Montag, 31. Oktober 2016

Saftfasten an Halloween? die Sache mit dem Heißhunger

Ja, Hilfe ...
Es gibt solche Gelegenheiten, zu denen man als netter Mensch Süßigkeiten im Haus haben sollte.
Sankt Martin und Halloween zB.
Da ich heute Abend nicht bei Kerzenschein im Badezimmer versteckt sitzen möchte, habe ich tatsächlich Süßigkeiten für kleine Gruselclowns und Co im Haus.
Schon seit Samstag!

Und wie ich es schaffe, trotz Saftkur keinen Heißhunger auf die Leckereien zu bekommen?
Ich werde jetzt nicht eine Sekunde lang etwas von Disziplin schwafeln ...

Nein, ich habe einen "anonymen" Fertigpack Halloween-Süßigkeiten gekauft und unbesehen in mein Hexen-Eimerchen gelegt, das für Halloween im Flur hängt.
Ich habe nicht geguckt, was genau im Beutel ist.
Ich kann es mir denken, aber um ehrlich zu sein, vermeide ich auch das :)

Die Sache ist:
man bekommt keinen Heißhunger auf ein Eimerchen!
Mein Heißhunger weiß immer ganz genau, was ich für Leckereien im Haus habe.
Und wenn ich nur noch ein wenig Sesam da habe, von der letzten Sushi-Orgie mit dem Töchterlein,
dann bekomme ich Tage später, wenn Freund Heißhunger meint, mal wieder vorbeischauen zu müssen, eben Heißhunger auf Sesam.
Oh, Sesam - ich könnte sterben für ein wenig Sesam, denkt es dann in mir, auch wenn ich versuche an vergammelten, toten Fisch oder mich im Bikini zu denken.
(gelegentlich verrutscht das Ganze zu totem Fisch im Bikini ... kein schöner Gedanke ...)
Jedenfalls habe ich keine Ruhe, bis entweder die Hühner den Sesam bekommen haben - oder ich ihn dann doch selbst verknuspert habe - "in Sesam sind wertvolle Öle! du solltest Sesam essen um keinen ähm, Sesam-Mangel zu erleiden ...)

Mein verd ... Heißhunger weiß ganz genau, wie Sesam schmeckt und lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Aber: der liebe Heißhunger hat keine Ahnung, was in dem Halloween-Beutel ist und lässt mich in Ruhe.


Darum: wenn man etwas daheim haben muss - warum auch immer:
- möglichst etwas ohne leckeren Aufdruck auf der Packung
- etwas, dessen Geschmack man selbst weder kennt, noch sich vorstellen kann

Wenn ich heute Abend mitbekomme, dass die Kinderlein hier durch sind, landet der Rest entweder noch im Beutel des letzten Gruselclowns oder in der Tonne ...

Mir selbst mache ich heute Abend einen schönen Kürbis-Birnensaft mit Zimt, den ich heiß aufgieße
(mit heißem Wasser, meine ich)
lecker, lecker


Karotten-Khaki-Saft mit Cranberries und Kurkuma

Saftfasten Rezepte


Oh, der Saft war sehr lecker - eher ein Smoothie, als ein Saft.

Man nehme:
1 kg Karotten
5 Khaki-Früchte
1 Kurkuma Würzelchen
1 Schale Cranberries



Beim Einkauf entdeckte ich diese Schale lebensmüden Khakis.
"Die halten aber nicht mehr lange!", sagte ich dem Lebensmittelanbieter freundlich und zack hatte ich die Schale Khakis zum halben Preis in meinem Wagen :)
Daheim dann die Erkenntnis:
die halten aber nicht mehr lange!
Also habe ich 1 kg Karotten dazu genommen, Kurkuma und meine ebenfalls "wir müssen weg!" Cranberries.
Durch den Entsafter geschubst, hatte ich einen samtigen Smoothie, den ich nur noch durch ein Sieb gegossen habe, denn durch ein Tuch wäre davon eher gar nichts durchgekommen.
Die Mischung kann ich Euch empfehlen: lecker!

