Freitag, 27. Januar 2017

Wintersaft

Da immer alle Rezepte haben wollen, schreibe ich brav einmal wieder meine Zutaten auf.

Man liest oft und gern, dass beim Saftfasten die grünen Zutaten überwiegen sollen, man möglichst nur grünen Saft trinken soll.
Von den gleichen Leuten liest man dann wenig später, dass sie nieeeee wieder saftfasten wollen und eine Saftkur nicht durchzuhalten sei.

Ich entsafte weiterhin immer genau das, worauf ich Lust habe und was ich noch im Haus habe.
Jetzt im Winter ist das viel Wurzelgemüse.
Karotten, Pastinaken, Peterslienwurzeln ...

aber auch anderes Wintergemüse.
Mein Magen und ich sind dabei keine großen Fans von rohem Kohl
Sellerie vertrage ich gut, aber er ist von der Farbe her eher hell und lässt sich farblich schnell wieder von den anderen Zutaten dominieren.
Mit anderen Worten, wenn meine Säfte derzeit nicht rot oder orange sind, sind sie gerne schlammgrau.
Grün eher nicht.
Das könnte auch daran liegen, dass ich derzeit einen ausgesprochenen Appetit auf rote Bete habe, die ich im Sommer so gar nicht mochte. Ich bilde mir ein, dass mein Körper weiß, was er will.



Außer er fordert Schokolade.
Wenn er nach Schokolade schreit, bin ich skeptisch ... und vermute, dass gerade mal wieder mein innerer Schweinehund versucht das Ruder zu übernehmen.

Obwohl ich nun schon seit bald 4 Wochen tüchtig Saft trinke, bin ich übrigens noch immer (bzw. nach dem Weihnachtsessen ... wieder) bei meinem "unter 90 kg Erfolg".
Ich müsste längst viel leichter sein, aber ich kompensiere mal wieder tüchtig mit Mandeln.

Gut, aber hier mein Saft von heute.
Er schmeckt mild, süßlich - ein wenig nach Banane, obwohl keinerlei Banane enthalten ist.



Stattdessen habe ich folgendes entsaftet:

1 kleiner Hokkaido
vor dem Entsaften schaden, vierteln und den Strunk abschneiden
Karotten in 3 verschiedenen Farben
1 Pastinake
2 Hand voll Trauben mit Kernen
1 Grapefruit
1 Süßkartoffel
2 Äpfel



Da Traubenkernöl gesund ist, sollte man zum Entsaften immer möglichst Trauben mit Kern nehmen - und die Trauben gründlich waschen.
Statt der Grapefruit, kann man auch gut eine Zitrone nehmen - etwas Saures muss mit ran, sonst schmeckt so ein Saft schnell langweilig.


Sonntag, 22. Januar 2017

Philips HR1921/20 Entsafter im Test

Wer einen Saft-Blog schreibt, bekommt ununterbrochen Entsafter-Werbung gezeigt.
Und obwohl ich mit meinem Entsafter zufrieden bin, weckt Werbung doch gewisse Sehnsüchte.
Der "Neue" ist noch vieeeel einfacher zu reinigen und macht klaren Saft!

Mein 1. Entsafter war damals der Philips HR1869/01
Es ist wohl wie mit dem 1. Auto - man idealisiert es rückblickend ein wenig.
Nervige Macken sind irgendwann charmant und man trauert ihm, dem Ersten immer ein wenig nach.

Als mir nun also immer und immer wieder die Philips Werbung unter die Nase gehalten wurde, verlockte mich der Umstand mit den Testwochen dann doch zum Kauf.
Man könne gewisse Philips-Produkte testen und bei Nichtgefallen zurückgeben.
Wer jetzt nicht alles lesen möchte: genau das habe ich im Endeffekt auch getan.


