ein üppiges Abendessen folgt.

Der junge Galileo-Mann ist erschrocken über die hohen Kosten seiner 5-Tage-Saftkur.
Das kann ich gut verstehen.
Wobei ich nicht verstehen kann, weshalb er nun ausgerechnet eine Saftkur macht.
Ganz ehrlich, bei einer zeitlich derart begrenzten Fastenkur, würde ich das gute alte Wasserfasten vorziehen.
5 Tage Leitungswasser hätten ihm sehr viel Geld, Zeit, Müll und Arbeit erspart und die gleichen Ergebnisse erzielt.

Ich war zu normalgewichtigen Zeiten schon Fan des Heilfastens und habe mir eine jährliche Fastenkur mit Wasser gegönnt.
Je öfter man das tut, desto routinierter wird man darin und so hielt ich mich auch nicht an "5-Tage-Fastenkur", sondern merkte, wie lange ich fasten wollte, während des Fastens - damals fastete ich weniger um Gewicht zu verlieren, als viel mehr aus einem inneren Bedürfnis heraus.
Danach fühlte ich mich innerlich gestärkt - gereinigt.
Aber noch einmal: so etwas wie Schlacken gibt es im menschlichen Körper nicht.

Irgendwann legte ich nach und nach mächtig an Gewicht zu und dann missbrauchte ich mein altes Heilfasten dazu, Gewicht zu verlieren. Das klappte nicht.
Statt des Fastenerlebnisses, hungerte ich verbissen, was ich meist nach wenigen Tagen entnervt aufgab.

Im Winter 2014 sah ich dann zufällig den Film von Joe Cross - fat, sick and nearly dead
Der Mann spricht mit einem breiten australischen Akzent englisch und ich verstand nicht alles, was er während seines Films erzählte. Ich sah, wie er mit seinem Entsafter 60 Tage lang durch die USA reiste, Amerikanern Gespräche über ihre Ernährung aufnötigte und dabei große Mengen Saft trank.
Übrigens recht wahllos zubereitete Säfte.
Joe Cross kaufte das Gemüse, das gerade günstig war und ihn ansprach, schubste es durch seinen Entsafter, den er mit der Autobatterie betrieb, trank den Saft und wurde innerhalb der 60 Tage schlanker und gesünder.
Direkt am nächsten Tag machte ich ihm das nach.
Einen Entsafter hatte ich bereits - und einen Kühlschrank voller Gemüse.
Es funktionierte!
Innerhalb kürzester Zeit verschwanden all meine Wehwehchen, wie die dauernden Kopfschmerzen.
Was ich auch Klasse fand:
dadurch, dass ich nicht aß, fand ich Gelegenheit, meinen bisher unbewussten Essgewohnheiten auf die Schliche zu kommen.
Nach den 60 Tagen war ich 20 kg leichter und mein Geschmack hatte sich völlig verändert.
"Reboot" - als würde man einen Computer herunterfahren und neu starten - natürlich passiert auch das nicht wirklich.
Unser Magen ist kein Computer, den man runterfahren und neu starten kann.
Ernährungswissenschaftler und Ärzte werden keinerlei Probleme damit haben, den Vergleich zu widerlegen, aber Tatsache ist, dass ich nach der Saftkur Lust auf ganz andere Nahrungsmittel hatte, als vor der Saftkur.
Während ich vorher Lust auf Pizza, Chips, Pommes ... verspürte, waren es Avocados und Mangos, die nun die Hauptrollen in meinen Heißhungerphantasien spielten.
Auch war ich deutlich schneller satt.
Ich tat mir eine Portion auf und oft war mir ein Teller Suppe schon zuviel, während ich vor der Saftkur gerne noch zwei- dreimal nachnahm.