Ein Glas davon trank ich pur - aus dem nächsten Glas machte ich 3 Gläser, da ich den Saft mit Wasser verlängerte.




Freitag, 28. Oktober 2016

Kürbissaft mit Paprika und Granatapfel

Saftfasten Rezepte


Ich bin ein echter Fan von Kürbissaft geworden.
Erstens schmeckt Kürbis mit sehr vielen Obst- und Gemüsesorten sehr lecker
und außerdem kann man den Trester des Kürbis so wunderbar weiterverarbeiten.
Ich nehme übrigens immer Hokkaido, da ich den nicht schälen muss.

Diesmal hatte ich
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Granatapfel
3 rote Paprikaschoten
1 Stück Kurkuma
1 Stück Ingwer
2 Khaki Früchte



Den fertigen Saft habe ich durch ein engmaschiges Sieb gegossen.
Wenn man den Saft durch ein Tuch filtert, bleibt nicht viel Saft übrig :)

Der fertige Kürbissaft schmeckt fruchtig, mit leicht bitterem Nachgeschmack (den ich ja sehr mag)
Die ulkige Saft-Zusammenstellung ist meinem Wunsch geschuldet, die Schmerzen in meinem Knie zu lindern und Granatäpfel, Kurkuma und Paprika gehören zu den Lebensmitteln mit entzündungshemmenden Inhaltstoffen.



Montag, 24. Oktober 2016

20 kg in 100 Tagen abnehmen

Kaum zu glauben, aber gestern war tatsächlich schon Tag 100 meiner Saftkur.

Als ich heute Morgen dann auf die Waage trat, musste ich wirklich lachen, denn ich habe da eine Punktlandung hingelegt.
Ich habe das, was andere mit Eifer googeln, tatsächlich getan (darum die Überschrift ...)

Heute, an Tag 101 bin ich erstmals wieder unter die 90 kg Grenze gerutscht.
89,5 kg um genau zu sein.
Damit habe ich nun 20,6 kg abgenommen und bin von
Adipositas Grad III
zu
Adipositas Grad I
gelangt.

Auf meinem IPad habe ich eine App, mit der ich jeden Tag eine Sekunde filmen kann.
Am allerersten Saftfasten-Tag habe ich mich mit meinem Obsteinkäufen vor dem Entsafter gefilmt
und heute wieder - lustig, ich habe zufällig wieder eine Ananas im Haus :)
eigentlich tanze ich nicht, sondern gehe nur einen Schritt, aber da ich ein echter Profi in der Bildbearbeitung bin (Vorsicht, Sarkasmus) wurde mir das fertige Video, in dem ich nun beide Sekunden nebeneinander gepappt habe, in Endlosschleife geliefert.
Ich tu einfach mal so, als sei das Absicht:



Ich weiß, die Frage kommt:
hast Du wirklich immer nur Saft getrunken?

Nein!
In den ersten 60 Tagen habe ich versucht, ausschließlich Saft, Wasser oder Tee zu trinken, aber ich habe gelegentlich auch mal einen Milchkaffee oder sogar einen Eiskaffee dabei gehabt.
Und manches Obst, das eigentlich in den Entsafter sollte, habe ich gleich so vernascht.
Dazu Himbeeren, Brombeeren und Blaubeeren auf den Hunderunden im Wald.

Nach 60 Tagen begann ich über die Sache mit dem Eiweißmangel nachzudenken und habe experimentiert.
Die Idee war, hin und wieder etwas Eiweißreiches zu mir zu nehmen.
Ich testete Fisch, Tofu und Surimi.
Fisch habe ich in kleinen Mengen gedünstet - das war nach all dem Saft eine leckere Abwechslung, war aber auch zu weit vom Saft weg. Es fühlte sich falsch an und ich nahm auch prompt zu.
tofu und Surimi kann man einfach aus der Verpackung nehmen und vernaschen.
Naturtofu übrigens - alles andere war prompt zu salzig.
Außerdem habe ich Lupinenprotein entdeckt, das ich mir hin und wieder in einen heißen Saft rühre.