Ich bestellte den Philips HR1921/20 Entsafter und musste ein wenig lachen, als meine Postbotin sich mit dem Riesenpaket abmühte.
War der HR1869/01 Entsafter auch im Umzugskarton geliefert worden, oder war der weniger riesenhaft verpackt gewesen?

Da ich derzeit viel um die Ohren habe, dauerte es einige Tage, bis ich dann endlich dazu kam, den Neuen auszupacken.
Mir war mittlerweile ziemlich klar, dass ich ihn behalten würde.
Warum nicht auch mal ein wenig leichtsinnig sein?
Das Ding war ja immerhin schon bezahlt und so viel, wie ich entsafte, da kann man sich doch auch mal ein schnittiges, neues Gerät gönnen.

Ich packte den Neuen aus und setzte ihn zusammen.
Das war für mich ziemlich selbsterklärend - aber ...
... mir gefiel nicht, was ich da auspackte.

Das Material fühlte sich nicht besonders robust an, sonder eher spröde.
Ich bekam umgehend Angst, dass mir der Trester-Behälter herunterfallen könnte, denn ich war sicher, dass er umgehend reißen würde.

Und dann waren da ein paar Neuerungen, die ich echt doof fand.
Die Tülle, aus der der Saft in die Kanne läuft, ist nicht mehr gerade, sondern hat einen Knick - das soll ein Tropfschutz sein.
Wer braucht einen Tropfschutz?
Wenn ich die Kanne wegnehme, stelle ich ein Glas hin.
Da kann dann gerne noch Saft reintropfen.
Stattdessen habe ich jetzt ein fummeliges, geknicktes Dings, was im krassen Gegensatz zu dem "leichter zu reinigen"-Versprechen steht.
Auch hat die Kanne nun einen Deckel, der die halbe Kanne offen lässt.
Der neuartige Deckel soll beim Gießen wohl den Schaum zurück halten.
Das funktioniert, wenn überhaupt, eh nur beim jeweils ersten Glas aus der Kanne.
Danach ist der Schaum dann so weit unten in der Kanne, dass dieser Deckel keine Funktion mehr hat.
Und wer diese Funktion wünscht, kann beim Gießen einfach einen Esslöffel nehmen und den Schaum damit etwas zurück halten.
Dieser halb offene Deckel führt jetzt nämlich dazu, dass beim Entsaften der Schaum schon sehr schnell aus der Kanne heraus sprüht, wenn die Kanne noch längst nicht voll ist - so dass man zwischendurch Saft umfüllen muss, wenn man ohne große Wischerei der Arbeitsplatte, eine ganze Kanne Saft machen möchte.
Praktisch ist anders ...

Beim Zusammenbau fiel mir noch eine nekische kleine "steck mich ineinander" Spielerei an der Seite des Tresterbehälters auf.
Keine Ahnung, welchen Sinn sie haben soll - außer sich schwer reinigen zu lassen ...

Der Sinn der Vorspülfunktion hat sich mir dann gar nicht erschlossen.
Man soll in den noch zusammengebauten Entsafter Wasser geben?
Warum?
Was soll das denn erleichtern?
Sauber ist der Entsafter danach noch nicht - man muss ihn dennoch auseinander bauen und jedes einzelne Teil abspülen.
Ich fand das sehr unsinnig.

Aber:
da war ja noch immer die grandiose neue Funktion, dass man zwischen klarem Saft und "Fiber Boost" wählen kann.
Beherzt wählte ich also "klarer Saft" und bekam ... ganz ehrlich:
genau den schaumigen Saft, den man vorher auch bekam.
Neu ist also höchstens der "Fiber Boost".
Nun ja ... Geschmackssache - Fiber Boost kam mir vor, als hätte jemand Wasser in den Trester Behälter gekippt und das Ganze als Smoothie serviert.

Ich habe den "klaren Saft" dann wie gewohnt in meine Fettkanne gegeben:


Der Schaum setzte sich dann wieder nach oben ab, wie man auf dem Foto schön sehen kann.

