Sonntag, 24. Oktober 2021

Tag 25 Saftfasten

Tag 25 meiner Saftkur

Gewicht: 100,1 kg
Schritte gestern: 24.400
Blutdruck: 103:85:72

Gerade sehe ich, dass ich innerhalb der letzten Woche lediglich 900 Gramm abgenommen habe.
Glaubt mir, das ist mir wirklich herzlich egal und lässt sich recht einfach erklären:

  • ich esse nebenbei recht viele Nüsse, Kerne und Leinsamen
  • abends rühre ich mir neben den Leinsamen, Kurkuma, Chilli und Knoblauchgranulat gelegentlich auch noch Erdnussbutter in meinen warmen Tomatensaft
    (200 ml Tomatensaft mit 500 ml heißem Wasser)
  • an 2 Tagen habe ich mir keinen Saft gemacht, sondern einen True Fruits Smoothie getrunken - und das war echt dämlich!

Nüsse und Co werde ich beibehalten, aber so ein Smoothie passiert mir nicht wieder!
Ich musste von jetzt auf gleich los, ein Mündel aus Nöten retten und danach griff ich im Supermarkt dann halt zu so einem großen True Fruits Smoothie, bzw. da ich mich nicht entscheiden konnte, gleich zu Zweien.
Beide klangen nach einer gesunden Abwechslung zu meinen Säften.
Triple Green und Triple Blue
Machen wir es kurz:
0% Zuckerzusatz, nur fruchteigener Zucker bedeutet: 112,5 Gramm Zucker in 750 Gramm Smoothie!
Und nicht nur, dass ich an den beiden Smoothie-Tagen zunahm, nein, auch mein sonst mittlerweile abends locker unter 140 liegender Blutdruck war an beiden Abenden über 150.

Ja, das ist seit ca einer Woche neu:
abends liegt mein Blutdruck, wie heute, bei erstaunlichen Werten, wie 103:85
Die ersten Male habe ich umgehend nachgemessen und dann sogar noch ein anderes Gerät hervorgekramt, da ich eben so ganz andere Werte gewohnt bin.
Blutdruckmessen ist so ein halbes Hobby geworden ...
Mittlerweile messe ich dreimal täglich und sobald der Wert doch mal über 140 liegt, nehme ich brav meine Tablette.
Nur:
an manchen Tagen bleibt der Wert stur unter der 140 und ich habe dann so ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht.

Genug zum Blutdruck, was ich noch viel faszinierender finde:

Im September war mein Sohn hier zu Besuch und wir mussten 2 Spaziergänge abbrechen, weil nichts mehr ging.
Einmal, kaum einen Kilometer vom Haus entfernt, ließ ich mich völlig fertig auf einen Stein sinken und musste ihn bitten, das Auto zu holen.
Meine Beine waren bleischwer, ich war endlos müde und bekam kaum Luft.

Tja, und gestern bin ich über 14 km durch die Geltinger Birk gewandert.
Ich habe erwartet, dass ich mich über die letzten Kilometer des Möwenwegs schleppen würde, aber stattdessen war ich so fit, dass ich spontan noch auf den Konik-Weg abbog, um ein besonders schönes Wegstück zu wiederholen und bei meiner Rückkehr zur Mühle Charlotte den Sonnenuntergang auf dem Noor fotografieren zu können.
(Noor ist kein Tippfehler)
Das Ergebnis könnt Ihr Euch hier anschauen:
Möwe auf Abwegen

Ich hätte ja erwartet, dass ich heute völlig groggy bin, meine Knie oder überhaupt die Beine schmerzen, aber stattdessen blinzelte ich in die Oktober-Sonne und habe kurzentschlossen den Segeberger See umkreist.
Rund um den Segeberger See

Immerhin nur 8km heute und ich gebe zu, ich war weniger flott unterwegs.
Gestern war ich wie im Rausch. Einerseits diese unglaublich schöne Landschaft und andererseits das Gefühl, seit langem, sehr sehr langer Zeit wieder einfach zu gehen und mich nicht zu schleppen.
Irre!

Aber ich gebe zu, ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich heute Morgen dann gerade mal 100 Gramm leichter war als gestern.
Eigentlich erwartete ich für heute fest die Rückkehr zu den Uhus (UnterHundert).

Ich kann sogar genau benennen, seit wann ich wieder besser laufen kann - bzw. einfach wieder gehen kann:
am 17. Oktober, habe ich mir einen eigenen Weg über Feldwege und Dörfer gesucht. Komoot habe ich einfach mitlaufen lassen und es ist wirklich praktisch in der App zu schauen, wo man ist und wo man am Ende wieder sein möchte. Es zog mich über Feldwege und ich sah, dass einige Wege durch dünne blaue Linien verbunden wurden. Nun bin ich nicht ganz naiv und weiß, dass blaue Linien Wasser bedeuten, aber warum stellten sie eine Verbindung von Feldwegstücken dar?
Ich schlug diese Feldwege dennoch ein und begriff dann, dass die blauen Linien hier tatsächlich Wasserläufe bedeuteten, dass man aber auf den Wiesen zum nächsten Teilabschnitt des Feldwegs gelangen konnte.
Da es regnete und zudem langsam dunkel wurde, hoffte ich inständig, nicht auf geschlossene Zäune zu stoßen und hatte Glück (und klatschnasse Füße von den Wiesen ...)
Ich kam nach gut 9 km zu einem Landsträßchen, das wieder zu mir führt - allerdings würde es mich nun bergauf führen, fast bis zur Haustür.
Es half ja nichts ...
Bergauf - und ich rede nicht von Reinhold Messners bergauf - bei mir beginnt begann bergauf bei einer Abwesenheit von bergab - bedeutet(e) ein paar Schritte gehen und dann ein wenig stehen bleiben, atmen und warten, dass die Beine wieder ein paar Schritte bergauf gehen mögen und auch die Luft mitmacht.
Aber kaum war ich 3-4 Schritte gegangen, hatte ich das Gefühl, es ginge ein Wattebausch durch meinen Körper und ich ging bergauf.
Kein Schleppen, ein Gehen.
Am Vortag, den 16.10. war ich mit vielen Pausen um einen See gegangen und freute mich über die zahlreichen Bänke - heute umkreiste ich fröhlich einen größeren See und hatte mit den Bänken nichts im Sinn.

Ok, ja, Ihr habt es begriffen und findet es vermutlich nicht halb so aufregend, wie ich das tue, oder?
Nun, ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!

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