Was Tofu und Surimi angeht, kaufe ich nun immer dann im Wechsel eine Portion, wenn ich eh einkaufen gehe.
(zweimal die Woche)

Nach ein paar Tagen, in denen ich unter dem Vorwand, einen Eiweißmangel vermeiden zu wollen ... sehr viel Tofu gefuttert habe, hat sich das mit diesem zweimal die Woche sehr gut eingespielt.

Als ich die Saftkur im Juli begann, hatte ich geplant, nebenbei viel Sport zu treiben.
Täglich auf das Laufband, bis ich wieder die Kondition hätte um zu joggen.
Nun, es kam anders.
Ich hatte mir das Knie verdreht und da wir so viel anderes zu tun hatten, dauerte es eine ganze Weile, bis ich mitbekam, dass mein Knie einfach nicht besser wurde.
So ging ich erst im September zum Arzt, der mir mit der Diagnose "Chondropathia patellae" keine wirklich große Freude machte.
Nun hatte ich die ersten beiden Termine bei der Krankengymnastik, humpelte aber immer noch eher schmerzhaft durch die Gegend.
Jetzt weiß ich, wie sich die kleine Meerjungfrau gefühlt hat:
jeder Schritt schmerzt - aber immerhin habe ich noch meine Stimme, um lautstark zu fluchen ...

Wann ich wieder auf das Laufband komme (auf Joggen wage ich gerade gar nicht zu hoffen), weiß ich nicht recht, da mich letzte Woche dann leider auch noch ein Rechtsabbieger übersehen und angefahren hat.

Ich brauche noch ein paar Tage, bis ich darüber lachen kann.

Jedenfalls bin ich nun unfreiwillig der beste Beweis dafür, dass man auch ohne Sport und kurz vor 50 (Jahren) durchaus abnehmen kann.

Da ich das Saftfasten weiterhin sehr gut vertrage, mache ich natürlich weiter.
(mit Tofu, Surimi, Lupinenprotein und Kaffee - Kaffee nun als Medizin :)
Ich habe eine Webseite gefunden, in denen Kaffee als entzündungshemmendes Lebensmittel aufgelistet wird und damit gut für mein Knie ist.


Freitag, 14. Oktober 2016

Kürbissaft selbstgemacht

Kann man Kürbisse entsaften?

Ja, kann man - noch dazu ganz einfach!


In den letzten Tagen sah ich immer öfter, dass die amerikanischen Saft-Fans Kürbissaft präsentierten.
Erst noch dachte ich, es ginge um die Farbe, Halloween und sei mehr ein Gag - auch bei Harry Potter wurde viel Kürbissaft getrunken und hey, das war gar kein Märchen :)
Nein - man kann Kürbisse entsaften!

Heute habe ich das dann einfach auch mal probiert.
Ich liebe Kürbisse - am liebsten ist mir dabei der Hokkaido Kürbis, da man ihn mit Schale zubereiten kann.
Genau das habe ich jetzt beim Kürbis Entsaften auch getan.

600 Gramm Hokkaido Kürbis grob in Stücke geschnitten und durch den Entsafter geschubst, ergeben immerhin 300 ml Kürbissaft!
Wenn man nur den Saft haben möchte, einfach den Kürbis waschen, in Stücke schneiden und samt Schale und Kernen entsaften.
Allerdings kann man den Kürbis-Trester, der beim Entsaften entsteht ganz wunderbar verbrauchen und so lohnt es sich, erst einmal Kürbis ohne Kerne zu entsaften, den Trester zu entnehmen und beiseite zu stellen und dann die Kerne und weitere Saftzutaten in den Entsafter zu geben. (und wenn ich sage, die Kerne, meine ich auch das ganze Drumherum)



Kürbistrester kann man mit einer Zwiebel in Butter dünsten, mit Gemüsebrühe aufgießen und sich eine leckere Suppe daraus kochen.
Oder man verwendet den Kürbistrester in Kürbisbrot, Kürbiskuchen ... was immer man mit sehr fein geraspeltem Kürbis anfangen möchte.