Natürlich verpufft dieser Effekt irgendwann, wenn man nur zielstrebig genug in alte Gewohnheiten zurückfällt.
Und genau das hatte ich getan.
Mir muss niemand erzählen, dass es den JoJo-Effekt gibt, denn genau den habe ich erlebt und innerhalb eines Jahres kehrte ich auf mein Ausgangsgewicht zurück.
Einerseits traurig - andererseits habe ich ja nun bereits die Erfahrung mit dem Saftfasten und weiß, dass eine Saftkur bei mir persönlich wirklich gut funktioniert.

Mir ist sonnenklar, dass mein Körper weder Schlacken, noch Gifte abbaut, sondern schlicht und ergreifend Gewicht verliert.
Damit verliere ich auch nach und nach Wehwehchen, die ich persönlich durch das Übergewicht bekommen habe.
Es gibt viele gesunde Menschen mit Übergewicht, darum mein "persönlich".
Ich litt unter Kurzatmigkeit, begann beim Sprechen dauernd zu husten und musste auch bei kurzen Fußmärschen oft stehen bleiben um wieder zu Luft zu kommen.
Nachts bekam ich im Liegen kaum Luft und erwachte oft mit Kopfschmerzen und sehr trockenem Mund.
Mir ist klar, wie gruselig laut ich dabei geschnarcht haben muss und da das Schlafen selbst schon eine anstrengende Sache geworden war, hatte ich bei meinem letzten Skandinavien-Urlaub recht kostenintensiv auf Einzelzimmer bestanden.
Man kann mit solchen Beschwerden natürlich zum Arzt gehen.
Das tat ich nicht, weil ich wusste, dass ich ab Juli wieder eine Saftkur beginnen könnte und diese Beschwerden dann vermutlich verflögen.
Das taten sie dann auch innerhalb einer Woche.
Das nächste waren meine geschwollenen Hände, Füße, Beine ... alles raffte schmerzhaft viel Wasser an sich, was nicht nur - wie gesagt - schmerzhaft war, sondern auch noch sehr unschön aussieht.
Mittlerweile erkenne ich nur noch, dass da noch immer Wasser gelagert wird, wenn ich Söckchen trage und deren Bündchen einschneiden.

Nach 28 Tagen Saftkur bin ich noch immer schwer übergewichtig, aber dennoch geht es mir viel besser.
Körperlich ist es ein Unterschied, ob ich beim Gehen 10 kg mehr oder weniger mit mir herumtrage und so schaffe ich die Hunderunden nun wieder mit Freude und kann meine Wege nach Lust und Laune wählen, statt zu grübeln, ob ich das überhaupt schaffe.
Optisch ist der Unterschied eher gering.
Meine Augen sind viel klarer und auch wieder größer geworden, aber dafür schreit meine Haut dauernd nach Creme.
Ich habe nie "schöne Haut" gehabt, dafür aber ein gutes Makeup - dieses lasse ich derzeit komplett weg, damit ich mich öfter eincremen kann.
Und so erschrecke ich gern mal, wenn ich mein Gesicht mit Rötungen hier und da, statt gleichmäßigem Makeup sehe.
Psychisch geht es mir dagegen wunderbar.
War ich Anfang Juli noch die undisziplinierte Dicke, so bin ich jetzt wieder die Frau, die die Disziplin hat, 29 Tage lang Saft zu trinken. Und zugleich sehe ich auch mein Übergewicht nicht mehr als ein Gefängnis, aus dem es keine Fluchtmöglichkeiten gibt, sondern eine machbare Herausforderung.
Man könnte sagen:
meine Gedanken sind kräftig entgiftet worden :)

Das sind für mich DIE Vorteile, Wahrheiten und Geheimnisse des "Detox" bzw Saftfastens.


Freitag, 12. August 2016

lecker Gurkensaft

Die letzten Säfte waren nett, schrien aber nicht
"gib ihnen das Rezept"


Anders der Gurkensaft von heute.
mmmmh!


Drin sind:

2 Bund Dill
1 Salatgurke
1/2 Ananas
1 Zitrone
2 Äpfel
und 1 pink Grapefruit


Die Ananas und Grapfruit habe ich gepellt - die Zitrone nicht.
Sie war Bio und ich mag den Zitronenschalengeschmack.