Ja, und danach habe ich den Entsafter wieder ganz ganz sauber gewaschen und getupft.
Aufgepasst, dass bloss nichts hinfällt und dann alles wieder eingepackt.

Vielen Dank für die Möglichkeit mit den Testwochen - ich bin sehr froh, dass ich ihn einfach zurückgeben kann.
Wie dieser Entsafter diese vielen, völlig begeisterten Rezensionen bekommen konnte, ist mir echt ein Rätsel.
Mich hat er wirklich so gar nicht überzeugen oder begeistern können.


Sonntag, 15. Januar 2017

klarer Saft Dank einer Fettkanne

Bisher habe ich meine Säfte immer durch ein in ein Sieb gelegtes Tuch gefiltert, wenn ich einen klaren Saft haben wollte.

Dann habe ich einfach mal ausprobiert, ob der Schaum der sich bei einem selbstgemachten Saft bildet,
auch bei einer Fettkanne oben schwimmt, wenn man den Saft entnimmt.

Tut er!

Das klappt wirklich wunderbar!


Jetzt fülle ich meinen Saft einfach in die Fettkanne um und während ich meinen Entsafter nach dem Entsaften reinige, setzt sich der Schaum wunderbar nach oben ab.
Wenn man sich nun ein Glas Saft nach dem anderen einschenkt, bleibt der Schaum in der Kanne.
An der Gießtülle kann man super sehen, wann sich der klare Saft durch den Schaum eintrübt und es Zeit ist, das Eingießen zu beenden.

Den allerersten Schluck - auch in der Tülle setzt sich der Schaum nach oben ab - kann man entweder abgießen oder als kleinen Schaumrest in Kauf nehmen.

Den Schaum ... je nachdem wie ich gelaunt bin, löffel ich den abends - oder gieße ihn mit heißem Wasser auf und genieße ihn als Gemüsesuppe - oder er kommt in den Kompost.


Die Fettkanne lässt sich viel einfacher ausspülen als die Tücher, die ich bisher zum Filtern genommen habe.

Ich finde mich sehr genial!

Montag, 9. Januar 2017

Die ersten Tage sind hart

Mittlerweile sind die ersten Tage meiner Saftkur geschafft und ich kann die Vorzüge genießen.
Ich brauche viel weniger Schlaf und habe gleichzeitig so viel Energie, wie selten.
Aber Vorsicht:
mit einem *Rumms* verpufft das nachmittags irgendwann und ich kann mich gerade noch an den Computer schleppen und einen Beitrag über das Saftfasten tippen ...

Die ersten Tage einer Saftkur sind dafür so hart, dass die meisten Kuren wohl nach 2-3 Tagen abgebrochen werden.
Viele nehmen sich von vornherein nur ein Fastenwochenende vor und verpassen damit den grandiosen 4. Tag.
(der gelegentlich auch mal auf den 5. oder 6. Tag fällt ...)

In den ersten Tagen hat man Hunger, gern auch mal Kopfschmerzen, Hunger, überhaupt keine Lust auf Gemüsesaft, Hunger, man friert, Hunger, kalte Füße und schlechte Laune.
Ach, erwähnte ich den Hunger?

Mir kommt auch meine Vergesslichkeit in die Quere und so marschiere ich in den ersten Tagen gern in die Küche um mir etwas Leckeres zu essen zu machen, bis mir wieder einfällt, dass ich gerade nicht esse.

Aber nach diesen ersten Tagen, ist das mit dem Hunger ausgestanden.
Nicht, dass man keinen Appetit hätte, aber der bohrt und quengelt nicht so.