Der Kürbissaft schmeckt erdig (mehlig), süß und schwer.
Man kann ihn so trinken - ich hatte nicht das Bedürfnis, ihn ganz schnell wieder auszuspucken, aber schierer Kürbissaft schmeckt nicht soooooo irre gut, dass man gleich noch ein Glas davon trinken möchte.
Er soll ja sehr gesund sein - Leute, die sich nach den 4 Elementen ernähren (Ayurveda) singen webweit begeiserte Loblieder, dass Kürbissaft alle drei Vitalkräfte Vata, Pitta und Kapha ausgleicht - und ich Banause weiß noch nicht mal, was das ist.
Aber auch anderswo liest man: Kürbissaft ist ein echtes Superfood - und so einfach zu machen, wenn man denn einen Entsafter hat!

Ein besteht unter der harten Schale hauptsächlich aus Wasser, weshalb er beim Entsaften echt ergiebig ist.
Im Kürbis enthaltene Carotinoide, machen Kürbis für die Augen so wertvoll, wie Karotten.
Auch Antioxidantien sind im Kürbis enthalten und schützen vor freien Radikalen.
Kürbissaft steht im Ruf, Krebs, Rheuma und Alzheimer vorzubeugen.
Kalium im Fruchtfleisch wirkt zudem harntreibend und hilft gegen Nierenleiden.
und und und ...
(wenn man das alles so liest, fragt man sich fast, wie Menschen überleben können, die keinen Kürbissaft trinken :)

Und da für mich der Kürbis im Rahmen einer Saftkur ins Glas kommt, habe ich ihn folgerichtig geschmacklich mit "leicht, fruchtig und säuerlich" kombiniert.
Also, Apfel, Ananas, Zitrone ... Orangen ...

Was die Saftausbeute, den Nutzwert des Tresters und den Geschmack angeht, kann ich allen nur empfehlen, bei Gelegenheit mal einen Hokkaido Kürbis zu entsaften!





Mittwoch, 12. Oktober 2016

FAQ - das Familie Bekochen während der Saftkur

Ich habe derzeit den großen Vorteil, dass ich alle Verlockungen aus dem Haus räumen konnte,
was es natürlich leichter macht, der Saftkur die Treue zu halten,
wenn alte "Freunde", wie der abendliche Heißhunger, Schokogier und der süße Zahn sich zusammenrotten um einem das Leben ganz schön schwer zu machen.

Letzte Woche war meine Tochter zu Besuch und ich durfte noch einmal erleben, wie schwer es ist, eine Saftkur durchzuziehen, wenn man von normal essenden bzw. hungrigen Personen umgeben ist, leckere Sachen im Kühlschrank stehen und man auch dabei sitzt, wenn andere essen.

Es ist machbar!

Meine erste Saftkur habe ich auch durchgezogen, als meine Kinder noch im Haus waren.
(große Kinder)

Meine Tipps:

erste Tage
Wenn möglich, sollte man die ersten Saftkur-Tage allein verbringen.
Nach den ersten 4 Tagen, ist man eigentlich "drin".
Der Hunger ist vorbei - man befindet sich im Fastenmodus.

Vormittags kochen/einkaufen
Ich persönlich kann dann vormittags völlig gleichgültig mit Lebensmitteln umgehen.
Gleichgültig ist falsch - ich habe eher eine seltsame Lust, andere sehr schmackhaft zu bekochen, ohne aber selbst essen zu wollen.
Natürlich schmecke ich das Essen (vorsichtig) ab.
Es gibt keinen Grund, Fleisch zu probieren - das Abschmecken bezieht sich ausschließlich auf Suppen/Soßen/Dips.
Einerseits schmeckt man viel sensibler als sonst - ich habe sehr salzarm gewürzt.
Es ist aber für die Familie kein großes Problem, nachzuwürzen.
Lustig war, dass meine Tochter, die sonst gerne scharf isst, ein paarmal das Gefühl hatte, Feuer spucken zu können - was Chili angeht, bin ich derzeit wohl sehr unempfindlich.
Darum habe ich meiner Tochter das Abschmecken hier dann lieber selbst überlassen.
Jedenfalls hat es für mich am besten funktioniert, alle Mahlzeiten vormittags vorzubereiten:
Suppen, Aufläufe, Dips ...
... was der Rest der Familie dann über den Tag verteilt gegessen hat.