Der Saft ist erfrischend und rundum lecker.


Mittwoch, 10. August 2016

Minty Matcha Saft - mein grünes Wunder

Nach 25 Tagen Saft, schmeckt man Dinge sehr viel deutlicher und erlebt kleine Geschmacksexplosionen.
Ein Waldspaziergang, der an Himbeeren und Brombeeren vorbeiführt, ist ein kleines Fest.

Beim Online-Bummel über andere Instagram-Konten, entdeckte ich einige Säfte mit Matchapulver.
Hey, das habe ich doch auch noch im Schrank!


Also habe ich gestern einen Saft mit Matcha und frischer Minze ausprobiert.
Sooooo lecker!

In meinen Entsafter kamen:
4 Selleriestangen
1 Stück Ingwer
1/4 Ananas
4 Äpfel
300 Gramm Spinat
1 Zweig Minze aus dem Garten - ca 8 Blätter



Auf dem Bild fehlt die Minze noch.

Den fertigen Saft habe ich durch ein engmaschiges Metallsieb gegeben und dann habe ich 1 Esslöffel Matcha hineingequirlt.
Das Ganze ergab 2 Saftgläser voll von meinem grünen Wunder.
Sehr lecker!
(ah, sagte ich schon ...)


Dienstag, 9. August 2016

Hagebuttensaft - Hagebutten entsaften


Wer etwas aus Hagebutten machen möchte, erfährt immer, dass er die Kerne entfernen muss.
Und genau da bin ich bisher immer ausgestiegen, denn das ist eine Sauarbeit, die mir nicht die geringste Freude macht.
Die Kerne haben fiese kleine Haare und werden gern als Juckpulverersatz genommen.
Die Lösung sind Gummihandschuhe.
Wenn ich etwas hasse, dann das Gefühl von Gummihandschuhen an den Händen.
Mir kommt immer der Vergleich mit gebrauchten, fremden Kondomen, den ich hier nicht weiter verfolgen werde.
Jedenfalls liebe ich den Geschmack von Hagebutten, aber nichts konnte mich bisher dazu bringen, mehr mit Hagebutten zu machen, als vorsichtig außen an ihnen herumzuknabbern ...

Als ich mir jetzt einen Schwung Äpfel aus dem Garten holte, fiel mein Blick auf meine Rosensträucher und schwupps habe ich eine gute Handvoll Hagebutten gepflückt und durch den Entsafter geschubst.
Also:
200 Gramm Hagebutten - ergeben eine kleine Saftpfütze.
(es hängt sicher noch mal die gleiche Menge Saft im Entsafter und kommt mit den nächsten Früchten dann noch mit in den Saftbehälter :)

Ich weiß ja nicht, ob sich das jetzt arg lohnt, aber es lässt sich doch sehr unkompliziert bewerkstelligen - ich habe nur den oberen Teil der Hagebutten abgeschnitten.
Die Kerne landeten zum größten Teil im Trester-Behälter, aber es lohnt dennoch, den Saft noch durch ein Sieb zu gießen, denn auch im Sieb fanden sich noch einmal 3 Kerne wieder.

Es gibt einen guten Grund, Hagebutten mit in seinen Saft zu mischen:
neben Sanddorn und Aronia verfügen sie über den höchsten Gehalt von Antioxidantien unter den Wildfrüchten.
Und ganz im Gegensatz zu Sanddorn und Aronia findet man Hagebutten an vielen Orten.

Hagebutten enthalten auch noch Vitamin A, B, C, K und P,
dazu noch Pektin und Zucker.
Damit unterstützt man seinen Zellschutz, beugt Erkältungen vor und unterstützt insgesamt sein Immunsystem.


Ich werde sicher öfter welche pflücken und mit in den Entsafter geben.