Wie ich die ersten Tage überstehe?
Ich koche mir große Mengen heißes Wasser, dass ich entweder über Teebeutel kippe oder nehme um einen Schluck Gemüsesaft zu verlängern.
Manchmal trinke ich auch einfach heißes Wasser - oder heißes Wasser mit einem Stück Ingwer und Zitrone.
Das heiße Wasser besänftigt den Magen und mindert das Fröstelgefühl.
Der eigene Körper hat bemerkt, dass Hunger herrscht, darum fährt er die körpereigene Heizung runter und man kann nur mit warmen Socken, einem Tuch und viel Tee gegensteuern.
Auch Schaumbäder kommen sehr gut.
Nirgends fühlt man sich so geborgen, wie in der Badewanne.
Außerdem ist man dort schön weit vom Kühlschrank entfernt ...

Aber heute war nun schon Tag 9 meiner Saftkur und so habe ich natürlich Routine.
Total ...
Fast hätte ich geweint, als ich bemerkte, dass ich keine Zitronen im Haus hatte, denn mein wunderbarer Sellerie-Birnensaft, schmeckte arg nach eingeschlafenen Füßen.
Das riss auch die witzige "Sparkle up your day" Flasche nicht raus, die ich mir gegönnt hatte.


(gibt es derzeit bei Ernsting Family für 2,99 - und nein, ich musste sie bezahlen und bekomme nichts für meine "Schleichwerbung")
Den Gedanken, einen Tag mit Selleriesaft funkeln zu lassen, fand ich allerdings witzig.
Ich meine "Selleriesaft"!
Meine Tochter findet ihn zum Davonlaufen - ich kann dafür der Lieblingsmischung von Joe Cross, seinem Mean Green so gar nichts abgewinnen.
Darum beharre ich auch immer darauf, dass man kein Geld für Saftrezepte ausgeben braucht, sondern immer das entsaften sollte, worauf man Lust hat.
Eine Zitrone hätte ich heute sehr gern entsaftet ... dann hätte mich mein Selleriesaft nicht so an den Becher mit slime aus meiner Kindheit erinnert ...

(also, diese Mischung: 1 Salatgurke, 1 Stangensellerie, 1 Apfel, 1 Blatt Mangold, 2 Birnen + 1/2 Zitrone ist lecker)

Aber genug gejammert:
trinken konnte man ihn.
Er war nur sehr langweilig.
Aber auf dem Rückweg der Hunderunde war ich einkaufen und habe nun wieder Zitronen.

Übrigens macht das Saftfasten gern etwas vergesslich.
Ist so.

Als ich heute mit den Hunden in den Wald kam, musste ich zB feststellen, dass ich weder eine Leine, noch Halsbänder dabei hatte.
Ein Glück, war das Wetter eher mies,
sind meine Hunde eher brav,
und die Neujahrsvorsätze der Januar-Jogger schon wieder vergessen.
So brachten wir den Waldspaziergang hinter uns, ohne dass uns irgendjemand begegnete.





Freitag, 6. Januar 2017

Saftkur erleichtern - das "Tässchen"

So eine Saftkur - insbesondere die ersten Tage - lässt sich viel besser ertragen,
wenn man viel Warmes/Heißes zu sich nimmt.

Oh, was hatte ich doch leise geflucht, als meine Schwester mir letztes Jahr eine "doofe Tasse" schenkte, in die man ca. 1 Liter Wasser füllen kann.
Was soll man denn mit einem Einliter-Pott - insbesondere, wenn man bekannter Weise unermüdlich entrümpelt?
Kurz darauf war genau diese Tasse mein Lieblingsstück.