Auch das Einkaufen lege ich komplett auf den Vormittag.
Letzte Woche bin ich einmal abends in einen Supermarkt gegangen und regelrecht wieder geflohen, als ein Nutella-Glas offensiv zu flirten begann ...


Appetitbremse
Wenn ich merkte, dass mich der Anblick und Geruch von Speisen zu arg beschäftigt hat, habe ich mich nicht dazu gesetzt - oder ich habe mir selbst meine 1Liter-Tasse mit 200 ml passierten Tomaten, 1 Teelöffel Sambal Olek und kochendem Wasser gefüllt.
Das ist jetzt nicht wirklich Gemüsesaft, aber sehr nahe dran und für mich eine wunderbare Heißhunger-Bremse.

Mich überfällt der Appetit immer gern abends.
Plötzlich habe ich bunte Bildchen dessen vor Auge, was da alles Leckeres im Kühlschrank steht.
Es war für mich wirklich schwer, diszipliniert zu bleiben, wenn die Kinder im Bett waren.
Wenn es keiner sieht, hat man es auch nicht gegessen, richtig?!
So albern es klingt und vielleicht auch ist:
mir half ein Fahrradschloss am Kühlschrank.
Ich habe eine offene Küche - andere können einfach die Küchentür abschließen ...

Das ist natürlich albern ... total albern ... regelrecht lächerlich!
Aber es hilft :)

(nehmt eines mit einem Zahlenschloss, damit schusslige Kinder morgens nicht grübeln müssen, wo der Schlüssel vom Fahrradschloss abgeblieben ist ...)

Ohne hungrigen Nachwuchs im Haus, ist es natürlich viel einfacher diszipliniert zu sein.
Als gestern Abend der vertraute Heißhunger um die Ecke kam, hatte er die Wahl, zwischen 1 kg gut gekühlter Tomaten, Karotten, Salatgurke, Sellerie ... nichts davon wollte der Heißhunger haben und darum trollte er sich wieder.
Und selbst wenn er gewonnen hätte - ein "Fressanfall", bei dem man ein paar Karotten wegknabbert, hat einen ganz eigenen Charme ...

Falls der Heißhunger heute vorbeikommt, erwartet ihn diese "Bremsspur" :)







Mittwoch, 5. Oktober 2016

Cheat Days beim Saftfasten?!

Wieder eine prima Frage, die ich per Mail bekam.
Wie sieht es beim Saftfasten mit so genannten Cheat Days aus?

Unter Cheat Days versteht man Tage, bei denen der "Abnehmer" sich nicht an seine Diät hält, sondern fuscht/schummelt.
Die Low Carbler futtern Brötchen, die Low Fatler schmieren sich Butter drauf.

Wie wäre es also, wenn man beim Fasten einen Tag die Woche isst?

Schlechte Nachricht:
Dann müsste man am nächsten Tag erneut mit dem Fasten beginnen.
Wer eine Saftkur beginnt, hat in den ersten Tagen meist mit Hunger zu kämpfen.
Ich bin jetzt bei Safttag Nummer 82 und natürlich habe ich Gelüste, aber eben keinen Hunger.
Mein Alltag ist schön, bunt und ruhig - ich mache mir meine Säfte, trinke Saft, Tee, Wasser, verdünnten Saft und jaaaa, ich gestehe:
hin und wieder einen Kaffee.
Ich habe mir entkoffeinierten Pulverkaffee gekauft.

Aber das war ja gar nicht die Frage :)

Wer einen Cheat Day einführt, beginnt nach jedem Cheat Day neu mit dem Fasten.
Viele erleben die ersten Fastentage gern mit sehr übler Laune, Unruhe, Kopfschmerzen.
Gerade bei uns Übergewichtigen, ist Essen gern so etwas wie das Putzen bei Katzen :)
Werden wir aus dem Konzept gebracht, naschen wir ein wenig und arbeiten dann konzentriert und entschlossen weiter - wird uns das Naschen genommen, schmeißt uns das anfangs gern ein wenig aus der Bahn.
Ich erlebe es jedenfalls so.
Gerade die ersten Tage, habe ich immer und immer wieder den Reflex, irgendwas zu kochen/essen um mich zu sammeln.
Wird mir das genommen, fällt es mir erst einmal schwer, auf der Spur zu bleiben.
Ich habe da jetzt einen frisch antrainierten Reflex, mir dann einen entkoffeinierten Pulverkaffee aufzubrühen :)

Der soll sich bitte erst mal so richtig etablieren, bevor ich nach irgendwelchen Cheat Days auf alte "Nasch-Reflexe" zurückgreife.