Samstag, 6. August 2016

Blaubeersaft - Blaubeertrester verwerten



Wenn man Blaubeeren entsaftet, entsteht viel Blaubeertrester, der für den Kompost viel zu schade ist.
Ich habe gestern eine schnelle Blaubeer-Konfitüre aus dem Trester gekocht.


Von 500 Gramm frischen Blaubeeren, landeten 270 Gramm im Trester-Behälter.
Damit die Konfitüre nicht übermäßig kernig wird, ersetze ich das entsaftete Gewicht durch Zitronen- oder Limettensaft.
Wer es eilig hat:
den gibt es auch fertig abgefüllt zu kaufen.


Diesmal habe ich 270 Gramm Blaubeertrester
aufgefüllt mit 270 Gramm Limettensaft
und 540 Gramm Gelierzucker 1:1

Durch den Zitronensaft kann man Gelierzucker 1:1 nehmen und erhält eine vollfruchtige, nicht zu süße Konfitüre.
1:1 Gelierzucker hat den Vorteil, dass bei der fertigen Konfitüre Schimmel einfach abgehoben und die restliche Konfitüre weiterhin gegessen werden könnte.
Das geht bei 2:1 oder 3:1 Konfitüren nicht - hier ist das komplette Glas verdorben, wenn sich Schimmel an den Oberflächen bildet.

Blaubeerkonfitüren werden schnell zu süß - der Zitronensaft verhindert das gut und man erhält 1 kg leckere Blaubeerkonfitüre, bei der niemand die Zitronen-Verlängerung herausschmeckt oder sich über übermäßig viele Kerne wundert, denn im Volumen hat man schlicht Blaubeerkonfitüre 1:1



Blaubeersaft
ist sehr gesund, weil Blaubeeren/Heidelbeeren den tiefblauen Farbstoff enthalten - Anthocyane.
Diese gelten als Radikalfänger und gelten als hilfreich bei der Krebsvorbeugung und wirksam gegen vorzeitige Alterung von Gefäßen und Haut.
Also:
macht schön und gesund!


Blaubeersamt - Saftrezept


Diese Mischung ergibt ein großes Glas Blaubeer-Brennessel-Saft mit Chilli.
Und jetzt gehe ich gerade vor, wie die ganzen Hersteller teurer Säfte und unterschlage die Äpfel ;-)

Der Saft schmeckt wundervoll beerig, leicht nussig und hat dann noch diese feine Schärfe - lecker!

In den Entsafter kommen

500 Gramm Blaubeeren
3 kleine Äpfel
1 rote Chillischote
1 Handvoll Brennnesselblätter und Samen

Bei "Handvoll" Brennnesselblätter muss ich immer grinsen, denn natürlich greife ich mir keine Handvoll Brennnesseln aus meinem "Kräutergarten", sondern halte eine Schüssel unter die Brennnesseln und schneide mit einer Schere immer oben die feinen Enden von den Stengeln. Und einzelne große Blätter.
So fasse ich sie nicht an und verbrenne mir auch ohne Handschuhe meine Hände nicht.
Die Samendolden können ruhig mit in den Entsafter.
Ich schaufel sie mit einer Gabel aus der Schüssel in den Entsafter.
Und nein, ich wasche sie vorher nicht - sie stammen aus meinem Garten und ich sammel da, wo keine Läuse sind.


Chilli nicht komplett in den Entsafter stecken, sondern aufschneiden und alle Kerne entfernen, sonst bekommt der Saft keine feine Schärfe, sondern verwandelt sich in Tabasco :)

Blaubeeren zu entsaften ist Sünde - das sollte man wirklich nur tun, wenn man Gelierzucker im Haus hat und den Trester verwertet.
Das Rezept kommt später dazu.

Den Saft habe ich mir gestern gemacht, weil mein Garten gerade von Äpfeln und Brennnesseln überquillt - die beiden sind also die Gratis-Saftbasis. Auf dem Markt bekam ich das Pfund Blaubeeren fast geschenkt und Chilli kann ich einfach nie widerstehen ...