Mir fallen nämlich die Saftkur-Abende etwas schwerer.
Freund Heißhunger sitzt dann gern auf meiner Schulter und flüstert mir halbe Kochbücher ins Ohr.
Ich entdeckte, dass mir meine "heiße Tomate" in großen Mengen dann allerbeste Dienste leistet.
Sie hat etwas von "Pizza im Glas".
(ich habe hier noch ein richtiges Rezept für meine "Pizza im Glas")
Dazu gebe ich etwas passierte Tomate und einen Hauch Sambal Oelek in eine Tasse und gieße mit kochendem Wasser auf.
Natürlich kann man auch Tomaten entsaften und mit heißem Wasser aufgießen, aber abends werde ich gern zu träge für alles und greife darum zu fertig passierten Tomaten.
Die gibt es in Flaschen (die man sehr schön nutzen kann um darin Liköre zu verschenken).
Gekaufter Tomatensaft ist meist gesalzen und Salz meide ich tunlichst, da mich Salz umgehend hungrig macht - absolut heißhungrig.

Zu Beginn dieser Saftkur musste ich feststellen, dass mein Riesentässchen mittlerweile undicht war.
Ok, wenn man eine so große Tasse so oft benutzt, passiert das wohl mal.
3 Tage lang, machte ich mir meine "Pizza" in kleineren Tassen, aber es war einfach nicht das Gleiche.
Also suchte ich hier in allen Läden nach einem 1 Liter Becher.
Nichts zu finden.
Sind die aus der Mode?
Also auf zu Amazon - und da fand ich dann dieses dezente Fässchen.



Doppelwandig - das hält also auch noch länger heiß.
Es lässt sich nicht recht feststellen, wer der Hersteller ist, denn es steht nur drauf, wer importiert hat.
Wer hätte gedacht, dass ich mal bei einem Military-Shop einkaufe - ich bin da eher nicht so die Zielgruppe ... aber meine neue Tasse:
ich liebe sie!





Donnerstag, 5. Januar 2017

Warum ich so gern saftfaste

Derzeit läuft viel Werbung von all jenen, die gut an unseren Pfunden verdienen.
Und jedesmal freue ich mich dann, dass ich das Saftfasten für mich entdeckt habe, denn außer einem Entsafter brauche ich dafür eigentlich herzlich wenig.

Obst- und Gemüse in größeren Mengen,
aber das ist so teuer nicht.
Und noch dazu macht es Spaß Obst- und Gemüse zu kaufen.

Auf jeden Fall hat es ein besseres Ansehen, auf dem Markt am Gemüsestand einzukaufen,
als zu einer Weight-Watcher-Gruppe zu gehen,
bei einer Apotheke mysteriöse Mittelchen zu kaufen
oder in Drogerien die Pulvertönnchen in den Wagen zu stapeln.

Zumindest ich fühle mich erfahrungsgemäß mit dem Gemüsekauf besser!

Heute war ich, wie jeden Donnerstag wieder auf unserem Wochenmarkt



Ich reiche immer meinen Korb rein und dann bekomme ich alles ohne Plastik und sonstigen Müll.
Und günstig.
Der Inhalt des Korbes kostete mich heute gerade mal 30,- Euro.
Wenn ich 2 Sachen geordert habe, frage ich immer, ob zufällig etwas günstig zu haben sei, weil es weg müsse?!
Ich würde es ohnehin entsaften, es müsse also keinen Schönheitspreis gewinnen!
Prompt bekam ich heute eine große Menge Birnen zu kleinen Preis, die sehr wohl noch den einen oder anderen Preis gewinnen könnten.
Zu diesem Zwecke ist es übrigens recht nützlich, zum Marktende erst einkaufen zu gehen - was mir sehr entgegen kommt, da ich morgens nicht zu den frühen Vögeln gehöre.

Mögen die frühen Vögel Würmer fangen - späte Nachteulen wie ich, bekommen dafür Obst- und Gemüse günstiger ;-)

Bisher läuft meine Saftkur wieder sehr gut.
Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt.