Ein Cheat Day würde dazu führen, dass man am Tag danach wieder Hunger hat

Wer fastet, hungert nämlich nicht.
(also, nach den ersten Tagen ...)

Wenn ich sage, dass ich seit 81 Tagen eine Saftkur mache, denken viele, ich müsse doch völlig ausgehungert sein - glaubt mir, jemand der bei Tag 3 seiner Saftkur ist, hat deutlich mehr Hunger und muss viel tapferer sein, als ich jetzt!

Natürlich bin ich oft verlockt, zu essen.
Wenn mein Töchterlein zu Besuch kommt und ich sie bekoche, ist es mir ein Genuss, ihr Essen abzuschmecken, aber ich passe sehr auf, dass ich es nicht übertreibe, damit ich mich dabei nicht aus dem Fastenmodus schubse.
Dieses Bekochen und Abschmecken, würde ich in der ersten Fastenwoche auch nicht empfehlen, denn da läuft doch noch Gefahr, die komplette Pfanne leerzulöffeln ...

Gar kein Cheat Day beim Saftfasten?
Naja ... man kann schon ein wenig naschen, muss aber wissen, dass das Gewicht dann auch auf der Stelle stehenbleibt.
Bei mir sind es gern mal Mangos und/oder Avocados, die auf den Umweg durch den Entsafter verzichten.
Seit Tag 60 esse ich gelegentlich mal ein Stück Naturtofu, um etwas gegen einen evtl. Eiweißmangel zu tun.
Die Sache beim Saftfasten ist, dass Naturtofu mir jetzt absolut grandios schmeckt - eine wahre Delikatesse!
Eigentlich wollte ich mir ja den Räuchertofu gönnen, den ich sonst so liebe, aber lacht mal:
den fand ich entsetzlich salzig, während ich den Naturtofu köstlich finde.

Ich kann auch Mandeln, Bucheckern oder Nüsse naschen, ohne danach Hunger zu bekommen - aber die Waage reagiert am nächsten Tag immer prompt mit einer Zunahme.
Es hat also für diejenigen, die mit einer Saftkur abnehmen wollen, keinen Sinn, sich täglich Tofu, Bananen und Nüsse auf den Plan zu setzen, denn dann erleben sie das Wunder, wie ihr Körper damit sein Gewicht hält und sie nicht abnehmen oder sogar zunehmen.

Was also den Cheat Day angeht, muss auch jeder für sich herausfinden, was er zu sich nehmen kann, ohne wieder hungrig zu werden.
Als ich am Ende meiner letzten Saftkur angekommen war, habe ich da recht mutig herumexperimentiert und einiges herausgefunden, was mir in dieser Saftkur noch nutzt.

Eine Bekannte kann zB Brühe trinken - sie gönnt sich am Samstagabend eine Hühnerbrühe.
Für mich ist das das Ende einer Saftkur - egal, welche Brühe: danach habe ich Hunger, als hätte ich nie gefastet.

Aber ich kann einen Eiskaffee (kalter Kaffee mit Schokoeis) trinken.
Am nächsten Tag wiege ich ein Kilo mehr, aber ich habe keinen Hunger.

Mein Fazit zum Cheat Day ist also:
das würde ich erst zum Ende der Saftkur hin "riskieren"
und bitte bedenkt: wenn Ihr lange gefastet habt, kann ein üppiges Mahl zu ganz gruseligen Bauchschmerzen und Krämpfen führen!

Beim Abfasten ist erst mal Schonkost angesagt und kein Schweinebraten mit Klößen!