Mittwoch, 4. Januar 2017

Saftfasten-Vorsätze für 2017

Für dieses Jahr habe ich mir sozusagen gute Vorsätze gekauft:



Ein Kleid, das ich schon lange liebe, fand ich im Sale - und ein paar Kleidergrößen kleiner.
Jetzt weiß ich auch, dass ich im Januar 2016 ca 10. kg schwerer war als 2017, denn ich fand dieses Foto vom Januar 2016


Meine Jojo-Spiele möchte ich Euch ersparen ... ich blicke selbst eher nicht durch, wann ich was gewogen habe.
Zusammenfassend kann ich nur sagen:
seit ich das Saftfasten für mich entdeckt habe, werde ich schlanker.

Mein 48er Kleid trage ich gerade.
Wenn ich dazu komme, fahre ich in 10 Tagen wieder an den Strand und mache ein "the year after", obwohl meine Fotografin da leider keine Zeit hat und es ohne sie nicht sooooo viel Spaß am Strand macht.
(Im Januar ist das größte Vergnügen am Strand eh meist, sich ordentlich durchpusten zu lassen und danach mit viel Kakao wieder aufzuwärmen ...)

Ansonsten läuft die Saftkur bis jetzt problemlos.
Irgendwann nachmittags werde ich müde und träge, aber das kann auch einfach am Winter liegen.
Ich gieße mir dann gern passierte Tomaten mit kochend Wasser auf - das macht glücklich, satt und warm.

Saftfastet hier noch irgendwer?




Dienstag, 3. Januar 2017

Saftfasten 2017 Saftkur

Ja, seit ein paar Tagen bin ich schon wieder dabei.

Am 29.12. wollte ich morgens in eine frisch gewaschene Hose schlüpfen.
Sie hatte zuvor wohl eine Weile im Wäschekorb gelegen UND muss beim Waschen zusätzlich noch ein wenig eingelaufen sein, denn obwohl sie mir im November noch prima passte, wurde es nach den Füßen arg eng ...

Ich nahm flugs eine bekannt bequeme Hose, zog aber spontan den Beginn der nächsten Saftrunde vor.
Eigentlich wollte ich - wie jeder vernünftige Mensch - mit der Umsetzung guter Vorsätze am 01.01. beginnen ...
So aber, packte ich meinen Gästen vor ihrer Abreise noch schnell alles aus dem Kühlschrank ein, was sich nicht zu Gemüsesaft verarbeiten ließ.

In den vergangenen Jahren habe ich insgesamt 20 kg mit dem Saftfasten abgenommen.
Eigentlich dürften es eher 100 kg sein ... aber Kilos, die man zwischendurch wieder zunimmt, gelten ja nicht.
(und natürlich ist die 100 schwer übertrieben)

Mittlerweile habe ich also einige Routine beim Saftfasten.
Darum weiß ich, wer immer das hier liest, hat eigentlich nur 2 Fragen:

Wieviel Saft darf ich trinken?
Ich trinke so viel Saft, wie ich möchte.
Logisch: wer weniger Saft und mehr Wasser/Tee trinkt, nimmt täglich mehr ab.
Auch logisch: wer sich das Saftfasten unnötig schwer macht, gibt schneller auf.

Trinkst du ausschließlich Gemüsesaft?
Nein, ich trinke auch viel Tee (Früchte, Kräuter, Modetees), Wasser und Kaffee (dazu später)
Und in meinem Gemüsesaft ist immer auch ein Obstanteil, da der Saft dann einfach besser schmeckt.

Auch hier gilt:
Je mehr Obst man in den Gemüsesaft gibt, desto höher ist der Anteil von Fruchtzucker und desto weniger nimmt man täglich ab.
Andererseits macht Obst die Säfte lecker und ich persönlich kann dann sehr lange saftfasten.
Hin und wieder püriere ich mir sogar Avocados oder Mangos in den Saft.
Das ist dann ein Smoothie, durchaus gehaltvoll, aber sooo lecker!

Ist es erlaubt ...?
Es gibt keine festen Regeln, was eine Saftkur angeht.
In vielen Blogs, Zeitschriften und Büchern findet man zwar "Regeln", aber das sind eher Orientierungshilfen.
Mich hat der Film von Joe Cross ans Saftfasten gebracht.
Fat, sick and nearly dead

Den Film sah ich im englischen Original mit spanischen Untertiteln.
Joe Cross lebt in Australien und die Australier sprechen Englisch, wie die Bayern deutsch sprechen:
ich verstehe beides nicht all zu gut.

Aber ich sah einen dicken Mann, der mit seinem Auto quer durch die USA fuhr, dauernd Saft trank und mit Amerikanern über ihre Ernährung sprach.
Ganz klar sah ich, dass er spontan das Obst und Gemüse kaufte, das gerade im Angebot war und auf das er Lust hatte.
Und genau so mache ich das auch.

Daheim mache ich mir täglich einen Saft selbst - unterwegs kaufe ich gern Säfte oder Smoothies.
Allerdings habe ich immer auch einen Vorrat gekaufter Säfte daheim, falls ich nicht dazu komme, mir einen Saft zu machen.
Wer Gemüsesaft kauft, sollte auf die Zutatenliste schauen und keinesfalls einen Saft nehmen, in dem Salz enthalten ist.
Wenn ich beim Saftfasten Salz zu mir nehme, bekomme ich nämlich Hunger - darum verbieten sich (mir) auch Gemüsebrühen und ähnliches.

Es gibt in den Kühlregalen sehr leckere, fertige Smoothies von true fruits und Co.
So etwas trinke ich gelegentlich auch mal - wie gesagt, sie sind sehr lecker - aber nach so einer schönen, großen Flasche mit einem köstlich pinken Saft, wiegt man am nächsten Tag dann gern mal ein Pfund mehr.
Darum sollte man das eher nicht täglich machen, wenn man Gewicht verlieren möchte.

Kaffee?!
Ja, ich trinke Kaffee.
Ich weiß, "der tut nichts für mich", wie Guido Maria sagen würde - und die Jünger des Detox wenden sich auch gerade von diesem Blog ab. Aber ich gebe zu:
ich glaube nicht an Detox
(ich glaube eher an Kaffee ...)

Mein Körper ist dick, dellig, faltig, etwas schwabbelig, hat Haare an Stellen, wo keine Haare sein sollten und und und ... aber ganz sicher habe ich keine Gifte oder Schlacken abgelagert, die ich nun mit Bio-Säften ausschwemmen könnte.
Nein, nein, ich habe da nur sehr überflüssige Pfunde, die ich durch das Saftfasten abbauen kann.
Und das Fasten selbst halte ich länger durch, wenn es mir einigermaßen behagt.
Wenn ich keinen Kaffee bekomme, behagt mir rein gar nichts mehr.

Aber:
während einer Saftkur reagiert man gern anders als sonst.
Normalerweise kann ich nach dem Abendbrot einen Kaffee trinken und danach gut schlafen.

Während einer Saftkur kann es mir passieren, dass ich plötzlich im Tempo eines Kolibris mit den Ärmchen flattern möchte und ich völlig hektisch werde, wenn ich Kaffee trinke.
Darum greife ich in der Zeit meist zu entkoffeiniertem Kaffee.

In den nächsten Tagen werde ich auch wieder meine Rezepte aufschreiben.
Obwohl:
Rezepte braucht Ihr nicht.
Es gibt keine geheimen "Schlankrezepte".
Es gibt aber sehr wohl so etwas wie den eigenen Geschmack.
So erkenne ich Joe Cross absolut als Gott des Saftfastens an, aber seine Saftrezepte locken mich allesamt nicht.
Der Mann trinkt gerne Grünkohlsaft!
Igitt igitt!
Dafür mag ich gern Säfte auf Sellerie-Basis.

Viele Anregungen in Sachen Saft, findet Ihr auch bei Instagram
ZB bei Saftfasten mit Carola
Um dort zu stöbern, muss man nicht bei Instagram angemeldet sein.